Zum Inhalt springen

Fabi «Arena»: Was bringt Fabi der Schweiz?

Volle Züge und ein Schienennetz, das schon heute an seine Grenze stösst. Der Ausbau wird dringend, doch auch der Unterhalt muss gesichert werden. Bis 2025 braucht es dafür insgesamt 6,4 Milliarden Franken. Zu viel – argumentieren die Gegner.

Legende: Video Abstimmungs-Arena: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur abspielen. Laufzeit 77:00 Minuten.
Aus Arena vom 24.01.2014.

Bundesrat und Parlament wollen bis 2025 6,4 Milliarden Franken in den Bahnausbau investieren. Am 9. Februar werden die Stimmbürger darüber befinden.

Über eine Tatsache sind sich die Diskussionsteilnehmer einig: Die heutigen Verkehrsinfrastrukturen geraten an ihre Grenzen. Doch was ist an der Fabi-Vorlage falsch?

Was den Gegnern missfällt ist der Umfang des Ausbauprojekts: Das Parlament hat die vom Bundesrat dafür vorgesehenen Mittel von 3,5 Milliarden auf 6,4 Milliarden Franken erhöht. Wie an einem Wunschkonzert konnte noch jeder Kanton seine Projekte einbringen, kritisiert SVP-Nationalrat Walter Wobman.

Mit Fabi werden die Grundlagen dafür gelegt, dass auch künftige Generationen die heutige Leistung des öffentlichen Verkehrs nutzen können, kontert Matthias Michel, Präsident der kantonalen Verkehrsdirektoren. Es gehe primär darum das Netzt zu sichern. Wir stehen in Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation», betont Michel weiter.

Die Investitionen in Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Bahninfrastruktur seien wichtig, um das attraktive Bahnnetz der Schweiz zu erhalten und auszubauen, sagt auch Verkehrsministerin Doris Leuthard. «Wir investieren sehr gezielt und moderat», betont sie.

Zementieren der Quersubventionierung

Hinzu kommt für die Gegner das Problem der Finanzierung: «Die Matchentscheidende Frage ist schlussendlich wer dies bezahlt», sagt Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, dem Verband der Autoimporteure.

«Mit dieser Vorlage zementieren wir die Quersubventionierung», argumentiert Burgener weiter. Deshalb habe man die Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» lanciert – für welche man nun genug Unterschriften zusammen habe.

Leuthard lässt dieses Argument nicht gelten: «Von einem gut ausgebauten Bahnangebot profitierten durchaus auch die Autofahrer, denn sonst wären die Strassen noch viel mehr überlastet», argumentiert die Bundesrätin.

«Investitionen sind nicht gratis»

Ein weiteres Unding für die Gegner der Vorlage: Dass Pendler künftig nur noch maximal 3000 Franken Pendlerabzug geltend machen könnten, sei eine Steuererhöhung und treffe wieder vor allem die Autofahrer und die Mittelklasse, bemängeln sie. 3, 7 Millionen Personen würden in der Schweiz pendeln. «Wenn diese Leute bestraft ist dies der falsche Weg», sagt Wobman.

«Wenn wir investieren, ist dies nicht gratis», entgegnet die Verkehrsministerin. Man habe mit den Kantonen geschaut welche Leute davon betroffen wären. Bei einem Ja zu der Vorlage wären schlussendlich 20 Prozent der Bundessteuerpflichtige davon betroffen. Dies wären Leute, die über weite Strecken pendeln würden und ein hohes Einkommen verteuern.

Fabi werde die ganze Schweiz voranbringen, sagt Leuthard. Es werden alle profitieren: Die Regionen, die Wirtschaft, der Tourismus und die Reisenden.

Tweets zu #srfarena und #abst14

Gäste der Sendung

Auf der Pro-Seite:

Auf der Contra-Seite:

Diskutieren Sie mit

Diskutieren Sie mit

Teilen Sie uns Ihre Meinung im «Arena-Forum» mit.

