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Tram Region Bern Region Bern erhält keine neue Tramlinie

Ostermundigen und Köniz sagen Nein zum Tram Region Bern. Daran ändert das deutliche Ja aus der Stadt Bern nichts. Die Linie von Bern nach Köniz und Ostermundigen wird nicht gebaut.

Legende: Video Ursula Wyss ist enttäuscht über den Entscheid abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.09.2014.
  • Die Region Bern erhält keine neue Tramlinie von Ostermundigen via Bern nach Köniz.
  • Köniz und Ostermundigen sagen Nein, Bern stimmt Ja.
  • Das Ja aus der Stadt Bern ändert nichts am Entscheid der anderen Gemeinden. So will es die Vorlage.
  • Das Projekt hätte Bund, Kantone und Gemeinden 500 Millionen Franken gekostet.

Das Tramprojekt wurde in der Stadt Bern deutlich angenommen. 61,3 Prozent sagten Ja. Weil Köniz und Ostermundigen Nein sagten, wird das Tram aber nicht gebaut. Köniz stimmte deutlich gegen das Tram mit 61,4 Prozent. In Ostermundigen gab es 53,4 Prozent Nein-Stimmen. Einzig eine Verlängerung der Tramlinie 9 von Wabern nach Kleinwabern kam beim Stimmvolk in Köniz durch.

Die Behörden hatten im Vorfeld das Tramprojekt befürwortet. Auch die drei Parlamente von Bern, Köniz und Ostermundigen sagten vor der Abstimmung am Sonntag Ja zum Projekt. Doch das beeindruckte das Stimmvolk offenbar nicht. An einer gemeinsamen Medienkonferenz zeigten sich die Behörden enttäuscht. «Wir haben ein Tram Stadt Bern, aber kein Tram Region Bern», stellt die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss an der Medienkonferenz konsterniert fest.

«Kein Plan B»

Freude bei den Gegnern: Sie haben das deutliche Nein aus Köniz und insbesondere auch das Nein aus Ostermundigen nicht erwartet. Das sagt Urs Dürmüller, Präsident der IG «Tram Region Bern - so nicht!», gegenüber Radio SRF. «Die Leute störten sich offenbar an der Behördenpropaganda», erklärt er sich das Nein zum Tram. Das Problem der überfüllten Busse bleibt.

Wie es nun weitergeht, ist unklar. «Wir haben keinen Plan B», sagte die kantonale Verkehrsdirektorin Barbara Egger auf Anfrage von Radio SRF.

Hier können Sie den Liveticker von Sonntagnachmittag nachlesen.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 17:16

    Das Problem der überfüllten Busse wird sich nach diesem Abstimmungssonntag nicht so schnell ändern. Der Gemeindepräsident von Ittigen, Thomas Iten, will das Problem anpacken - wie, ist aber unklar.

    Das war der Liveticker zur Abstimmung Tram Region Bern. Mit diesem Tweet verabschieden wir uns von Ihnen. Vielen Dank für Ihr Interesse!

  • 16:47

    «Wir haben ein Tram Stadt Bern, aber kein Tram Region Bern», stellt die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss an der Medienkonferenz konsterniert fest. Den Radiobeitrag von der Medienkonferenz finden Sie hier.

    Legende: Audio Enttäuschte Berner Behörden (28.9.2014) abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
    01:46 min, aus Regi BE FR VS vom 28.09.2014.
  • 16:42

    Enttäuschung bei der Berner Stadtregierung. Die Stadt Bern hat zwar Ja, erhält jetzt aber kein Tram – weil Köniz und Ostermundigen Nein sagen. Gerade erst haben die Behörden an einer Medienkonferenz informiert.

    Medienkonferenz
    Legende: Die Gemeinderätin Ursula Wyss, die Könizer Gemeinderätin Katrin Sedlmayer und der Stadtpräsident Alexander Tschäppät. SRF
  • 16:33

    Wie weiter nach dem Nein? «Wir haben keinen Plan B». Dies betont die Verkehrsdirektorin des Kantons Bern, Barbara Egger, im Gespräch mit Radio SRF. «Die Berner werden bis auf Weiteres in überfüllten Bussen fahren.» Im Oktober treffe sich eine Behördendelegation, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

    Legende: Audio Barbara Egger hat keinen Plan B (28.09.2014) abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
    01:07 min, aus Regi BE FR VS vom 28.09.2014.
  • 16:22

    Die Tramgegner sind überrascht. Sie haben das deutliche Nein aus Köniz und insbesondere auch das Nein aus Ostermundigen nicht erwartet. Das sagt Urs Dürmüller, Präsident der IG «Tram Region Bern - so nicht!», gegenüber Radio SRF. «Die Leute störten sich offenbar an der Behördenpropaganda», erklärt er sich das Nein zum Tram.

