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Initiative Grüne Wirtschaft Initiative strebt schonungsvollen Umgang mit der Umwelt an

Eine breite Allianz von Parteien und Verbänden hat die Abstimmungskampagne für die Initiative «Ja zur Grünen Wirtschaft» lanciert. Ziel ist, die Umweltbelastung zu senken und das Prinzip der Kreislaufwirtschaft – also der Wiederverwendung von Rohstoffen – in der Verfassung zu verankern.

Legende: Video Grüne Wirtschaft: Was die Initianten wollen abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.06.2016.

Grün: so sehen die Initianten der Initiative «Ja zur Grünen Wirtschaft» die Schweizer Wirtschaft in Zukunft. «Mit der Initiative wollen wir unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität langfristig sicherstellen. Das ist nur möglich, wenn wir die Umwelt als Grundlage der Wirtschaft nicht zerstören», sagte Adèle Thorens, Co-Präsidentin des Initiativkomitees und Nationalrätin der Grünen.

Breite Unterstützung

Befürworter des Anliegens sind neben der den Grünen, SP und Grünliberalen auch der Wirtschaftsverband Swisscleantech, Pro Natura und Unia. Das Volksbegehren kommt am 25. September zur Abstimmung.

Die Initiative sei nötig, um zu verhindern, dass die Schweiz umweltpolitisch ins Hintertreffen gerate. Die Initianten geben zu bedenken, dass die Schweiz heute «die zweitgrösste Abfallproduzentin in Europa» sei.

Als Gegenmassnahmen geplant sind vermehrtes Recycling, Abfallvermeidung und ökologische Mindeststandards für importierte Produkte. Zudem sollen zukunftsfähige Produktions- und Dienstleistungsprozesse von Ecodesign bis zur Sharing Economy gefördert werden.

Schuldenbremse für die Natur

Dank langlebigen Produkten, verbesserter Produktedeklaration oder einfacherem Zugang zu Recycling würden zudem die Konsumenten profitieren. Mehr Reparatur- und Wiederverwertungsmöglichkeiten sollen Kosten senken.

«Die Initiative ist nichts anderes als eine Schuldenbremse für die Natur. Sie verhindert, dass unsere Enkelkinder für die Umweltsünden unserer Generation teuer bezahlen müssen», sagte SP-Nationalrat Beat Jans.

Vorteile auch für die Wirtschaft

Laut den Initianten komme die Initiative nebst der Natur und den Konsumenten auch der Wirtschaft zu Gute. Setze die Schweizer Wirtschaft konsequent auf Cleantech-Lösungen, verschaffe dies den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil auf den internationalen Märkten.

Der Umbau zu einer Grünen Wirtschaft erfolge Schritt für Schritt und unterliegt dem normalen Gesetzgebungsprozess. Über die Zwischenziele und konkrete Massnahmen entscheiden Bundesrat und Parlament.

«Tagesschau» am Mittag

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Mehr zum Thema in der «Tagesschau» am Mittag um 12:45 Uhr.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter (K. Räschter)
    Die Linken (egal ob rot oder grün) sind und bleiben alles Zwängeli-Politiker. Jetzt hat doch gerade das Volk eine ähnliche Initiative der GLP mit wuchtigem NEIN in die Wüste geschickt und schon kommen die nörgelnden Grünen unter der Führung der alles besser wissenden Girod mit einer neuen Initiative, die unser Volk wieder nur Geld kostet und ebenfalls an der Urne versenkt wird.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Interessant, wenn man anschaut, welche Verbrechen an der Natur die Grünen mit ihrer Energiepolitik begehen.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      Ohlala! Das müssen Sie präzisieren! Ist es nicht so, dass wir alle unseren kleineren oder grösseren Beitrag zum Niedergang der Umwelt und der Lebensgrundlagen künftiger Generationen leisten; tagtäglich! Kosmetik, wie ein paar Aludeckeli recyclen, ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Es braucht eine dekarbonisierte Wirtschaft und ein Bewusstsein für das Raumschiff Erde. Wenn der Staat die richtigen Anreize setzt, ist hier eine Menge Geld zu verdienen und es entstehen viele neue spannende Jobs.
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  • Kommentar von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
    Wie Grün sind den die Grünen wirklich, dafür fehlt mir immer noch die Antwort. Wieviel grünes Verhalten legen diese Herrschaften an den Tag (kein Auto oder per Flug usw.) ?
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Verena Casagrande: Es geht hier nicht um Selbstkasteiung, sondern darum, dass die Verursacher von Umweltverschmutzung und die Verbraucher von nicht erneuerbaren Ressourcen auch dafür bezahlen, statt wie jetzt alles gratis zu erhalten, und dies auf Kosten der künftigen Generationen, also unserer Kinder.
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    2. Antwort von Andreas Würtz (Andhrass)
      @Thomas Leu: ganz meine Meinung, wobei die Preise aber durchaus zu einem Umdenken anregen sollten. @Verena Casagrande: Ich hatte noch nie ein eigenes Auto, fahre gerne bequem mit dem Zug in die Ferien und benutze nur selten ein Flugzeug. Mit Selbstkasteiung hat das allerdings wenig zu tun. Sollten Sie auch mal versuchen!
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