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Man könnte vielleicht auch flexiblere Arbeitsverhältnisse schaffen, damit nicht alle zur gleichen Zeit pendeln müssen. Der grösste Teil der Züge, sind in gewissen Zeiten fast leer, also wäre eine bessere Aufteilung vielleicht möglich, mit der Flexibilität der Arbeitgeber. Der Unterhalt der Schienen und Züge ist sicher angebracht. Denke aber, dass in den Stosszeiten die enge nicht behoben ist, da ja auch die gleiche Politik für die PFZ ist, somit gibt es ja mehr Menschen die auch pendeln werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die meisten Leute wollen nun mal am Tag arbeiten und in der Nacht schlafen und es ist auch gesünder. Oder wollen sie, dass die Leute mehr krank werden?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marco DeZonc, Solothurn
      Diese flexiblen Arbeitszeiten bestehen schon. Es hat sich heute die Mode breitgemacht, dass eine/er der bis 18:00 am Arbeitsplatz zu sehen ist, besser da steht, als jemand der seine Tagesstunden bereits um 16:30 geleistet hat. Somit sind die Allermeisten um 07:30 in den Zügen, um nach acht am Arbeitsplatz zu sein. Da sehe ich das Problem.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      A. Planta habe ich etwas von der Nacht geschrieben, gilt die Flexibilität nur für die Nacht? Morgens um 9 Uhr oder z. B. Nachmittags um 14 Uhr da sehe ich zumindest bei uns, Züge vorbei fahren die halb leer sind!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Albert Planta, Chur
      Schmerikon liegt auch an einer unbedeutenden Bahnlinie, schauen sie sich die Pendlerflüsse mal in Zürich und an der Goldküste an, dort werden sie eines Besseren belehrt. Zudem müssen viele Berufstätige sich an die Geschäftszeiten halten und als Kunde wären sie erbost, wenn jedes Geschäft zu anderen Zeiten bedient wäre.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      A. Planta Da meine Tochter ein Lebensmittelgeschäft hat, weiss ich auch, dass man in einem Geschäft Schichtbetrieb leistet, wenn ein Geschäft morgens um 8 Uhr bis Abends um 20/21 Uhr offen hat. Das die Geschäfte in den Dörfer unterschiedliche Öffnungszeiten haben, ist Wirklichkeit. Übrigens so unbedeuten wie Sie meinen, sei diese Strecke nicht. Hier führt der Voralpenexpress Richtung Rapperswil über den Damm, Arth Goldau Luzern. Uznach Verbindung St. Gallen, Ziegelbrücke, Chur und Glarnerland.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Albert Planta, Chur
      Ob sie es nun wahrhaben wollen oder nicht: der Grossteil der Pendler muss in einem relativ begrenzten Zeitfenster zur Arbeit und wieder zurück. Und schliesslich hat sich die Bahn den Kundenbedürfnissen anzupassen und nicht umgekehrt. Wir leben nicht in der Planwirtschaft wo der Staat alles den Leuten vorschreibt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      A. Planta "Wahrhaben wollen" Ihre Aussage, es ist einzig und alleine eine Idee, die vielleicht der eine oder andere umsetzen könnte.Wie Herr M.DeZone schrieb, bestehen ja schon flexsible Arbeitszeiten. Somit liegt es vielleicht auch an den Pendlern, etwas flexsibler zu sein, ohne "Hemmungen", was besser aussieht, nur weil man bis 18 Uhr arbeitet, somit bräuchte es eine Überwindung jedes einzelnen, was für ihn besser ist, ob man dem Dichtestress ausweichen möchte oder eben nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R.Kiener, Biel
    Es ist klar,dass die ganze Infrastruktur Bahn + Strasse unterhalten werden muss,das wird bisher ja auch gemacht,aber was jetzt auf dem Tableau steht ist weit über dem und vor allem ohne durchdachtes Konzept ! Schlau wäre, eine anständige Nord - Süd / Ost - West Verbindung herzustellen.(Verlad von PW + LKW).Betreffend Pendlerabzüge : hier sollte umgehend Schluss sein mit Abzügen von 50'000.- und mehr,das Ganze ist ganz klar auf den Preis eines GA's zu begrenzen !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach
    Voraus denken und planen, mann muss jetzt die Probleme angehen wenn es noch ohne zu grosse Störungen geht und das kostet Geld. Die SBB haben schon viel zu lange gewartet und jetzt kommt alles auf einmal. Es wird für die SBB schwierig werden das Schienennetz auszubauen, weil viel zu nah die Gleise gebaut wurde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen