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Berset: «Impfen wird früh im nächsten Jahr beginnen»
Aus Tagesschau vom 26.11.2020.
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Ausland hat Impfstoff früher Schweizer dürfen zur Covid-Impfung nicht nach Deutschland

Deutschland will ab Mitte Dezember mit dem Impfen gegen das Coronavirus beginnen. Darf man dann rasch über die Grenze?

In der Schweiz soll es im ersten Halbjahr 2021 eine Impfung gegen das Coronavirus geben – während im Nachbarland Deutschland bereits unter Hochdruck die ersten Impfzentren eingerichtet werden: Ab dem 15. Dezember will Gesundheitsminister Jens Spahn mit den ersten Impfungen beginnen.

Einfach nach Konstanz fahren und sich impfen lassen wird für die Schweizer Bevölkerung aber nicht möglich sein – für eine Impfung braucht man vorerst einen Wohnsitz in Deutschland.

«Sollte es vom Bund nicht anders vorgesehen werden, ist für die Verimpfung in Baden-Württemberg der Wohnort ausschlaggebend», sagt Claudia Krüger, Sprecherin des Sozialministeriums im angrenzenden Bundesland Baden-Württemberg gegenüber SRF News. Schweizerinnen und Schweizer, die in Baden-Württemberg in systemrelevanten Berufen oder in Krankenhäusern und Pflegeheimen tätig sind, sollen sich dort jedoch impfen lassen können.

Mann mit Maske lässt sich impfen
Legende: In Ulm probte das Rote Kreuz das Impfen gegen das Coronavirus bereits. Sozialminister Lucha stellte sich als Statist zur Verfügung. Keystone

Ob mittelfristig auch Menschen aus dem benachbarten Ausland in Baden-Württemberg geimpft werden können, lasse sich aktuell nicht sagen, so Krüger. Die Priorisierung der Menschen, die zuerst geimpft werden, werde in Deutschland auf Grundlage einer Empfehlung der Impfkommission und des Ethikrates festgelegt.

So sieht das Impfkonzept in Baden-Württemberg aus

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In Baden-Württemberg stehen ab Mitte Dezember Testzentren in Freiburg, Ulm, Offenburg, Karlsruhe und Stuttgart bereit. Die zentralen Impfzentren können rund 1500 Impfungen pro Tag durchführen. Ab Januar werden die zentralen Zentren durch «Kreisimpfzentren» erweitert, in einer zweiten Phase ab Frühling werden Impfungen auch bei den Hausärzten möglich sein.

Freigabe in der Schweiz dauert länger

Auch im Nachbarland Österreich wird es schneller gehen als in der Schweiz: Kanzler Kurz rechnet mit einer Zulassung bis Weihnachten, ab Januar soll flächendeckend geimpft werden. Zum möglichen Impftourismus im angrenzenden Bundesland Vorarlberg betont ein Sprecher auf Anfrage von SRF: Erst wolle man die Risikogruppen und das Gesundheitspersonal impfen. Wie es weitergehe, könne man aktuell nicht sagen.

Und in der Schweiz? «Wir machen so schnell wie möglich, wahrscheinlich wird es aber erst im Verlauf des ersten Halbjahrs 2021 eine Impfung geben», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dass sie Schweiz anderen Ländern hinterherhinke, wies Masserey am Freitag vor den Medien zurück. Deutschland und andere Länder hätten halt schon kommuniziert, dass man bald impfe, die Schweiz nicht. Ob denn in jenen Ländern wirklich schon ab Dezember geimpft werde, werde man sehen, so Masserey. «Niemand hat die Phase-3-Studien gesehen. Kein Mensch kann sagen sehen, ab wann geimpft werden kann.»

Die Freigabe durch die Arzneimittelbehörde erfolgt in der Europäischen Union deutlich schneller. Die Schweiz kennt keine Notfall-Zulassungen, wie sie die USA oder die EU haben, arbeitet aber auch schneller als sonst: Die Heilmittelkontrollstelle Swissmedic prüft in rollenden Verfahren, also laufend, bevor alle Daten im Haus sind und während die Hersteller weiter forschen.

Impfung soll gratis sein

Die Impfung soll laut Berset für die Bevölkerung gratis sein. Es seien weder Selbstbehalt noch Franchise zu berappen. An den Kosten beteiligten sich der Bund, die Krankenkassen und die Kantone.

Die Schweiz hat mehrere Millionen Dosen von drei verschiedenen Covid-19-Impfstoffen reserviert, sie werden derzeit von Swissmedic geprüft. Die drei Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer, Astrazeneca und Moderna haben in den letzten Wochen positive Befunde aus der Testphase gemeldet. Sie alle bestätigten eine Wirksamkeit von mindestens 90 Prozent.

SRG-Umfrage: Schweizerinnen und Schweizer sind impfskeptisch

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Im Auftrag der SRG hat die Forschungsstelle Sotomo zwischen dem 23. Oktober und dem 2. November 2020 eine Umfrage zur Coronakrise durchgeführt. Die 5. SRG-Corona-Umfrage zeigt: Nur 16 Prozent der Befragen würden sich bei einer Zulassung sofort und bedingungslos impfen lassen. 28 Prozent würden von einer Impfung grundsätzlich absehen. Eine Mehrheit positioniert sich zwischen den Polen. Die Werte zeigen: Ein Impfstoff muss sich als sicher und wirksam erweisen, um in der Bevölkerung breite Akzeptanz zu finden.

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So funktioniert eine mRNA-Impfung
Aus SRF News vom 16.11.2020.
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Tagesschau 26.11.2020

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64 Kommentare

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  • Kommentar von Habegger Daniel  (Fisu)
    Während Bundesländer Massenimpfungen planen und üben, haben unsere Kantone die Komplexität einmal mehr nicht begriffen. Gemäss Verfassung betonen sie zwar immer ihre Zuständigkeit für die öffentliche Gesundheit. Tatsächlich sind es aber teure Schönwetterkonstrukte, die in Krise fast nur versagen.
  • Kommentar von Susanne Lüscher  (Lol)
    Ev. erfahren wir dann einiges über die Nebenwirkungen der Impfungen - falls es welche gibt. Dann fällt dem einen oder anderen das Ja oder Nein zur Impfung leichter. Somit ist es doch ganz gut, wenn wir noch etwas warten. Schliesslich hat es vor einiger Zeit geheissen, dass sich nur 16% der Schweizer impfen lassen wollen. Dem Rest sind ev. noch die Nebenwirkungen der Schweinegrippe (Schweden) in Erinnerung - ein Impfstoff der auch relativ schnell kam
    1. Antwort von Kurt Looser  (Dremel)
      Um die Nebenwirkungen beurteilen zu können müssen Sie Monate, besser Jahre warten. Immer dran denken, die Hersteller lehnen jede Haftung ab!
  • Kommentar von Domenic Dachs  (Frechdachs)
    Impfen? hihi