Angeklagter erscheint nicht am IPCO-Prozess

Der Hauptangeklagte im spektakulären Betrugsfall IPCO erscheint nicht am Prozess, der morgen Donnerstag im Schwyzer Rathaus beginnen sollte. Das bestätigt Ruedi Beeler, Präsident des Schwyzer Strafgerichts in der «Rundschau».

Ausgestellte Victorinox Sackmesser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zu den Geschädigten im IPCO-Betrugsfall gehört auch der Messerhersteller Victorinox. Keystone

Der 42jährige Schweizer, der sich derzeit in Dubai aufhält, lässt sich aus gesundheitlichen Gründen vom Prozess dispensieren. Eine entsprechende Mitteilung des Verteidigers sei am Dienstagnachmittag per Fax beim Strafgericht eingetroffen, sagt Beeler. Laut dem Fax sei der Angeklagte nicht in der Lage, in die Schweiz zu kommen und an der Gerichtsverhandlung teilzunehmen.

Der Verteidiger des Hauptangeklagten, Markus Steiner,  bestätigt diese Angaben gegenüber der «Rundschau». Ein Arztzeugnis liegt bisher nicht vor. Dies sei jedoch nicht zwingend nötig.

Geld abgezweigt

Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, Drahtzieher im Betrugsfall um die Firma IPCO gewesen zu sein. Die Firma arbeitete zwischen 1997 und 2004 von Pfäffikon (SZ) aus. Sie gab vor, Devisengeschäfte zu tätigen, die laut Anklage jedoch so gut wie nie stattfanden. Stattdessen sei ein grosser Teil des Geldes als Provisionen oder Verwaltungsgebühren in die Taschen der Angeklagten geflossen. Der Schaden beträgt laut Anklageschrift 125 Millionen Franken. Von den rund 1000 Geschädigten haben sich 645 bei den Behörden gemeldet.

Ob der Prozess in Abwesenheit des Angeklagten durchgeführt wird oder nicht, entscheidet morgen das Gericht zu Beginn der Verhandlung.