Das Protokoll zum Nachlesen Das war der Abstimmungssonntag

Die Rentenreform und die MWST-Vorlage sind abgelehnt worden. Ein klares Ja gab es bei der Ernährungssicherheit.

Reform Altersvorsorge 2020 Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Reform der Altersvorsorge 2020

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 0.0%
NEIN-Stimmen relativ: 0.0%
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 43% 57% 87372 115734
Appenzell Ausserrhoden 39.5% 60.5% 7676 11742
Appenzell Innerrhoden 36.7% 63.3% 1813 3124
Basel-Landschaft 45.9% 54.1% 41006 48377
Basel-Stadt 55% 45% 31118 25469
Bern 50% 50% 164895 164866
Freiburg 54.1% 45.9% 48435 41066
Genf 39.7% 60.3% 46208 70137
Glarus 37% 63% 4014 6830
Graubünden 45.8% 54.2% 27488 32573
Jura 56.8% 43.2% 12647 9608
Luzern 47.9% 52.1% 66583 72408
Neuenburg 51.8% 48.2% 26240 24389
Nidwalden 39% 61% 6070 9479
Obwalden 41.7% 58.3% 5555 7773
Schaffhausen 44% 56% 14246 18147
Schwyz 35.7% 64.3% 18542 33358
Solothurn 42.5% 57.5% 35390 47945
St. Gallen 40.8% 59.2% 61388 89021
Tessin 53.9% 46.1% 52231 44677
Thurgau 40.1% 59.9% 30761 46000
Uri 45.2% 54.8% 5091 6173
Waadt 49.1% 50.9% 96586 100071
Wallis 50.4% 49.6% 51450 50576
Zug 42.3% 57.7% 17120 23364
Zürich 50.9% 49.1% 226154 217923

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: %
NEIN-Stimmen relativ: %
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (0 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (0 Stimmen)
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Ernährungssicherheit Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Direkter Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit»

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 0.0%
NEIN-Stimmen relativ: 0.0%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 23
NEIN-Stimmen: 0
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 74.5% 25.5% 148172 50676
Appenzell Ausserrhoden 70.4% 29.6% 13455 5654
Appenzell Innerrhoden 74.5% 25.5% 3629 1239
Basel-Landschaft 77.2% 22.8% 67397 19886
Basel-Stadt 77.4% 22.6% 42894 12549
Bern 76% 24% 247043 78069
Freiburg 85.2% 14.8% 75892 13182
Genf 88.3% 11.7% 102162 13494
Glarus 69.3% 30.7% 7393 3282
Graubünden 74.5% 25.5% 43394 14836
Jura 89.8% 10.2% 20155 2300
Luzern 75.9% 24.1% 103555 32919
Neuenburg 88.1% 11.9% 44332 6009
Nidwalden 75.6% 24.4% 11516 3719
Obwalden 74.6% 25.4% 9800 3328
Schaffhausen 72.4% 27.6% 22463 8575
Schwyz 69.1% 30.9% 35352 15790
Solothurn 73.5% 26.5% 59774 21586
St. Gallen 72.1% 27.9% 106693 41238
Tessin 87.7% 12.3% 83989 11804
Thurgau 71.4% 28.6% 53905 21569
Uri 74.9% 25.1% 8222 2762
Waadt 92% 8% 182877 15832
Wallis 84.3% 15.7% 85326 15887
Zug 73.8% 26.2% 29309 10395
Zürich 77.3% 22.7% 334232 98295

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: %
NEIN-Stimmen relativ: %
  • Bezirk:
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MWST-Erhöhung für AHV Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der MwSt.

