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Schweiz Antibaby-Pille: Neuer Todesfall in der Schweiz?

Die Akne- und Verhütungspille Diane-35 und ihre Generika werden in Frankreich vom Markt genommen. Vor zwei Wochen ist in Olten eine Frau gestorben, möglicherweise weil sie einer dieser umstrittenen Pillen eingenommen hatte.

Legende: Video Antibaby-Pille: Neuer Todesfall in der Schweiz?? abspielen. Laufzeit 4:33 Minuten.
Aus 10vor10 vom 31.01.2013.
Medikamentenpackungen
Legende: In Frankreich wird die umstrittene Antibaby-Pille vom Markt genommen. Keystone

Der Chefarzt Innere Medizin des Kantonspitals Olten, Stefano Bassetti, bestätigt gegenüber «10vor10» den Todesfall: «In der Tat haben wir Swissmedic diesen Fall gemeldet, es ist eine Patientin, die an einer schweren Lungenembolie verstorben ist, und sie hatte wahrscheinlich mehrere Risikofaktoren, unter anderem hat sie ein Generikum von Diane-35 eingenommen.»

In der Schweiz bleibt Pille auf dem Markt

Bei der Schweizer Arzneimittelkontrollstelle Swissmedic sind im Zusammenhang mit der Diane-35 und deren Generika seit 1990 vier Todesfälle dokumentiert. Der für die Arneimittelsicherheit zuständige Rudolf Stoller erklärt: «Zur Zeit können die Frauen Diane-35 und die Generika weiterhin nehmen». Swissmedic werde aber nun aufgrund einer Dokumentation der Erstzulasserfirma Bayer eine Analyse vornehmen und dann entscheiden, ob es zusätzliche Einschränkungen brauche.

Die für die Erstzulassung von Diane-35 zuständige Firma Bayer teilt mit, sie nehme die Sicherheit seiner Produkte sehr ernst und habe bezüglich der Anwendung und dem Nutzen-Risiko-Profil  eng mit den jeweiligen Arzneimittelbehörden zusammengearbeitet.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei, Buriram
    Immerhin unternimmt der Bayer-Konzern etwas. Die Generika- Verkäufer sind reine Opportunisten, die alles eher akzeptieren würden als Verantwortung. Wie z.B. Sandoz, die zur Generika-Tochter von Novartis degradiert wurde. Vom sozial inkompetenten CEO!
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Selbst wenn Beweise vorlägen, wir Patienten haben keine Chance. Ausserdem fehlt bei uns ein Schadensersatz und Genugtuungs Recht, resp. die bezahlten Beträge nach jahrelangem Rechtsstreit decken nicht mal die Anwaltskosten. Beispiel: ich musste mir schwarz Muttermale entfernen lassen, die wegen eines Medikamentes entstanden. Hautärztin: ja, dass ist deshalb, aber gegen die Pharma haben sie null Chance. Es müssten Reihenweise Leute vom Stängelchen fallen, bis die Pharma und das BAG etwas tu...
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