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Schweiz Affäre Mörgeli: Ermittlungen gegen Zürcher Bildungsdirektorin?

Die Affäre Mörgeli zieht weitere Kreise. Die Zürcher Staatsanwaltschaft will gegen Bildungsdirektorin Regine Aeppli eine Strafuntersuchung einleiten. Es geht um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs.

Bei der Geschäftsleitung des Zürcher Kantonsrates ist ein sogenanntes Ermächtigungsgesuch der Oberstaatsanwaltschaft eingegangen. Die Anklagebehörde will demnach eine Strafuntersuchung gegen Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) einleiten. Es geht um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs.

Die Anklage stützt sich auf einen Bericht der Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit (ABG) zu den Abklärungen rund um das Medizinhistorische Institut und Museum der Universität Zürich. Die ABG hatte in ihrem Bericht heftige Kritik an Aeppli geübt. Nach Ansicht der Kommission soll Aeppli die Entlassung Christoph Mörgelis als Kurator des Museums angeordnet haben.

Aeppli weist Vorwürfe zurück

Aeppli hat die Vorwürfe in den vergangenen Wochen wiederholt bestritten. Sie habe mit dem inzwischen zurückgetretenen Rektor Andreas Fischer lediglich eine Auslegeordnung vorgenommen und diesen zu «entschiedenem Handeln» aufgefordert, sagte sie.

Der Regierungsrat sprach Aeppli noch am Donnerstagabend das Vertrauen aus. Aeppli sei in ihrer Amtsführung in keiner Weise eingeschränkt, sagt Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker gegenüber Radio SRF: «Für uns gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung, und wir sehen zurzeit keinerlei Anhaltspunkte, daran zu zweifeln.» Zum laufenden Verfahren äussere sich der Regierungsrat nicht.

Letztmals kam es 2006 vor, dass der Zürcher Kantonsrat die Immunität eines Regierungsmitgliedes aufgehoben hat: jene von Dorothée Fierz (FDP).

51 Kommentare

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  • Kommentar von U.E. Romer, Zuerich
    Ein schwacher Professor - schwache Beurteiler und dazu noch ein bisschen Parteigeplänkel geben für die meisten Bürgerinnen und Bürger eine ungeniessbare Suppe. Die Situation ist "Kindergarten reif" und kaum noch ein Aufregung wert.
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    1. Antwort von Marlies.Artho, Zuerich
      U.E Romer wie beurteilen Sie Ihren Kommentar?? Wo bleiben die Fakten, dass dieser Herr Professor schwach ist. Bitte um die Beweise von Ihrer Seite, damit die Kommentarleser eine Bestätigung habe! Also öffnen Sie den "Kindergarten". damit er "unreif" wird!! Danke!!!
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    2. Antwort von H. Frühling, Zuerich
      Ich pflichte Ihnen bei: Herr Mörgeli war und ist auch ohne einen Beweis seiner Schaffenskraft ein hervorragender Professor; dem Titel nach. Nur besucht seit Jahren niemand seine Vorlesungen. Sein Museum war ja auch nicht seine Arbeitsstelle, sondern nur der Vorwand für das Professorengehalt seiner Tätigkeit als SVP-Vordenker. Alles völlig unbestritten. Nur muss sein Nachfolger jetzt mit viel Aufwand das Museum auf Vordermann bringen und Herr Mörgeli hat kein Gehalt mehr.
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    3. Antwort von Marlies Artho, Zuerich
      H. Frühling im Internet ist zu lesen, dass Herr Fischer an seiner Aussage fest hält und er von Frau Ch.Aeppli aufgefordert wurde Ch.M. zu kündigen. Wer wie gehandelt hat, ist leider einmal mehr, Aussage gegen Aussage. Man kann nur hoffen, dass es endlich abgeklärt wird, um nicht noch mehr, von solchen Intelligenten Personen "veräppelt" zu werden! Damit auch für die UNI wieder Ruhe einkehrt!
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  • Kommentar von M.Bracher, Bern
    Interessant, dass die üblichen SP-Schreiberlinge, welche sonst bei allen andern eine lückenlose Aufklärung fordern, den Amtsmissbrauch einer Regierungsrätin kleinreden wollen! 15:20 05.7.14 http://www.srf.ch/news/schweiz/affaere-moergeli-ermittlungen-gegen-zuercher-bildungsdirektorin#main-comments
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Unvorstellbare Vision: Professor Christoph Mörgeli wäre als SP-Mitglied im Nationalrat tätig gewesen. Frau Aeppli, die oberste Stelle im ganzen Zürcher Bildungswesen, wäre Mitglied der SVP! Hei, dieser Fall wäre schon längst entschieden: Herr Mörgeli wäre wieder Leiter des medizinhistorischen Museums und Frau Aeppli wäre längst aus der Zürcher Regierung weg! Wenn zwei das selbe tun, ist es noch lange nicht das gleiche! Es gibt gute und böse Politiker, die halt differenziert behandelt werden!
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