Grenchen: Banga muss in den zweiten Wahlgang

Der erste Wahlgang in Grenchen bringt noch keine Entscheidung. Aber: Boris Banga muss auch im zweiten Wahlgang zittern. Denn aktuell holt der langjährige SP-Stadtpräsident weniger Stimmen als sein Herausforderer.

Boris Banga und François Scheidegger. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: SP-Stadtpräsident Boris Banga (links) wird von FDP-Politiker François Scheidegger (rechts) herausgefordert. pd

In Grenchen ist noch keine Entscheidung gefallen. Im ersten Wahlgang erreichte keiner der Kandidaten das absolute Mehr. Der bisherige Stadtpräsident Boris Banga machte 2009 Stimmen, was einem Anteil von 45,1 Prozent entspricht. Sein Herausforderer François Scheidegger (FDP) kam auf 2178 Stimmen oder 48,9 Prozent der Stimmen.

Einen Achtungserfolg kann der parteilose Daniel Flury verbuchen. Mit 231 Stimmen hat er einen Stimmenanteil von 5,2 Prozent erreicht und dürfte im zweiten Wahlgang noch einmal antreten. Minimal 5 Prozent sind dazu notwendig. Flury verzichtet aber nach eigenen Angaben auf den zweiten Wahlgang. Der zweite parteilose Kandidat Philipp Ubeländer verpasst mit 34 Stimmen diese Hürde klar.

Der 63jährige SP-Mann Boris Banga ist seit 22 Jahren Stadtpräsident von Grenchen. Die bürgerlichen Parteien sehnen sich einen Generationenwechsel herbei. Das sei notwendig, damit die Stadt «wieder in Würde und Stil repräsentiert» werde und «die Gehässigkeit der letzten Jahre aufhören», teilte das überparteiliche Komitee «François Scheidegger als Stadtpräsident» mit.

Dem Komitee gehören die Präsidenten der Stadtparteien FDP, BDP, CVP, Grünliberale und SVP an. Der ehemalige Nationalrat Banga hatte bei der Erneuerungswahl des Gemeinderates (Exekutive) vom 14. April 1557 Stimmen erhalten. Scheidegger lag mit 1595 Stimmen knapp vor Banga. Der 51jährige Scheidegger ist seit 2010 einer von zwei Präsidenten des Amtsgerichtes Solothurn-Lebern. Von 2002 bis 2009 war der FDP-Politiker Stadtschreiber von Grenchen.