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Abtreibungsfinanzierung Pflegepersonal gegen Initiative zur Abtreibung

Die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» untergrabe den Grundsatz einer fairen Finanzierung des Gesundheitswesens. Das sagt das Schweizer Pflegepersonal. Sein Verband empfiehlt darum ein Nein zur Vorlage.

Eine Frau hält sich eine Wärmeflasche auf den Bauch.
Legende: Finanziell schwächer gestellte Frauen könnten bei einem Ja zu gesundheitsgefährdenden Operationen gedrängt werden. Keystone

Das Schweizer Pflegepersonal ist gegen die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache».

Ihr Berufsverband SBK empfiehlt ein Nein. Die Vorlage untergrabe den Grundsatz einer fairen Finanzierung des Gesundheitswesens.

Zudem würden kaum Kosten eingespart. Denn Schwangerschaftsabbrüche würden nur 0,03 Prozent der Gesundheitskosten ausmachen, so der Verband.

Eine Annahme der Initiative würde insbesondere sozial und finanziell schwächer gestellte Frauen benachteiligen. Sie könnten sich einen Schwangerschaftsabbruch nicht mehr leisten.

Dadurch würden sie in einen Graumarkt getrieben. Die dort angebotenen teils unseriösen Billigangebote würden ihre Gesundheit gefährden.

In Frankreich wurde das Recht auf straffreie Abtreibung ausgeweitet. Frauen dürfen künftig Schwangerschaften in den ersten Wochen abbrechen – auch wenn sie sich nicht in einer Notlage befinden. Diese Änderung hat das Parlament am Dienstagabend beschlossen. Bisher waren Schwangerschaftsabbrüche nur in Notlagen erlaubt.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Franziska Widmer, Münsingen
    In Oesterreich kann man sich mit einer Zusatzversicherung gegen "Schwangerschaftsabbruch" versichern lassen. Obwohl ich voll gegen Schwangerschaftsabbruch bin, bezahlen dann wenigsten die Verursacher und solche, die sich gegen dieses "Risiko" absichern wollen und nicht die Allgemeinheit. Eine Variante, die für die Schweiz sicher auch machbar wäre.
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  • Kommentar von Franziska Widmer, Münsingen
    Die Pro-Life Krankenkasse ist ein Paradebeispiel: Wenn man Mitglied werden will, muss man mit seiner Unterschrift bestätigen, dass man/frau einerstanden ist, dass keine Abtreibungskosten von dieser KV übernommen werden. Deshalb ist diese KV billiger und sehr familienfreundlich :-)
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    ALLE GEGEN DIE SVP, zu Lasten des ungeborenen Menschleins. !
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