Zum Inhalt springen

Anstieg der Sozialleistungen Alter und Gesundheit erhöhen die Kosten für soziale Sicherheit

Legende: Video Sozialausgaben sind weiter gestiegen abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.06.2018.
  • Die Schweiz hat im Jahr 2016 mehr für Sozialleistungen in den Bereichen Alter und Gesundheitsversorgung ausgegeben als im Vorjahr.
  • Das Bundesamt für Statistik registriert einen Anstieg um gut 5 Milliarden Franken.
  • Die Pro-Kopf-Ausgaben sind somit über dem europäischen Schnitt.
Portemonnaie
Legende: Auch dieses Jahr musste der Staat tief ins Portemonnaie greifen. Die Sozialleistungen für Gesundheit und Alter sind angestiegen. Keystone / Archiv

Die Ausgaben für Sozialleistungen in der Schweiz sind 2016 um gut 5 Milliarden Franken angestiegen und haben mit 170 Milliarden einen neuen Höchststand erreicht.

Entsprechend dem langjährigen Trend wuchsen die Sozialausgaben zwischen 2015 und 2016 real um 3,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Der Anteil der Sozialleistungen am BIP lag mit 26 Prozent weiterhin unter dem EU-Durchschnitt von 28 Prozent.

In der Schweiz wie auch im übrigen Europa wird ein Grossteil der Sozialleistungen für das Alter aufgewendet. Mit fast 72 Milliarden Franken entsprechen diese Kosten hierzulande fast 42 Prozent aller Ausgaben. An zweiter Stelle folgt mit einem Anteil von 31 Prozent der Bereich Krankheit/Gesundheitsversorgung.

Legende:
Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit Gesamtausgaben in Millionen Franken, zu laufenden Preisen BFS

Tiefer Anteil der Sozialhilfekosten

Die eigentliche Sozialhilfe wird vom BFS in der Gesamtrechnung der sozialen Sicherheit unter dem Kapitel «soziale Ausgrenzung» verbucht. Die Aufwendungen dafür machten 2016 mit rund 5 Milliarden Franken lediglich 3 Prozent der gesamten Leistungen aus.

Pro Kopf der Bevölkerung stiegen die Sozialausgaben 2016 gegenüber dem Vorjahr um 430 auf 20'300 Franken. Das entspricht – in die für internationale Vergleiche übliche Masseinheit umgerechnet – 11'200 Kaufkraftstandards (KKS). Anders als beim BIP lag die Schweiz damit über dem europäischen Durchschnitt (8100 KKS pro Kopf).

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Wesentlicher Punkt, der bei den Befürwortern der 2.Säule oft gar nicht ins Visier gefasst wird: Als ein Kapitaldeckungsvefahren untersteht die 2.Säule also genauso dem Phänomen, das Kapital, im Moment der Realisation, der Monetisierung ausschliesslich aus dem Jetzt gespeist wird. Dieses Jetzt heisst, aus dem, durch Menschenarbeit jeweils aktuell produzierten Mehrwert. Soviel für alle, die die Gerationensolidarität bei der AHV ins Feld führen, diese gilt auch beim Kapitaldeckungsverfahren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Bei einer Staatverschuldung zum BIP von abgerundet 25%: Würden der Staat statt parasitäre Kapitalgeber zu füttern, diese Schuldenquote, die ja zur Finanzierung von Investitionen gebraucht wird, um so einen zukünftigen Mehrwert zu ermöglichen, also einen % Anteil des jeweils produzierten BIP's direkt reinvestieren - ohne Umwege über das Parasitensystem = Investition via Kredite und Anleihen, wie viel Millionen, Milliarden könnten da gespart und besser eingesetzt werden?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jürg Häusermann (Ebenda)
      Die Kapitalgeber befinden über den Einsatz dieser Investitionen. Sie sichern einen wirtschaftlichen Einsatz, wie sich dss für INVESTITIONEN gehört. Im Staat sorgen ideologische Wirrköpfe dafür, dass es verschwendet wird. Der untergegangene Sozialismus lässt grüssen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Immerhin bemühen Sie heute nicht die Ostblockstaaten als den Böhlimann. Mindestens 400 Jahre, nicht vergessen, hat die revolutionäre Klasse der Bourgeoisie gebraucht, um den Feudalismus abzulösen. Inverstiotionen via Kredit sind Erfindung und Stütze dieses parasitären Systems, wie immer wir es nennen wollen. Wo der Trikling up Effekt von unten nach oben bestens funktioniert. Investitionen via Subventionen und Beiträgen gehören zur Praxis der aktuellen revolutionären Klasse.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      ...PS: zu den Subventionen, die scheinen auch bei der Hochfinanz äusserst beliebt, dass sie diese voll in der Steuervorlage17 mit den Patenboxen und den Sonderbesteuerungen eingebaut haben wollen. Denn ein Volk, ein Staat kann sich nicht wie Kapital volatilisieren, das bleibt, ist da, zahlet Steuern und schaut nach dem Rechten. Die müssen blechen für Alle auch für die verantwortungslosen Gamblers, Players and Crooks in Banken und Konzernen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Gibt es keine EINSICHT bezüglich der "Ursachen-Verursachungs-Fakten" und deren aktiven "Behebung-Verbesserungen", ist auch keine positive Veränderung zu erwarten!! Wo kein Wille von den Zuständigen vorhanden ist, da ist auch keine EINSICHT zu erwarten, also auch keine effektive Verbesserung der Situation.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen