SRG-Umfrage Die Ergebnisse auf einen Blick

Zur Unternehmenssteuerreform III zeichnet sich ein offenes Rennen ab. Der neue Strassenfonds und auch die erleichterte Einbürgerung dagegen haben gute Chancen beim Volk. Das sind die Ergebnisse der SRG-Umfrage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Patt-Situation bei der Unternehmenssteuerreform III: 45 Prozent sind für die Vorlage, 44 dagegen.
  • Eine Mehrheit von 66 Prozent befürwortet zurzeit die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation.
  • 62 Prozent sagen Ja zum Fonds für Nationalstrassen und Agglomerationsverkehr (NAF).

Rund zwei Wochen vor der Abstimmung haben sich die Meinungen zu den eidgenössischen Vorlagen verfestigt. Folgende Trends lassen sich aus der SRG-Umfrage ablesen:

Unternehmenssteuerreform III: Der Ausgang ist offen. Zurzeit liegen das Ja- und das Nein-Lager gleichauf: 45 Prozent der Befragten sind für die Steuerreform, 44 dagegen. 11 Prozent wissen noch nicht, wie sie abstimmen wollen.

Gegenüber der ersten Befragung vor rund vier Wochen haben die Befürworter verloren; damals wollten noch 50 Prozent Ja stimmen. Im Gegenzug haben die Gegner neun Prozentpunkte dazugewonnen. Setzt sich dieser Trend fort, wird die Vorlage abgelehnt, wie die Autoren der Studie festhalten. Allerdings komme es darauf an, auf welche Seite sich die noch Unentschlossenen schlagen. mehr

Zur Analyse

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Eckwerte der SRG-Umfrage

Die Umfrage wurde im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 18. und 25. Januar 2017 durchgeführt. Befragt wurden 1423 Personen. Mehr

Erleichterte Einbürgerung der dritten Generation: Seit der ersten Umfrage haben die Gegner Boden gut gemacht. Die Befürworter haben aber immer noch eine Mehrheit von 66 Prozent hinter sich. 31 Prozent sprechen sich gegen die Einbürgerungsvorlage aus. Unschlüssig sind nur noch drei Prozent der Befragten.

«Die medienwirksame Nein-Kampagne mit dem ‹Burka-Plakat› hat die Stimmabsichten in Bewegung gebracht», betont das Institut gfs.bern. Offen ist, wie sich die Meinungsbildung im weiteren Verlauf entwickelt. Zwar sei ein Ja am Abstimmungssonntag wahrscheinlicher, so gfs.bern. Setze sich aber der Nein-Trend fort, sei auch ein Nein möglich. mehr

Nationalstrassenfonds (NAF): Die Befürworter konnten ihren Vorsprung seit der ersten Befragung leicht ausbauen. 62 Prozent wollen zurzeit ein Ja in die Urne legen, 28 Prozent ein Nein. Zehn Prozent haben sich noch keine Meinung gebildet.

Die Zeichen deuten derzeit auf ein Ja. So überzeugt der NAF in den Regionen zunehmend: verstärkt haben sich die Ja-Tendenzen in der deutschsprachigen und der französischsprachigen Schweiz. Auch einen Blick auf die Stimmabsichten der Parteianhänger zeigt wenig Opposition. CVP-, FDP- und SVP-Anhänger befürworten mehrheitlich die Vorlage. Und trotz Nein-Parolen der SP und Grünen stimmen zurzeit die SP-Wähler mit 52 Prozent und die Grünen-Wähler mit 46 Prozent zu. mehr

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • USR III: es wird spannend

    Aus Tagesschau vom 1.2.2017

    Zehn Tage vor der Abstimmung über die Unternehmenssteuer-Reform III halten sich Befürworter und Gegner praktisch die Waage. Das Nein-Lager hat aufgeholt. Einschätzungen von Bundeshausredaktor Fritz Reimann in Bern.

  • Naf und Einbürgerung 3. Generation

    Aus Tagesschau vom 1.2.2017

    Deutlich im Ja liegt die Vorlage über den Fonds zur Finanzierung des Strassen- und Agglomerationsverkehrs, 62 Prozent sagen ja. Ebenso werden mit grosser Wahrscheinlichkeit Ausländer der dritten Generation von einer erleichterten Einbürgerung profitieren.