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Autobahnvignette Referendum gegen 100-Franken-Vignette eingereicht

Über die Erhöhung des Preises für die Autobahnvignette wird das Volk entscheiden. Die Gegner der Preiserhöhung haben die Unterschriften zum Referendum eingereicht – nach eigenen Angaben mehr als doppelt so viele wie nötig.

105'822 beglaubigte Unterschriften seien bei der Bundeskanzlei eingereicht worden, teilte das Komitee mit. Hinzu kämen 20'000 noch nicht beglaubigte Unterschriften. Total hätten damit rund 125'000 Personen das Referendum gegen die Erhöhung des Vignettenpreises von 40 auf 100 Franken unterstützt.

Das Parlament hatte die Preiserhöhung in der Frühjahrssession beschlossen. Mit den Mehreinnahmen soll die Übernahme von kantonalen Strassen durch den Bund finanziert werden.

Unternehmen mit Aussendienstlern benachteiligt

Das Referendumskomitee unter Leitung der SVP-Nationalratsmitglieder Walter Wobmann (SO) und Nadja Pieren (BE) bekämpft die Preiserhöhung mit dem Slogan «Nein zu immer mehr Abgaben, Gebühren und Steuern auf dem Buckel des Privatverkehrs». Der Bund nehme jährlich 9,5 Milliarden Franken durch den Privatverkehr ein. Dieser könnte damit ausreichend finanziert werden, argumentiert das Komitee. 70 Prozent der Gelder würden aber «zweckentfremdet».

Aus Sicht der Gegner ist eine Autobahnvignette zum Preis von 100 Franken insbesondere für Unternehmen mit vielen Autos nicht tragbar. Das Komitee stört sich auch daran, dass Ausländerinnen und Ausländer, die durch die Schweiz fahren, eine für zwei Monate gültige Vignette zum Preis von 40 Franken kaufen könnten. Damit würden Ausländer gegenüber Schweizern bevorzugt, welche die Autobahn nur selten benutzten, aber eine Vignette für 100 Franken kaufen müssten.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Auch mit 100 Stutz pro Vignette wird sich nichts ändern. Solange 5 Prozent Grüne die Schweiz regieren, solange Schweizerinnen und Schweizer den Lügenbaronen glauben, die ihnen ständig ein schlechtes Gewissen einreden, um die eigenen Ziele besser verfolgen zu können, wird sich nichts ändern. Seinerzeit hat das Volk dafür abgestimmt, schweizweit dreispurige Autobahnen zu bauen. Es war aber auch nur dieser Volks-Entscheide, die nie umgesetzt wurden, nur weil der Wille, nicht das Geld, dazu fehlten.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Was hat die Vignette bei der Einfuehrung gekostet? Wieviel war die Geldentwertung> Mensch seid ihr Gegner "blutige" Geizhaelse, aecht gschaemig! Selbst mit hundert Stutz ist die Vignette kaufkraftmaessig weniger wert als bei der Einfuehrung... Man kann doch nicht immer den Fuenfer und;s Weggli haben...
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      wie hoch war die jährliche Teuerung in den letzten Jahren, und wie hoch die entsprechenden Reallohnerhöhungen... "es wird alles immer teurer" - die Löhne bleiben praktisch gleich... Immer mehr Abgaben, Kosten, und Unsicherheiten bez. Job... Nicht mehr lange, und die ersten CHer können es sich nicht mehr LEISTEN zur Arbeit zu fahren, weil die immer höheren Abgaben _IN_DER_SUMME_ zu teuer werden... Was dann? Würde man die Vignetten-Erlöse zweckgebunden verwenden, wär die Preiserhöhung unnöltig
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  • Kommentar von Elmar Schrottbar, Phnom Penh
    So ein Abriss. Wenn dieser Abzockerstaat Hudertstutznomal für diesen Chläber will, dann fahr ich nur noch Velo. Und zwar Mauntenbaik neben dem Wägli. Chlapfdrpfusch.
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