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Masseneinwanderungs-Initiative Gegner der SVP-Initiative demonstrieren in mehreren Städten

Hunderte Menschen haben am Sonntagabend ihrer Enttäuschung über die Annahme der Zuwanderungsinitiative mit spontanen Kundgebungen Luft verschafft. Zu grösseren Demonstrationen kam es in Zürich, Bern und Luzern.

Demonstranten in Basel.
Legende: «No Border – No Nation», war eine der Parolen der Demonstranten in Basel. srf

Rund 300 vorwiegend jugendliche Menschen haben am Sonntagabend in Luzern an einer spontanen Kundgebung gegen die Annahme der SVP-Zuwanderungsinitiative demonstriert. An der von der Polizei kurzfristig bewilligten Veranstaltung gab es vorerst keine Zwischenfälle.

Die Kundgebungsteilnehmenden hatten sich um 19 Uhr auf dem Bahnhofplatz versammelt und bewegten sich anschliessend mit Sprechchören durch die Innenstadt. Dabei trugen sie Transparente mit Aufschriften wie «Bleiberecht für alle überall» und «Wir schämen uns» mit sich.

Verkehrsbehinderungen in Zürich

In Zürich zogen rund 700 Personen vom Helvetiaplatz durch den Kreis 4, wie ein sda-Journalist beobachtete. Bei der Gessnerbrücke riegelten Polizisten den Weg in die Innenstadt ab.

Legende: Video Bei der Demo in Zürich kam es zu einzelnen Sachbeschädigungen abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.02.2014.

Der Kundgebungszug drehte Richtung Stauffacher ab. Zu Scharmützeln kam es bis 21 Uhr nicht. Die Kundgebung sorgte vorübergehend für Verkehrsbehinderungen. Am Rande der Demonstration kam es zu einzelnen Sachbeschädigungen. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.

Friedliche Demo in Bern

In Bern versammelten sich beim Bahnhof geschätzte 600 Personen zu einer Kundgebung. Dem Zug schlossen sich in der Stadt immer mehr Menschen an. Angeführt wurde der Demonstrationszug mit einem Transparent mit der Aufschrift «Ihre Schweiz – Unser Graus» angeführt. Darauf abgebildet war ein Hundehaufen, über dem das von der SVP mitunter als Logo verwendete «Sünneli» aufging.

Auf ihrem Marsch durch die Berner Innenstadt skandierte die Menge lautstark antirassistische und antifaschistische Parolen. «Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall», war etwa zu hören.

Der Demonstrationszug zog zweimal vor dem Bundeshaus vorbei. Die Polizei hielt sich im Hintergrund. Zu Scharmützeln kam es nicht. Auch in der Bundesstadt wurde der Verkehr vorübergehend beeinträchtigt.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Steiner, Bern
    Aber, aber Herr Staub, Bewegung ist in vielerlei Hinsicht primär gesund. Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn es NICHT zu Kundgebungen gekommen wäre. Abstimmungen beenden die Diskussionen nicht einfach so. Ein Viertel der Schweiz hat gestern einen demokratischen Fehlentscheid getroffen. Mich macht es nicht glücklich. Aber nachgerade wütend macht mich der Rest der Schweiz, der, aus was für Gründen immer, den Weg an die Urne nicht findet, sind Ihnen die lieber?
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    1. Antwort von CHRISTIAN ALEXANDER STAUB, CH-3613 STEFFISBURG
      ZITAT : "Rest der Schweiz, der, aus was für Gründen immer, den Weg an die Urne nicht findet" IM PRINZIP GEBE ICH IHNEN RECHT! ICH WÜNSCHE MIR STIMMBETEILIGUNGEN AB 85%, DAMIT WIR BEIDE, WENN AUCH KONTRAHENTEN, WISSEN, WIE GEIST UND SEELE DES RESTLICHEN CH-VOLKES TICKT, UND KEINER VON UNS KÜNFTIG DAMIT RECHNEN MUSS, VON FEIGEN OPPORTUNISTEN MIT DEM DOLCH RÜCKLINGS ABGESTOCHEN ZU WERDEN. DIE MUSSTEN SICH GESTERN SCHÖNEN, UM IHRE "MEINUNG" NICHT AN DER URNE, SONDERN AUF DER GASSE KUND ZU TUN.
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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    ....und waren alle diese Demonstranten abstimmen? Oder geniessen sie es einfach, wieder einmal zu meinen, einen Grund zum Demonstrieren zu haben?
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    1. Antwort von Rosa Ürsel, Bern
      naja, Herr Rösli, alle vielleicht nicht, aber diejenigen, die sich daheim aufregen, bestimmt auch nicht. Sonst, so hoffe ich, wären die Ergebnisse wohl anders ausgefallen. Sicherlich ist ein Teil der Demonstrierenden gerne auf der Strasse, ein anderer, ich mitgezählt, geht, um ein Zeichen zu setzen und sich mit MENSCHEN zu treffen, die ähnlich enttäuscht sind ob der Blind- und Taubheit des "eigenen" Volkes!
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  • Kommentar von CHRISTIAN ALEXANDER STAUB, CH-3613 STEFFISBURG
    WHHOOOUUUU ! DAS WAR NUN WIRKLICH EINE TOLLE, REIFE LEISTUNG AN "SPONTANITÄT", WIE UNHEIMLICH RASCH RIESIGE TRANSPARENTE GEMALT, GENÄHT UND GEPINSELT WURDEN, UM ANSCHLIESSEND AM ABEND, ALS EINE ABSOLUT VERNACHLÄSSIGBARE "SPONTANE" MINDERHEIT, DEMOKRATIE UND VOLKSENTSCHEID FÜSSETRETEND, DURCH STRASSEN UND GASSEN ROT-GRÜNER-SCHWARZ_BLOCK STÄDTE ZU LARTSCHEN ! WHHOOOUUUU ! GENAUSO SO STELLEN WIR UNS DIE "GESUNDE, WELTOFFENE, UNRASSISTISCHE, DEMOKRATISCHE*, DAFÜR EU-DEVOTE CH-ZUKUNFT AUCH VOR !
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