    Legende: Audio Die Erklärungen zum Nein von Tramgegner Urs Dürmüller (28.9.2014) abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
    02:09 min, aus Regi BE FR VS vom 28.09.2014.
  • 15:55

    Zum deutlichen Ja der Stadt Bern haben alle Stadtteile beigetragen. Alle stimmten dem Tramprojekt zu, wie aus den veröffentlichten Abstimmungsresultaten hervorgeht. Am knappsten tat dies mit rund 55 Prozent der Stadtteil Bümpliz/Bethlehem.
    Im Breitenrainquartier, wo der Verlust von Alleebäumen drohte, stiess das Projekt dennoch auf eine Zustimmung von rund 60 Prozent.

  • 15:34

    Spricht man in Bern nun vom «Tramgraben»? Ja, meint dieser Twitterer.

  • 15:33

    Auch in der Stadt Bern war die Stimmbeteiligung hoch. Sie betrug 50,9 Prozent.

    Die Stadt Bern sagte deutlich Ja mit 61,3 Prozent (25'103 Stimmen), 38,7 Prozent stimmten Nein (15'859 Stimmen).

  • 15:18

    Bern sagt deutlich Ja zum neuen Tram. Das ändert aber nichts am Entscheid. Die neue Linie von Bern nach Köniz und Ostermundigen wird nicht gebaut, da Köniz und Ostermundigen das Projekt ablehnten.

  • 15:15

    Köniz hat nur zur Verlängerung der Tramlinie 9 Ja gesagt. Es ist ein Teilstück zwischen Wabern und Kleinwabern.

    Karte der neuen Tramlinie bei Wabern
    Legende: Köniz muss knapp 10 Millionen Franken an die Tramlinie zahlen. zvg
  • 15:07

    Ein weitere Tweet zum Tramentscheid

  • 15:06

    Die Meinungen in der Twittergemeinde gehen auseinander.

  • 15:02

    Keine Tramlinie von Bern nach Köniz und Ostermundigen. Tramgegnerin Therese Matter freut sich. Sie hält es aber für möglich, dass trotzdem einmal ein Tram gebaut wird - und will auch Hand bieten.

    Legende: Audio Gegnerin Therese Matter schliesst erneutes Projekt nicht aus (28.9.2014) abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
    01:46 min, aus Regi BE FR VS vom 28.09.2014.
  • 14:45

    Das Tram hatte in Köniz keine Chance. Über 60 Prozent lehnen es ab. Die Stimmbeteiligung in Köniz war sehr hoch: Sie betrug 60,9 Prozent.

    Die Gemeinde Köniz schreibt in einer Mitteilung: «Für die Bewältigung der weiter steigenden Fahrgastzahlen nun nach diesem Abstimmungswochenende nach neuen Lösungen gesucht werden.»

    Etwas mehr Tram gibt es in Köniz aber trotzdem. Die grosse, neue Linie wurde zwar abgelehnt. Doch die Verlängerung der Tramlinie 9 von Wabern nach Kleinwabern wird gebaut. Es handelt sich um ein kurzes Teilstück. Die Bevölkerung sagt mit 64,3 Prozent Ja (10‘334 Stimmen). 35,7 sagten Nein (5‘743 Stimmen). Der Gemeindekredit beträgt 9,5 Millionen Franken. Die Beiträge von Bund und Kanton müssen noch genehmigt werden.

    Grafik
    Legende: Deutliches Nein in Köniz. SRF
  • 14:34

    Köniz lehnt die Tramlinie nach Schliern ab. Somit ist das Projekt Tram Region Bern gescheitert - auch wenn Bern noch Ja sagen würde.