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 0.0%
NEIN-Stimmen relativ: 0.0%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 9.5
NEIN-Stimmen: 13.5
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 45.8% 54.2% 93087 110312
Appenzell Ausserrhoden 42.2% 57.8% 8187 11227
Appenzell Innerrhoden 37.3% 62.7% 1839 3089
Basel-Landschaft 48.5% 51.5% 43403 46156
Basel-Stadt 56.6% 43.4% 32100 24582
Bern 53% 47% 174904 155387
Freiburg 56.1% 43.9% 50243 39338
Genf 42.6% 57.4% 49775 67139
Glarus 38.7% 61.3% 4197 6661
Graubünden 47.3% 52.7% 28394 31662
Jura 57.8% 42.2% 12888 9402
Luzern 50.5% 49.5% 70305 68922
Neuenburg 55.7% 44.3% 28341 22516
Nidwalden 40.2% 59.8% 6256 9300
Obwalden 42.6% 57.4% 5694 7660
Schaffhausen 46.7% 53.3% 15224 17408
Schwyz 37.8% 62.2% 19631 32313
Solothurn 44.5% 55.5% 37211 46344
St. Gallen 43.5% 56.5% 65527 85071
Tessin 55.2% 44.8% 53641 43601
Thurgau 42.8% 57.2% 32910 44006
Uri 46.2% 53.8% 5204 6066
Waadt 52.1% 47.9% 102649 94506
Wallis 52% 48% 52974 48996
Zug 45% 55% 18144 22171
Zürich 54.4% 45.6% 241947 203197

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (0 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: %
NEIN-Stimmen relativ: %
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (0 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (0 Stimmen)
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  • Endergebnisse: Reform der Altersvorsorge mit 52,7 Prozent Nein klar abgelehnt, Erhöhung der MWST mit 2357 Stimmen Unterschied abgelehnt (50,04 Prozent), Ernährungssicherheit mit 78,7 Prozent Ja angenommen.
  • Die Stimmbeteiligung zu der eidgenössischen Abstimmung beträgt durchschnittlich 46,7 Prozent.

Abstimmungen vom 24. September

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 19 :21

    Schlips was Fliege?

    Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir beenden unsere Berichterstattung zum Abstimmungssonntag und wünschen Ihnen einen schönen Restsonntag.

    Nur eins noch: Neben dem Nein zur Rentenreform gab es im SRF-Abstimmungsstudio eine weitere kleine Überraschung. Statt einer Fliege sah man heute einen Schlips.

    Politologe Lukas Golder präsentierte sich – im Gegensatz zum Vorgänger Claude Longchamp – mit Krawatte. Was die beiden sonst noch unterscheidet, fasst der 43-jährige Nachfolger wie folgt zusammen:

    Video «Schlips statt Fliege» abspielen

    Schlips statt Fliege

    0:45 min, vom 24.9.2017

  • 19 :01

    Was bleibt? Schlussanalyse von Lukas Golder

    Politologe Lukas Golder spricht nach der Ablehnung der Rentenreform von einem differenzierten Nein. «Das zeigt sich insbesondere bei der MWST-Erhöhung, die auch in kleinsten Gemeinden eher zu einem Ja tendierte. Die Leute haben mit sich gerungen, sie suchten aber offenbar nach einer nachhaltigen Lösung über 10 Jahre hinaus. Wir haben ein hohes Bewusstsein dafür festgestellt, dass jetzt schnell eine neue Reform aufgegleist werden muss. Die Bevölkerung ist sich dabei aber bewusst, dass eine Reform nicht gratis zu haben ist.»

    Was muss sich in Zukunft ändern? «Man muss eine Koalition schmieden, die grösser ist, die besser hält und weniger angreifbar ist für die Gegnerschaft. Der Sommer hat diesmal die Entscheidung gebracht, weil man von Anfang an über die Auswirkungen auf die Jungen geredet hat. Wenn die CVP und FDP sich finden möchten und nicht nur auf Profilierung aus seien sowie dabei nach links und nach rechts schielen würden, dann kann aus der Mitte etwas wachsen.»

    Video ««Die Leute haben differenziert»» abspielen

    «Die Leute haben differenziert»

    2:45 min, vom 24.9.2017

  • 18 :40

    Berset: Es war kein Misstrauensvotum für die Regierung

    Im Gespräch mit Moderator Urs Leuthard umreisst Innenminister Alain Berset die wichtigsten Erkenntnisse aus der Niederlage bei der Rentenreform. Er lehnt die Interpretation ab, wonach die Stimmbürger mit ihrem Votum der Regierung das Misstrauen ausgesprochen hätten.

