Alain Berset sieht Fristenregelung bestätigt

Gesundheitsminister Alain Berset sieht sich nach dem deutlichen Nein zur Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» bestätigt. Die Politik sei im Umgang mit dem Schwangerschaftsabbruch auf Kurs.

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Bildlegende: Bundesrat Alain Berset ist zufrieden mit dem Abstimmungsresultat. Keystone

In den Augen von Innenminister Alain Berset bestätigt das deutliche Nein zur Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» die Politik im Umgang mit dem Schwangerschaftsabbruch. An der Solidarität unter den Versicherten wolle das Volk nicht rütteln, sagte er.

Der Entscheid gegen die Volksinitiative bestätige den Entscheid von 2002, als das Stimmvolk die Fristenlösung gutgeheissen habe, so der Gesundheitsminister. Die Mehrheit sei damals in etwa gleich gross gewesen, die Beteiligung am vergangenen Wochenende aber höher.

«Frauen bleiben nicht allein»

Das Nein zur von christlichen und konservativen Kreisen lancierten Initiative wertete Berset auch als Signal für die Solidarität in der Versicherung. Alte Menschen beteiligten sich daran ebenso wie junge, Kranke ebenso wie Gesunde, sagte Berset. «Alle haben Zugang zu den gleichen Leistungen.»

Das heutige System mit dem straffreien und von den Krankenkassen finanzierten Schwangerschaftsabbruch in den ersten zwölf Wochen habe sich bewährt. Berset: «Frauen bleiben in dieser schwierigen Situation nicht allein.»