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Masseneinwanderungs-Initiative Tessiner Grüne beim Thema Einwanderung auf SVP-Linie

Die Tessiner Grünen unterstützen die SVP-Masseneinwanderungsinitiative. Die Kantonalpartei hat für den 9. Februar die Ja-Parole gefasst.

Legende: Video Nachricht abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.01.2014.

Die Grünen im Tessin haben genug vom morgendlichen Pendler-Stau an den Grenzübergängen. Die Partei sagt Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative.

Damit weichen die Tessiner «Verdi» um Parteichef Sergio Savoia von der Linie der Grünen Schweiz ab. Diese empfehlen, die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» abzulehnen.

Die Tessiner Partei begründet ihre Haltung mit der Sorge um den Tessiner Arbeitsmarkt. Die Personenfreizügigkeit führt ihrer Meinung nach zu Lohndumping. Ausserdem werden laut Partei die Tessiner Arbeitnehmer durch italienische Grenzgänger verdrängt. Die Verantwortung würden die Arbeitgeber tragen.

Die Zahlen im Tessin

Die jüngsten Zahlen der Arbeitsmarktstatistik des Kantons belegen den Negativtrend. «Zwischen 2003 und 2013 wurden im Tessin 25'600 neue Stellen geschaffen», schreiben die Grünen. Um denselben Betrag sei in diesem Zeitraum aber auch die Zahl der Grenzgänger gewachsen, von rund 33'600 auf 59'300 Personen.

Die Erwerbslosigkeit habe sich gemäss der Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisationen (ILO) von 4,8 auf 6,6 Prozent erhöht. Die Tessiner Grünen erhoffen sich von der Zuwanderungsinitiative eine Neuaushandlung der Personenfreizügigkeit.

Tessin ist spezieller Fall

Die Kantonalpartei im Tessin sei die einzige, die die SVP-Initiative unterstütze, sagte Brigitte Marti, Kampagnenleiterin der Grünen Schweiz, auf Anfrage. «Das Tessin mit seiner Grenze zu Italien ist aber auch ein spezieller Fall», ergänzte Marti. Die Grünen Schweiz würden weiterhin die Zuwanderungsinitiative bekämpfen.

In der kommenden Woche sollen eigene Lösungsansätze präsentiert werden, mit denen die Grünen auf die Sorgen der Bevölkerung, wie Enge, steigende Mieten und Kulturverlust, reagieren wollen.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Hess, Münchenbuchsee
    Habe mich gefreut, dass es wenigstens eine grüne Sektion gibt, die Verstand hat. Die anderen lassen auch bei diesem Thema unsere Kinder und Grosskinder alles ausbaden.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bundey
    Bin überwältigt u.hoffe auf Einsicht weiterer Grünparteien+sonstiger Linker! Überbevölkerung ist unvereinbar mit Natur-,Arten-+Umweltschutz.Und nein,der Tessin ist kein Sonderfall,B.Marti.Bald das ges.Mittelland ist mit Beton verklebt.Bis auf wenige triviale Arten in Fauna+Flora sind fast alle mehr od.weniger stark gefährdet.Wann endlich begreifen auch die restl.Grünenparteien,dass im Interesse unsrer Nachwelt vor Ökodiktatur die Bevölkerung erst auf den Stand Mitte 60er reduziert werden muss.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      Überbevölkerung auch unvereinbar mit der Natur des Menschen.Sie entwertet ihn.Genau wie die Tiere,braucht auch der Mensch einen gewissen Aktionsradius und muss eine bestimmtes Mass an Autonomie ausleben können.Die starke Zunahme einer Menschenmasse auf begrenztem Raum bewirkt diametral das pure Gegenteil.Die Resourcen werden knapper und es sind immer mehr Regulative von Nöten,um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.Diese Faktoren bewirken einen irreversiblen Verlust an Lebensqualität.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bundey
      Wollte Ihnen kürzlich Ähnliches schreiben,ist leider nicht erschienen.Sie haben völlig recht,wäre Mensch sapiens,würde er sich als Teil des Gesamten ins Ökosystem einfügen,sich an die Gesetze unsrer Natur halten.Tut er aber nicht.Die Krone der Schöpfung,ob arm od.reich,meint,etwas Erhabenes zu sein,vermehrt sich in für alle unerträglichem Mass,lässt seine Natürlichkeit verkümmern,verdrängt seine Mitgeschöpfe,zerstört ihre Lebensräume+merkt nicht,dass er dabei seinen eigenen Untergang einläutet.
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  • Kommentar von Marianne Roth, Uster
    Eine nicht linke aber grüne Partei hätte wohl ein sehr grosses Wählerpotential in der Schweiz. Diese Partei darf natürlich auch nicht auf der Rechtenseite stehen. Parteimotto sollte z.B. "Qualität und nicht Quantität" heissen.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Gibts doch. die GLP hat einen Blitzstart hingelegt (im Vergleich zur BDP), schade nur das die GLP immer den gleichen Vertreter in die Öffentlichkeit schickt. Dabei hätten's so kompetente und zuweilen richtig Sympatische Persönlichkeiten... Man bekommt nämlich langsam das Gefühl, die CH-Politik wird durch BE und ZH (Stadt wie Kanton) dominiert... Und das hilft auch nicht wirklich; vor allem einer "neuen" Partei nicht...
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