    Die Resultate sprächen eine andere Sprache, wehrt sich Berset. Allerdings müsse man sagen, dass die Opposition gegen die Vorlagen so vielfältig war, was die Ausgangslage besonders kompliziert gemacht habe. «So gab es beispielsweise eine Allianz von Linksaussenkreisen aus Genf mit Wirtschaftskreisen aus Zürich. Das zeigt schon die Herausforderungen. Das müssen wir an die Hand nehmen.» Es könne nicht sein, dass Opposition aus so verschiedenen Lagern komme und niemand miteinander spreche. Mehr

    Video «Alain Berset appelliert an die Kompromissbereitschaft» abspielen

    Alain Berset appelliert an die Kompromissbereitschaft

    4:08 min, vom 24.9.2017

  • 18 :01

    «Bauern sollen Chancen offener Märkte nutzen»

    Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat vor den Medien deutlich gemacht, dass er das Ja zur Ernährungssicherheit nicht als Votum für Protektionismus versteht. Er rief die Bauern dazu auf, sich an den Bedürfnissen des Marktes zu orientieren und die Chancen offener Märkte zu nutzen.

    Schneider-Ammann. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Keystone

  • 17 :36

    Parteipräsidenten zur abgelehnten Rentenreform

    FDP-Präsidentin Petra Gössi: «Ich bin erleichtert, dass man keine Scheinreform angenommen hat. Jetzt ist der Weg geebnet, um bei einer nächsten Reform die AHV auf wirklich gesunde Beine zu stellen.»

    SVP-Präsident Albert Rösti: «Die bürgerliche Seite hat klar gewonnen. Es lag sicher am Ausbau. Die Leute haben begriffen, dass man damit eine Zwei-Klassengesellschaft bilden würde. Die heutigen Rentner hätten nichts davon gehabt. Zum anderen haben ich viele Junge gehört, die sagten, damit seien die Renten nicht gesichert.»

    CVP-Präsident Gerhard Pfister: «Ich erwarte jetzt von den Abstimmungssiegern, dass sie spätestens bis Ende 2018 eine neue Vorlage bringen.»

    SP-Präsident Christian Levrat: «Es ist den Gegnern der Vorlage vor allem gelungen, Verunsicherung zu streuen bei den Jungen und auch bei den Älteren. Das Resultat darf aber nicht als Signal für einen Rentenabbau gewertet werden.»

    Mehr

    Video «Parteipräsidenten zum Nein zur Rentenreform» abspielen

    Parteipräsidenten zum Nein zur Rentenreform

    24 min, vom 24.9.2017

  • 17 :26

    Pro und Kontra zur Altersvorsorge 2020

    Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) und Roland Müller, Direktor des Schweizerischer Arbeitgeberverbands, zum Ausgang der Rentenreform.

    Video «Pro und Kontra zur AHV2020» abspielen

    Pro und Kontra zur AHV2020

    12 min, vom 24.9.2017

  • 17 :20

    Der runde Tisch zur Altersvorsorge 2020

    Es diskutieren auf der Befürworter-Seite: Regula Rytz (Präsidentin Grüne) und Konrad Graber (Ständerat CVP/LU). Auf der Gegner-Seite diskutieren: Regine Sauter (Nationalrätin FDP/ZH) und Alex Kuprecht (Ständerat SVP/SZ).

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    Der runde Tisch zur AHV2020

    19 min, vom 24.9.2017

  • 17 :10

    Grünes Licht für Bundesasylzentrum in Zürich

    In Zürich-West kann ein Bundesasylzentrum gebaut werden: Die Stimmberechtigten haben den 24,5-Millionen-Franken-Kredit mit einem Ja-Anteil von 70,4 Prozent bewilligt. Unter dem Strich kostet es die Stadt Zürich nichts: Der Bund zahlt das Geld über die Miete zurück. Baubeginn ist voraussichtlich 2018. Der Einzug ist für Herbst 2019 geplant.

