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Riesenslalom am Chuenisbärgli ohne Zuschauer
Aus Schweiz aktuell vom 08.01.2021.
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Adelboden ohne Publikum Wetter und Piste top – Stimmung flop

Der Zielraum am «Chuenisbärgli» gleicht normalerweise einem Hexenkessel. Heuer herrschte dort fast gespenstische Ruhe.

Das Zielgelände und die Rennstrecke sind grossflächig abgesperrt. Dort, wo sonst tausende Skifans ihren Idolen zujubeln, blieb es ruhig. Nur einzelne Mitarbeitende der Rennteams konnten sich den Riesenslalom aus nächster Nähe ansehen.

«Der Hang ist der gleiche, aber das Ziel ohne Fans ist schon sehr speziell. Die Stimmung fehlt uns», so der Schweizer Skirennfahrer Loïc Meillard, welcher das Rennen auf dem 6. Platz beendete.

Die Stimmung fehlt.
Autor: Loïc MeillardSkirennfahrer

Mit dem 3. Platz von Marco Odermatt gab es in Adelboden seit 13 Jahren wieder einen Schweizer Podestplatz. Es sei zwar anders gewesen ohne Zuschauer, sagt Odermatt. Aber auch ohne Fans sei es immer speziell, am «Chuenisbärgli» zu fahren.

Glücklich war, wer direkt am Zielbereich eine Ferienwohnung hat. Wie zum Beispiel die Familie Röthemund. Sie konnten das Rennen vom Balkon aus mitverfolgen.

Ferienhaus am Zielgelände.
Legende: Die Familie Röthemund zählte zu den ganz wenigen Zuschauern. Keystone

Doch die allermeisten der tausenden Skifans mussten zu Hause bleiben. Das Weltcupwochenende ganz ohne Rummel und Zuschauer, das sei ein deprimierendes Bild, sagt Daniel von Allmen, seit sieben Jahren Gemeindepräsident in Adelboden: «Die Weltcuprennen sind für uns ein Fixpunkt im Jahr. So wie es jetzt ist, ist es trostlos.»

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So leidet Adelboden an den Geisterrennen
03:02 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 08.01.2021.
abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.

Die Gastwirtschaft leidet

Vom Rummel im Zielgelände profitiert normalerweise auch die Wildstrubel Lodge. Das Restaurant direkt am Zielgelände macht normalerweise ein gutes Geschäft während der Weltcuprennen. «Das wären unsere wichtigsten Tage im Jahr», sagt Inhaberin Stefanie Luginbühl. Der Takeaway-Stand, den sie in diesem Jahr haben, sei nur ein kleiner Trost.

Hinter der Wildstrubel Lodge würde ohne Corona ein grosses Partyzelt stehen. Seit fünf Jahren organisiert hier David Aellig gemeinsam mit Freunden jeweils ein grosses Fest. «Das tut schon weh, dass das in diesem Jahr nicht möglich ist», so Aellig. Finanziell sei es kein grosser Verlust, da dieses Partyzelt mehr «Hobby als Geschäft» sei.

Im Portemonnaie spürt David Aellig das Fernbleiben der Fans trotzdem. Er betreibt in Adelboden ein Sportgeschäft. Während der Weltcuptrennen hat er normalerweise deutlich mehr Kundschaft. «Es ist eine schwierige Situation. Normalerweise habe ich an diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Jetzt weiss ich gar nicht, was ich machen soll.»

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 08.01.21, 06:32 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Es ist sehr traurig, dass man ohne Zuschauer sport treiben muss. vielleicht sollte man die Massnahmen nocheinmal überdenken. Die ganz grosse Mehrheit hat nur kleines Risiko schwer zu erkranken. Ich hoffe das wir bald wieder volle stadien haben. Das Leben ist zu schön um sich zuhause einzuschlissen.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Ich wünsche mir sehr, wieder ins Fussballstadion zu können, aber die Gesundheit meiner Liebsten ist mir wichtiger.
    2. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      Ist das so schwer, einmal ein Skirennen ohne Massenauflauf an Leuten durchzuführen. Und wenn Sie sich eingeschlossen fühlen, dürfen Sie gerne Ihre Umgebung in der freien Natur geniessen, sogar ohne Risiko. Kreativität und Innovation ist heute gefragt!