    Köniz sagt mit 61,4 Prozent Nein (9'885 Stimmen). Nur 38,6 Prozent sagen Ja (6'218 Stimmen).

  • 14:27

    Auch Köniz sagt Nein zum Tram.

  • 14:25

    Die Freude bei den Tramgegnern über den Entscheid aus Ostermundigen ist gross. Therese Matter vom Komitee gegen die Tramvorlage meint: «Das Nein ist eine riesen Überraschung. Das hätten wir nicht zu träumen gewagt.»

    Legende: Audio Die Freude von Tramgegnerin Therese Matter (28.9.2014) abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
    01:18 min, aus Regi BE FR VS vom 28.09.2014.
  • 14:13

    Das Resultat aus Ostermundigen überrascht: Das Projekt schien im Vorfeld einzig in Ostermundigen kaum bestritten. Im Gemeindeparlament wurde die neue Tramlinie als grosse Chance für eine Dynamisierung der Vorortsgemeinde bezeichnet und fast einstimmig bewilligt. Trotzdem hat sich das Stimmvolk nun gegen das Tramprojekt entschieden.

  • 13:43

    Übrigens: Die Stimmbeteiligung in Ostermundigen war sehr hoch. Sie betrug 58.3 Prozent.

    Nun fehlen noch die Resultate aus Bern und Köniz. Zur Erinnerung: Stimmen Bern und Köniz dem Projekt zu, wird ein Teil der Tramlinie trotzdem gebaut. Die Tramlinie würde dann nur von Bern nach Köniz-Schliern führen.

  • 13:28

    Ostermundigen will kein Tram. Die Stimmberechtigten haben das Tramprojekt mit 53.4 Prozent abgelehnt (3‘041 Stimmen). Nur 46.6 Prozent stimmten Ja (2‘651 Stimmen).

    Der Gemeinderat Ostermundigen verzichtet zum jetzigen Zeitpunkt auf eine politische Würdigung dieses Abstimmungsresultates. Diese erfolge koordiniert mit den beiden anderen Gemeinden Bern und Köniz, teilte der Gemeinderat mit.

    Grafik
    Legende: Ostermundigen lehnt das Tram ab. srf

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Müller, Bern
    Ich fahre jeden Morgen mit dem Ostermundigenbus und gelegentlich ist er etwas voll, meist habe ich aber noch einen Sitzplatz, obwohl ich erst im Rosengarten einsteige. Was soll schlecht sein an gut gefüllten Bussen? Wäre es besser, wenn der ÖV halb leer herumfährt? Ich bin froh, dass wenigstens die StimmbürgerInnen etwas vernünftiger mit den Finanzen umgehen.
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  • Kommentar von Michael Muster, Bern
    Ursula Wyss ist halt Berufspoolitikerin die es warscheindlich erniedrigend findet immer das "Blöde" Volk fragen zu müssen und solche Entscheide nicht von "Profis" fällen zu lassen. Der Kanton und die Stadt Bern sollen endlich sparen und den Gürtel enger schnallen und nich noch mehr Geld zum Fenster raus werfen!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Als Demokrat, der oft mit dem öV unterwegs ist, akzeptiere ich problemlos die Ablehnung dieses 500'000'000.- Fr. teuren Tramausbaus in der Bundeshauptstadt! Die Menschen in den betreffenden Vororten haben mehrheitlich NEIN gesagt. Wie sich aber die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss in der SRF-Abendsendung "Schweiz-aktuell" zu diesem Entscheid geäussert hat, ist einer gut bezahlten Politikerin, gelinde gesagt, unwürdig! Die SP Frau hat bis heute immer nur das Geld verteilt, das andere verdienen!
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    1. Antwort von Peter Escher, Varen / Wallis
      Rolf Bolliger, Orpund / .. doch 500'000'000 für UNO - Gebäude - Sanierung ist OK ? !?
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    2. Antwort von K. Räschter, Schweiz
      @Rolf Bolliger, Orpund: Das ist generell das Problem der linken PolitikerInnen wie Frau Wyss. Sie können Abstimmungsniederlagen einfach nicht akzeptieren und versuchen diese Niederlagen entweder schön zu reden oder meinen vielfach auch, dass Stimmvolk sei zu "dumm", darum habe es nicht richtig abgestimmt.
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