  • 17 :06

    Tessiner Schüler büffeln bald Staatskunde

    An Tessiner Schulen wird in Zukunft das Fach Staatskunde unterrichtet. 63,4 Prozent der Stimmbürger sagen Ja zu einer entsprechenden Gesetzesänderung. Für das neue Fach sind in den Mittelstufen mindestens zwei Stunden monatlich im Lehrplan vorgesehen. An den postobligatorischen Schulen soll die Staatskunde dagegen in Modulen bereits existierender Fächer und nicht separat unterrichtet werden.

  • 16 :55

    «Stimmbeteiligung nicht unüblich»

    Zur mässigen Stimmbeteiligung meint Bundesrat Alain Berset: «Es war eine anspruchsvolle Vorlage. Vielleicht hat es mit der Komplexität der Materie zu tun. Eine solche Beteiligung ist nicht unüblich.»

  • 16 :52

    Hat sich Bersets Kampagne nachteilig ausgewirkt?

    Im Vorfeld der Abstimmung zur Rentenreform fiel Alain Beret mit seinem Engagement in den sozialen Medien auf. Auf die Frage, ob er zuviel Gewicht in die Kampagne gelegt habe, sagt Berset: «Das Parlament hat damals einen neuen Bundesrat gewählt – mich. Einen der sich mit Leidenschaft engagiert. Es ist eine grosse Herausforderung für unser Land und wir brauchen dringend eine Lösung, deshalb war es wichtig sich so stark wie möglich zu engagieren.»

  • 16 :47

    «Ab 2030 wird es schwierig, die Renten zu zahlen»

    Es drängt, aber eine weiterer Anlauf für eine Reform brauche Zeit, sagt Innenminister Alain Berset. «Ich kann noch keinen Zeitplan nennen.» Wenn keine Reform zustande komme, dann würden sich die Defizite bis 2030 erhöhen. Dann könnte es Schwierigkeiten geben, die Renten zu bezahlen.

    Video «Bundesrat Berset: «Das Problem bleibt ungelöst»» abspielen

    Bundesrat Berset: «Das Problem bleibt ungelöst»

    0:45 min, vom 24.9.2017

  • 16 :40

    Berset will nun alle einbinden

    Bundesrat Alain Berset sieht die Niederlage zur Rentenreform nüchtern. Es gehe nun darum, alle Akteure einzuladen, um zu sehen, wie das Resultat zu interpretieren sei. «Ich als Person bleibe hochmotiviert.» Die Reform der Altersvorsorge sei eine grosse Herausforderung für die Schweiz. In einer direkten Demokratie müsse man immer darauf vorbereitet sein, dass das Volk auch Nein sagen kann.

    Video «Alain Berset: «Ich bleibe hoch motiviert»» abspielen

    Alain Berset: «Ich bleibe hoch motiviert»

    1:29 min, vom 24.9.2017

  • 16 :31

    Ohrfeige für Geri Müller

    Der Badener Stadtammann Geri Müller, der 2014 wegen seiner «Nackt-Selfie»-Affäre in die Schlagzeilen geraten war, ist abgewählt. Der 56-jährige Grün-Politiker schafft auch die Wiederwahl als gewöhnliches Mitglied der Stadtregierung nicht mehr. Er wird sogar von zwei neuen Kandidatinnen überholt.

    Porträt Geri Müller. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Keystone / Archiv

  • 16 :25

    Bundesrat äussert sich zu den Abstimmungen

    Johann Schneider-Ammann ergreift das Wort zur Ernährungssicherheit. Neu soll sie in der Bundesverfassung verankert werden. «Der neue Verfassungsartikel dient als Richtschnur für die zukünftige Landwirtschaftspolitik.»

    Es gehe um faire Verträge, das sei klar. «Es geht aber auch um Freihandel, ohne dass man einen Teil der Volkswirtschaft opfern will.»

