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Ausländische Wurzeln Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst – aber langsamer

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist auch 2017 gewachsen. Rund 2,65 der knapp über 7 Millionen Einwohner der Schweiz, die 15 Jahre oder älter sind, haben ausländische Wurzeln. Das sind 37,2 Prozent. Der Anstieg gegenüber 2016 betrug 0,4 Prozentpunkte – etwas weniger als in den Vorjahren.

Legende:
Bevölkerung (15 Jahre oder älter) nach Migrationsstatus in Prozent 2017 BFS – SAKE

In den letzten fünf Jahren betrug das Wachstum in der Bevölkerungsgruppe der über 15-Jährigen mit Migrationshintergrund insgesamt 10,8 Prozent. Während 2013 bis 2016 kamen jährlich zwischen 65'000 und 74'000 neue Personen zu dieser Bevölkerungsgruppe hinzu. 2017 wuchs ihre Anzahl aber nur um etwa 45'000.

Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund blieb derweil mehr oder weniger stabil und legte seit 2013 nur um 0,5 Prozent zu.

Die Zunahme der Bevölkerung mit Migrationshintergrund geht gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) zu 80 Prozent auf das Konto von Personen aus dem EU28/EFTA-Raum und von Schweizer Staatsangehörigen. 2017 wurden 36'000 zusätzliche Personen aus diesen Gruppen gezählt.

Menschen aus dem übrigen Europa und aus dem aussereuropäischen Raum – 10'000 zusätzlich – trugen weniger zum Wachstum bei.

Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören im Wesentlichen im Ausland geborenen Ausländer und eingebürgerte Schweizer (erste Generation). Dazu kommen die in der Schweiz geborenen Eingebürgerten und die in der Schweiz geborenen Ausländer mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil (zweite Generation).

Legende:
Bevölkerung (15 Jahre oder älter) mit Migrationshintergrund nach Staatsangehörigkeiten 2017 BFS – SAKE

Über ein Drittel der Personen mit Migrationshintergrund sind laut BFS Schweizerinnen und Schweizer. Darauf folgen bei den Männern die Italiener, bei den Frauen die Deutschen.

Bei der dritthäufigsten Nationalität ist es gerade umgekehrt. Hier liegen die deutschen Männer und die italienischen Frauen vorn. An vierter Stelle liegt Portugal als Herkunftsland, gefolgt von Frankreich, Kosovo, Spanien, der Türkei, Serbien und Mazedonien.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger als die ohne. Die Altersjahre von 25 bis 50 sind im Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund stärker vertreten. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liegt bei fast 50 Jahren gegenüber 44 Jahren bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.

Die Daten zum Migrationsstatus stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake), die nur Personen ab 15 Jahren erfasst. Von den rund 1,27 Millionen Kindern bis 14 Jahre sind lediglich der Geburtsort und die Nationalität bekannt.

Anteil von 60 Prozent in Genf

Personen mit Migrationshintergrund verteilen sich sehr unregelmässig über die Schweiz: Genf liegt mit über 60 Prozent Ausländeranteil deutlich über dem Landesdurchschnitt von 37,2 Prozent. Tessin, Basel-Stadt, Waadt, Schaffhausen und Zürich weisen ebenfalls überdurchschnittliche Werte von 40 bis 50 Prozent auf.

In Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden und Uri machen Schweizer ohne Migrationshintergrund dagegen vier Fünftel der Bevölkerung aus.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Die Schweiz wird bunter, und das freut mich sehr! Wie alle in Zürich schätzen wir die internationalität der Stadt, auch wenn wir im Vergleich zu „echten“ Metropolen immer noch zu schweizerisch sind. An dieser Stelle sollte auch mal wieder all den Ausländern gedankt werden, die unser Land so erfolgreich machen, denn gemeinsam sind wir stark!
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  • Kommentar von Beat Kessler (KLERUS)
    Bald sind wir in der Mehrheit und selbst das letzte Aufgebot (SVP), wird dies nicht verhindern!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Kessler es geht nicht per se um Migranten, sondern um ganz bestimmte Migranten-Hintergründe, die leider echt Mühe haben eine sog. fortschrittliche Gesellschaftsordnung sich zu eigen zu machen. Ich könnte noch deutlicher werden, wenn das noch erlaubt wäre. Es liess sich auch sachlich, argumentativ problemlos aufzeigen, selbst da stösst man auf Widerstand, just auch dort, wo man sich "ach so fortschrittlich" sich selber Empfindet, es aber nicht ist.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Also mal Klartext... Migrationshintergrund haben fast alle... die Frage... wann haben die Vorfahren die Schweiz besiedelt... zB im Muotathal kann man immer noch anhand gewisser Merkmale die Nachkommen der Mongolen oder Franzosen nachweisen... aber die Muotathaler sind schweizerischer iR als der Durchschnittsschweizer... Man sollte nur von Migranten der letzten 40 Jahren sprechen.. uebrigens.. auch mein Grossvater Vaters -seite ist eingewandert..
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      F.NANNI, genauso klar ist, dass wir in langer Vergangenheit mit Einwanderern u.Flüchtlingen nicht mehr Probleme hatten als in der eigenen Gesellschaft. Weder mit Flüchtlingen aus dem Ostblock noch aus Asien, nichtmal mit Tamilen, auch nicht mit südländ.Einwanderern, die uns mit sonnigem Gemüt u.Kulinarischem bereicherten. Sie alle haben sich hier problemlos assimiliert, da sind meist nur noch Name+Aussehen, die sie als Eingebürgerte verraten. Das hat sich mit Zuwanderern jüngster Zeit geändert!
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    2. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Ich wüsste nicht, inwiefern die antuellen Einwanderer sich von früheren unterscheiden.
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