Energiestrategie 2050 Aargau unterstützt «grüne» Heizungen nicht mehr

Seit dem 1. Januar 2017 werden Massnahmen im Bereich Gebäudetechnik nicht mehr gefördert. Dabei handelt es sich um eine Sparmassnahme des Grossen Rates. Künftig könnten deshalb wieder vermehrt Ölheizungen eingebaut werden.

Seit Anfang 2017 unterstützt der Kanton Aargau den Einbau von sparsamen Heizungen nicht mehr. Schuld sei eine Sparmassnahme des Grossen Rats, sagt Felix Arnold von der kantonalen Abteilung Energie: «Der Bund zahlt nur Förderbeiträge, wenn der Kanton sich ebenfalls daran beteiligt». Dies wollte der Rat jedoch nicht.

Mehr Ölheizungen im Aargau?

Ein Heizkörper mit Thermostat Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für sparsame Heizungen gibt es im Aargau ab sofort keine Unterstützungsbeiträge mehr. Keystone

Künftig wird der Einbau von Erdsonden, Grundwasserwärmepumpen und anderen neuen Technologien also nicht mehr unterstützt. Der Einbau von Ölheizungen könnte wieder attraktiver werden.

«Wir versuchen in unseren Energieberatungen aufzuzeigen, dass eine Ölheizung auf die Gesamtlebensdauer nicht unbedingt die günstigste Variante ist», sagt Felix Arnold.

Mehr Förderung für Hausdämmung

Für sparsame Heizungen erhält der Aargauer Hausbesitzer also weniger Geld. Dafür gibt es neuerdings höhere Förderbeiträge für die Wärmedämmung von Fassaden, Dächern, Wänden und Böden. Dies sei ein wesentliches Element der Energiestrategie 2050, erklärt Arnold.

Jährlich werden nur 1 Prozent der Gebäude energieeffizienter gemacht. Das heisst, dass der gesamte Gebäudebestand im Aargau erst in 100 Jahren erneuert sein wird.