Zum Inhalt springen
Inhalt

Kantonale Wahl Franziska Roth (SVP) ist gewählt

Die SVP gewinnt im Aargau einen zweiten Sitz in der Regierung. Im zweiten Wahlgang setzte sich Franziska Roth gegen Yvonne Feri (SP) und Maya Bally (BDP) durch.

Legende: Video Franziska Roth (SVP) ist gewählt abspielen. Laufzeit 04:54 Minuten.
Aus Abstimmungen vom 27.11.2016.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Franziska Roth (SVP) ist neue Regierungsrätin im Kanton Aargau
  • Roth macht 61'160 Stimmen, knapp 10'000 Stimmen mehr als Yvonne Feri (SP) und über 20'000 Stimmen mehr als Maya Bally (BDP)
  • Roth wird damit wohl neue Gesundheits- und Sozialdirektorin im Kanton Aargau

Schlussresultat: Aargauer Regierung zweiter Wahlgang

Kandidaten

Stimmen
Franziska Roth (SVP)
61'160
Yvonne Feri (SP)
51'344
Maya Bally (BDP)
39'788
Jil Lüscher (parteilos)
5'800
Pius Lischer (parteilos)

1'383

Das Rennen ist entschieden: Die grösste Partei im Kanton Aargau hat ihre Kandidatin in die Regierung gebracht: Im zweiten Wahlgang hat SVP-Frau Franziska Roth die Wahl geschafft.

Damit holt die SVP nach meheren erfolglosen Versuchen in den vergangenen Jahren einen zweiten Sitz in der Regierung. Roth siegt dabei relativ deutlich: Sie liegt knapp 10'000 Stimmen vor Yvonne Feri (SP). Im ersten Wahlgang war der Abstand zwischen den beiden Frauen noch deutlich geringer.

Ein Blick auf die Gemeinderesultate zeigt, dass Franziska Roth quer durch den ganzen Kanton ihre Stimmen holte, also nicht nur in traditionell rechtsbürgerlich wählenden Regionen. In Bergdietikon am Mutschellen zum Beispiel machte Franziska Roth doppelt so viele Stimmen wie Yvonne Feri auf Platz 2.

Roth siegt im ganzen Kanton

Portraits
Legende: Franziska Roth, mit Urs Hofmann, Stephan Attiger, Alex Hürzeler, Markus Dieth, und Staatsschreiberin Vincenza Trivigno. Stefan Ulrich/SRF

Auch in grösseren Gemeinden führt Franziska Roth die Rangliste an, beispielsweise in der boomenden Fricktaler Gemeinde Möhlin. Und auch in der Badener Agglomerationsgemeinde Fislisbach führt Roth (405 Stimmen) knapp vor Feri und Bally (je 402 Stimmen).

Allerdings: In den grösseren Agglomerationsgemeinden oder Städten liegt Yvonne Feri vorne, zum Beispiel in Lenzburg oder Rheinfelden. Dort siegt Feri relativ deutlich.

Die Ausgangslage:

  • Zum zweiten Wahlgang der Aargauer Regierungsratswahlen waren noch vier Kandidatinnen und ein Kandidat angetreten.
  • Chancen hatten nur Franziska Roth (SVP), Yvonne Feri (SP) und Maya Bally (BDP).
  • Roth, Feri und Bally hatten in dieser Reihenfolge beim ersten Wahlgang die drei Plätze hinter den vier gewählten Regierungsräten belegt.

Sehr wahrscheinlich wird Franziska Roth damit die neue Aargauer Gesundheits- und Sozialdirektorin. Dieser Posten dürfte nach der Verteilung der Departemente frei bleiben. In diesem Departement ist auch das schwierige Ressort Asylwesen integriert. Die bisherige Amtsinhaberin Susanne Hochuli (Grüne) hat sich vor allem in diesem Bereich immer wieder Kritik ausgesetzt.

Im ersten Wahlgang waren die drei Bisherigen klar wieder gewählt worden. Innendirektor Urs Hofmann (SP), Baudirektor Stephan Attiger (FDP) und Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP). Sie behalten voraussichtlich ihre Zuständigkeitsbereiche.

Den Sprung in die Regierung schaffte neu auch Markus Dieth (CVP) als Nachfolger für den zurückgetretenen Parteikollegen Roland Brogli. Brogli ist Finanzdirektor und es wird davon ausgegangen, dass Dieth dieses Amt übernehmen möchte.

Kaum politische Erfahrung

Franziska Roth ist Gerichtspräsidentin in Brugg. Sie war kurze Zeit im lokalen Parlament (Einwohnerrat) tätig, verfügt ansonsten aber über keinerlei politische Erfahrung. Im Vorfeld der Wahlen wurde sie von FDP und CVP deshalb als «unwählbar» bezeichnet. Im zweiten Wahlgang hat die FDP die Kandidatur Roth dann aber offiziell unterstützt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

19 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Herzliche Gratulation Frau Roth. Übrigens, Sie sind jetzt eine Rechtspopulistin. Die Schweizer Medien wollen das so, aber nehmen Sie das gelassen. Im Ausland sind Sie bereits zur Rechtsextremistin aufgestiegen und es wird Ihnen bald mal nachgesagt, dass Sie eine Busenfreundin von Frauke Petry seien. Viel Spass also auf dem dann folgenden Weg ins Bundeshaus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      In der Tat gibt es derlei Zwangshaftigkeiten und viele steigern sich da auch noch hinein, auch in den etablierten Medien. - Verkürzt gesagt, alles was nicht der pro EU-Meinung entspricht, ist "Rechtsextrem" und sehr böse ! Damit bekommt der Tag Struktur, da man ein infantiles Feindbild hat. (Volker Pispers)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Ich möchte Frau Roth gratulieren, ob der Wischi Waschi CVP das passt oder nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von gabi bossert (goba)
    Passt sehr gut zum Gesamtresultat in der deutschen Schweiz. Ein zusätzlicher Gewinn für den Kanton Aargau. Soziales, Bildung, Gesundheit, Alles jetzt einverleibt in den Sparkurs der SVP. Sorge mache ich mir nur noch deswegen, was überhaupt gesellschaftlich noch wirklich wahrgenommen wird ? Ausser, was der neo liberale Kapitalismus uns kleinem Ego jeden Tag doch ermöglicht an Wohlstand. Was kommt danach ? Ist doch wurscht...heute leben wir auf Lebenskredit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen