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Schweiz Atomausstieg: Doch noch eine einvernehmliche Lösung?

Greenpeace ist unter bestimmten Bedingungen bereit, auf eine sogenannte Verständigungslösung einzutreten. Damit würde das Abschalten der Schweizer AKW genauer geregelt werden. Doch die Umweltorganisation stellt Bedingungen.

Wie soll man die Schweizer Atomkraftwerke vom Netz nehmen, ohne dass die Betreibergesellschaften hohe Entschädigungsforderungen stellen? Ein Vorschlag aus der politischen Mitte ist die sogenannte Verständigungslösung.

Diese sieht vor, dass die Atomkraftwerkbetreiber nach 40 Jahren Betriebszeit das Werk genau überprüfen lassen. Wenn sie strenge Sicherheitskriterien beachten, die sie mit den Behörden ausgehandelt haben, dürfen sie das Werk für weitere zehn Jahre am Netz lassen.

Bisher war dieser Vorschlag auf linker Seite in der Politik nicht mehrheitsfähig. Aber jetzt zeigt sich Kaspar Schuler, Energieexperte von Greenpeace Schweiz, gesprächsbereit: «Wenn man eine Lösung findet, die sogar ohne Jahreszahlen wäre, aber trotzdem die Sicherheitsbestimmungen so klar macht, dass man sich nicht mehr herauswinden kann – wie die BKW dies jetzt versucht – dann wären wir durchaus bereit, darüber zu sprechen.»

Erst ein vages Entgegenkommen

Bedingung sei aber, dass die Nuklearaufsichtsbehörde Ensi mehr Macht bekomme und die Sicherheitsauflagen transparenter verhandelt würden. In diesem Fall würde auch ein Rückzug der Atomausstiegsinitiative möglich, bestätigt Schuler.

Wirklich konkret ist dieses Entgegenkommen von Greenpeace noch nicht. Aber es könnte ein erster Schritt sein auf dem Weg zu einem geordneten Ausstieg aus der Kernenergie in der Schweiz.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Ist es jetzt schon soweit dass wir Greenpeace fragen müssen ob ihnen dies und jenes passt? Zuerst soll mal das Volk abstimmen. Sekten, auch die grünen sollte man einfach ignorieren.
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    1. Antwort von R.käser, Zürich
      @jaeger, Ihnen wäre wohl eine Atom Lobby ohne demokratischen Gegenpol am liebsten? Zum Glück gibt es Menschen mit Verantwortungsgefühl für die folgenden Generationen. Sind Sie nicht auch froh, dass Sie nicht für den Schmutz unserer Vorgänger in die Tasche greifen müssen? Mit dem ist jetzt fertig, das haben wir Lumpen geschafft! Was ist daran gut und was ist daran demokratisch? Die Mehrheit die es betrifft hat keine Stimme weil Sie noch nicht leben!
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Es gibt sie also doch: die freie Raumenergie, welche genutzt werden kann. Bereits Tesla hatte solch eine Enegiekonverter gebaut. Prof. Turtur von der Hochschule für angewandte Wissenschaften hat sowohl die theoretischen wie praktischen Grundlagen für den Bau solcher Konverter erarbeitet. Es ist leider politisch gewollt, dass diese saubere, kostengünstige Energieversorgungsmöglichkeit nicht genutzt wird! Es geht um weltweit 1000 Mrd. Gewinn der Energieindustrie. Risiken und Umweltschäden = egal.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Wieso muss Sicherheit verhandelt werden? Sind etwa die Behörden zu blöd, effektive Standards zu definieren? Oder geht es gar darum, dass Bewilligungen rechtskräftig erteilt wurden und nun herauskommt, dass die Bedingungen nicht streng genug waren? Das alles glaube ich nicht. Dafür glaube ich an eine böswillige, rein politische Kampagne, mit der versucht wird, die Sicherheitsbestimmungen mit unhaltbaren aber publikumswirksamen Argumenten anzuzweifeln.
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    1. Antwort von R.käser, Zürich
      @Huber, wenn Sie zwei Stäbe mit einem Gelenk verbinden, dann können drei Teile defekt erleiden. Wenn Sie die Teile ganz stark bauen, dann wird das Restrisiko kleiner dass ein Defekt eintritt, aber das Restrisiko wird nie 0 sein. Was dies für Auswirkungen in einer Maschiene mit Millionen von Teilen hat können Sie sich selber ersinnen. Woher nehmen Sie Ihr Vertrauen in die Behörden welche AKW's in Betrieb nehmen ohne einen Ansatz der Endlagerung zu haben und den Versicherungsschutz ausschlossen?
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