    Video «Schneider-Ammann zum Ja zur Ernährungssicherheit» abspielen

    Schneider-Ammann zum Ja zur Ernährungssicherheit

    5:17 min, vom 24.9.2017

  • 16 :13

    «Das Nein hat es viel einfacher als das Ja, wenn es um Renten geht»

    Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, sagt nach der verlorenen Abstimmung zur Rentenreform: «Der Kompromiss war eben ein Kompromiss.» Die Vorlage habe zwar aus seiner Sicht leicht mehr positive als negative Aspekte enthalten. Es handle sich dabei aber nur um einen leichten Unterschied.

    Das Scheitern der Vorlage erklärt er so: «Das Nein hat es viel einfacher als das Ja, wenn es um Renten geht. Die Verlustangst ist grösser als die Bereitschaft zu einer Veränderung.» Das Nein-Lager könne zudem auch mit diametral widersprüchlichen Argumenten arbeiten und brauche keinen Konsens. Es werde jetzt nach dem Nein «sehr anspruchsvoll werden», eine neue Reform zu schnüren.

  • 16 :11

    Genf senkt Hürden für Volksinitiativen und Referenden

    Im Kanton Genf braucht es für Volksinitiativen und Referenden künftig weniger Unterschriften. 62,1 Prozent der Stimmbürger sagen Ja zu einer entsprechenden Verfassungsänderung. In Zukunft reichen für Volksinitiativen und Referenden die Unterschriften von zwei anstatt wie bisher von drei Prozent aller Stimmberechtigten. Die Kantonsregierung hatte sich im Vorfeld gegen das Anliegen der Linksaussen-Parteien und des Mouvement Citoyens Genevois ausgesprochen.

  • 15 :51

    Schlussresultate der Abstimmungen

    Altersvorsorge 2020: 52,7 Prozent Nein

    MWST.-Erhöhung: Ständemehr Nein, 50,04 Prozent Nein (2357 Stimmen entscheiden)

    Ernährungssicherheit: 78,7 Prozent Ja

    Die Reform der Altersvorsorge ist überraschend deutlich gescheitert. 52,7 Prozent haben Nein gesagt zur Gesetzesvorlage. Die Verfassungsänderung, die für die Erhöhung der Mehrwertsteuer nötig war, scheiterte knapp dagegen eher knapp. Auch das Ständemehr kam nicht zustande.

  • 15 :40

    Bundesrat nach Niederlage in der Pflicht

    Bundesrat Alain Berset hat sein ganzes politisches Gewicht in den Abstimmungskampf AHV2020 gelegt. Er ist gescheitert. Nun stellt sich die Frage, ob Berset eine nächste Reform überhaupt aufgleisen kann? Politologe Lukas Golder ist überzeugt: Aus Sicht der Verantwortung, die der Bundesrat trage, müsse er nun sogar die ersten Schritte in Richtung einer neuen Reform machen. Bei einem Departementswechsel in wenigen Jahren, könne dann ein bürgerlicher Bundesrat die neue Vorlage entsprechend prägen.

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    Kann Bundesrat Berset eine neue Reform aufgleisen?

    0:51 min, vom 24.9.2017

  • 15 :34

    Lorenz Hess: Jetzt kommt wohl die Salami-Taktik

    Lorenz Hess (BDP/BE) zweifelt am Sinn der Sache. Er kritisiert die Gewinnerseite, also die Gegner der AHV2020. Sie würden heute noch immer das Gleiche sagen, wie vor zwei Jahren. Konkret, dass man damals schon gesagt habe, man müsse jetzt eine neue Lösung erarbeiten. Geschehen sei aber nichts. «Das Problem ist jetzt, dass man etwa machen muss, was nicht ganz sauber ist. Man muss jetzt dem Volk in der berühmten Salami-Taktik die einzelnen Häppchen vorlegen.»

    Video ««Gewinner sagen stets das Gleiche, verändern tut sich nichts»» abspielen

    «Gewinner sagen stets das Gleiche, verändern tut sich nichts»

    1:38 min, vom 24.9.2017