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Schweiz Anzahl Straftaten zurückgegangen

Weniger Diebstähle, weniger Tätlichkeiten, weniger Drohungen: Die Schweiz ist in den letzten fünf Jahren sicherer geworden. Das zeigt die Sicherheitsbefragung, welche die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten alle fünf Jahre durchführen lässt.

Drei Polizisten bei einer Patrouille am Zürcher Hauptbahnhof.
Legende: Die Studie belegt unter anderem auch, dass neun von zehn Schweizern der Polizei vertrauen. Keystone

Was schon die verschiedensten Kriminalstatistiken zeigten, bestätigt nun auch die polizeiliche Sicherheitsbefragung bei 2000 Bürgerinnen und Bürgern. Bei den meisten Verbrechensarten geht die Zahl der Delikte zurück.

Tatsächlich entwickle sich die Sicherheitslage erfreulich, sagt denn auch Stefan Blättler, Präsident er Kantonalen Polizeikommandanten. «Sie ist selbstverständlich gut – aber wir müssen weiterhin wachsam bleiben.»

Schweiz ist «guter Durchschnitt»

Das sicherste Land der Welt sei die Schweiz schon länger nicht mehr; eher guter Durchschnitt. Nachdem Gewaltdelikte, Einbrüche und auch sexuelle Übergriffe über Jahre zunahmen, scheint hier nun überall der Trend gebrochen. Ausser bei Raub sind die Zahlen alle rückläufig.

Folgerichtig hat laut der Befragung auch das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zugenommen. Allerdings ist das mit dem Sicherheitsgefühl so eine Sache: Während zum Beispiel die Zahl der Einbrüche zurückgeht, steigt die Angst, in nächster Zeit Opfer eines Einbruchs zu werden.

Angst vor Einbrechern

Dieser Widerspruch könnte auch mit der an sich erfolgreichen Präventionsarbeit der Polizei zusammenhängen, vermutet Polizeikommandant Blättler: «Je mehr sie davon sprechen, desto stärker befasst sich der Bürger mit der Thematik.» Entsprechend nehme das Gefühl zu, man könnte selber ein Opfer werden. Immerhin: Über 85 Prozent der Befragten geben an, sich sicher zu fühlen, auch abends auf der Strasse im Dunkeln.

Die Präsenz der Polizei wird von einer grossen Mehrheit der Befragten als genügend bezeichnet. Trotzdem fordern Polizeibeamtenverband und auch die kantonalen Polizeidirektoren massiv mehr Personal. Ihrer Meinung nach sollten landesweit 6000 zusätzliche Polizisten eingestellt werden.

Natürlich könne man immer noch mehr tun, findet auch Polizeikommandant Blättler. Ob es aber tatsächlich mehr Polizistinnen und Polizisten in den einzelnen Kantonen brauche, sei «eine politische Frage – und die muss auch politisch beantwortet werden».

Übrigens: Schon jetzt erhalten die Polizeibeamten von der Bevölkerung ausgezeichnete Noten. Drei Viertel der Befragten würden der Polizei mindestens eine 5 ins Zeugnis schreiben.

Junge eher bedroht

Junge eher bedroht

Jüngere Menschen sind eher von Bedrohungen und Überfällen betroffen als ältere. Die kantonalen Polizeikommandanten erklären dies mit dem Ausgehverhalten: Junge seien mehr unterwegs und deshalb auch einem höheren Risiko ausgesetzt, bedroht oder überfallen zu werden.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Mit den Kommentaren zu diesem Artikel begeben sich einige Kommentatoren auf das Niveau von Dresden. Daran ist wohl abzuleiten, was in näherer Zukunft auf uns zukommt. Na dann gute Nacht! In einer solchen Streit"kultur" sind Lösungen nicht zu erwarten.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Studienflut ist meiner Ansicht nicht förderlich. Seit Jahren wird über Studien eine sinkende Kriminalität in unserem Land suggeriert. Wrshalb werden dann Sicherheitskräfte im grossen Stil aufgerüstet??? Sogar die Armee soll für den Grenzschutz aktiviert werden, so hört man. Man könnte sich einmal überlegen, wie viel Geld eingespart werden könnte, wenn die Anzahl Studien verringert würde... Eine Studie sagt oft das aus, was der Auftraggeber hören will.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Auch weniger Einbrüche in den Grenzgebieten? Erst kürzlich erschien hier ein Beitrag, dass vor allem der Grenzschutz in Basel Land dringend eine Erhöhung fordert. Dann Ist es ja gut, wenn das zurückgeht, nur die täglichen Meldungen in den Gemeinden sprechen eine andere Sprache. Und die immer mehr werdenden Alarmanlagen auch nur eine vorübergehende Modesache? Man muss eben eine haben, wenn man mit der Zeit mitgehen will.
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