Atom-Endlager: Tiefenbohrungen sollen bei Suche helfen

Weiterer Schritt bei der Suche nach einem Atom-Endlager: In den Gebieten Jura Ost (Bözberg) und Zürich Nordost (Weinland) sollen demnächst Sondierbohrungen vorgenommen werden.

Vibrationsfahrzeuge für 3D-seismische Messungen auf einer Feldstrasse im Gebiet Zürich Nordost Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seismische Messungen mit Vibrationsfahrzeugen sind abgeschlossen. Nun folgen Sondierbohrungen. Keystone

Die Suche nach einem Standort für ein Atom-Endlager geht in eine neue Phase. Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) reicht diesen Sommer Gesuche für Sondierbohrungen ein. Gebohrt wird in den Gebieten Jura Ost (Bözberg, AG) und Zürich Nordost (Weinland, ZH/TG).

Von der Erdoberfläche aus wurden die Gebiete Jura Ost und Zürich Nordost bereits untersucht – mit 3-D-Seismik-Messungen. Zusätzlich will die Nagra in beiden Gebieten «voraussichtlich» acht Sondierbohrungen vornehmen.

Gebohrt wird in 600 bis 1200 Meter Tiefe. Gesuche für die Sondierbohrungen will die Nagra bis Sommer beim Bundesamt für Energie einreichen.

Das Gebiet Nördlich Lägern (ZH, AG) bleibt ein Sonderfall. Die Nagra wollte diesen Standort ursprünglich zurückstellen. Damit war das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) aber nicht zufrieden. Auch im Gebiet Nördlich Lägern soll es nun 3D-Seismik-Messungen und spätere Sondierbohrungen geben.