Der Kampf ums Schaffhauser Stadtpräsidium

Zwei amtierende Stadträte möchten am 28. September 2014 den zurücktretenden Stadtpräsidenten Thomas Feurer (GLP) beerben. Um das höchste Schaffhauser Amt streiten sich Finanzreferent Peter Neukomm (SP) und Baureferent Raphael Rohner (FDP). Das Streitgespräch

Collage der beiden Anwärter aufs Schaffhauser Stadtpräsidium mit Peter Neukomm und Raphael Rohner rechts im Bild. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zwei Männer mit Ambitionen: sowohl Peter Neukomm (links) als auch Raphael Rohner möchten Stadtpräsident werden. ZVG/Collage SRF

Die Kandidaten in Kürze:

  • Peter Neukomm: * 6.7. 1962 in Schaffhausen, verheiratet, drei Kinder, Jurist, Mitbegründer der Schaffhauser JUSO, von 1993 bis 2009 Mitglied des Schaffhauser Stadtparlaments, im Stadtrat seit 2009.
  • Raphael Rohner: * 3.7.1958 in Schaffhausen, verheiratet, Jurist, Eintritt bei der CVP, früher Wechsel zur FDP, von 1998 bis 2012 Mitglied des Schaffhauser Stadtparlaments, im Stadtrat seit 2013.

Der eine verteilt im Wahlkampf Nastücher (Peter Neukomm), der andere wirbt für sich mit dem Slogan «De bescht Schaffhuuser Bölle» (Raphael Rohner). Man könnte meinen, der Wahlkampf ums Schaffhauser Stadtpräsidium sei zum Heulen. Doch beide Kandidaten betonen, ihren Wahlkampf halt auch mit Augenzwinkern zu führen.

Debakel um die KBA Hard

Gefragt nach ihren Errungenschaften, betont SP-Finanzreferent Peter Neukomm: «Ich habe die laufende Rechnung der Stadt im Lot behalten, bei den Einwohnerdiensten einen Infoschalter im Stadthaus eingerichtet und die Stadt zu einem attraktiven Arbeitgeber gemacht.»

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Ersatzwahl in den Stadtrat

Da zwei amtierende Stadträte für das Stadtpräsidium kandidieren, wird gleichzeitig ein Sitz im Schaffhauser Stadtrat frei. Die Ersatzwahl findet ebenfalls am 28. September statt. Zwei Kandidatinnen und ein Kandidaten bewerben sich um das Amt.

Sie kämpfen um einen Sitz im Schaffhauser Stadtrat

FDP-Baureferent Raphael Rohner streicht seine Fähigkeiten als Krisenmanager hervor, etwa beim Debakel bei der Kehrichtanlage KBA Hard. «Es brauchte jemand, der die Probleme erkennt und Stopp sagt.» Rohner kritisiert damit auch seinen Konkurrenten Peter Neukomm, der schon länger im Stadtrat sitzt: «Man hätte die finanzielle Schieflage früher erkennen müssen.»

Dauerbrenner Finanzen

Neben der KBA Hard sind auch die Finanzen der Stadt ein Dauerthema im Wahlkampf. FDP-Stadtrat Rohner betont, er werde alles tun, damit die Stadt den Steuerfuss nicht erhöhen muss - etwa mit Effizienzmassnahmen. Peter Neukomm hält dagegen, dass auch er als Finanzstadtrat nie den Antrag gestellt habe, die Steuern anzuheben. Allerdings sei der Steuerfuss zu tief, die Stadt könne sich die Investitionen der Zukunft so nicht leisten.

Beide Kandidaten betonen, wie sehr ihnen die Stadt am Herzen liegt. Und sie schätzen, dass man auf Gemeinde-Ebene viel Konkretes bewirken kann.