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Schweiz Ausschaffung von tschetschenischer Familie abgebrochen

Auf Geheiss des Migrationsamts Zürich sollte heute Morgen eine Familie aus Kilchberg (ZH) wegen einem negativen Asylentscheid ausgeschafft werden. Die sechsköpfige Familie widersetzte sich am Flughafen Zürich aber, worauf die Polizei die Ausschaffung abbrechen musste.

Legende: Video Abgebrochene Ausschaffung einer tschetschenischen Familie abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.09.2015.

Eine sechsköpfige tschetschenische Familie hat sich am Flughafen Zürich gegen ihre Aussschaffung gewehrt. Gemäss der 11-jährigen Tochter standen um 4 Uhr morgens Polizisten vor der Türe und forderten die Familie auf, zu packen. Am Flughafen stand ein Flugzeug für die Familie bereit, das sie nach Tschetschenien zurückführen sollte. Die Mutter weigerte sich aber, einzusteigen.

Das Migrationsamt des Kantons Zürich bestätigt den Abbruch der Ausschaffung gegenüber «Schweiz aktuell»: «Die Ausschaffung konnte nicht vollzogen werden, weil sich die Familie mittels renitentem Verhalten der Rückführung widersetzt hat.»

Kollektiv setzt sich für Familie ein

Mittlerweile ist die Familie zurück in Kilchberg. Das Migrationsamt gibt keine Auskunft darüber, wie es in diesem konkreten Fall weiterverfährt. Die tschetschenische Familie mit zwei Töchtern und zwei Söhnen lebt seit knapp vier Jahren in Kilchberg und gilt dort als gut integriert.

Gegen den mehrfach abgewiesenen Asylantrag und die drohende Ausschaffung wehrt sich ein Kollektiv von Bewohnern aus Kilchberg. Mitglied Isabelle Blümlein setzt ihre Hoffnung jetzt auf eine eben erst eingereichte Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht: «Wir möchten alles versuchen, was juristisch möglich ist.»

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Christa lohmann (Saleve2)
    Was ich einfach nicht verstehe, warum man 4 Jahre sich Zeit lässt für eine Aufenthaltsbewilligung. Jetzt erst folgt die Ausweisung. Der muss Folge geleistet werden, gar keine Frage. Und wenn man jetzt nich konsequent handelt, macht das Schule, wie man so schön sagt. Trotzdem trägt auch die CH ein Stück Schuld, nach 4 Jahren hat man sich schon ein Stück eingelebt. Aber um richtig urteilen zu können. müssten mehr Hindergründe bekannt sein.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Die Familie lebte nicht von der S'hilfe, der Vater hat gearbeitet und sind in der Gemeinde bestens integriert. Die Situation in Tschetschenien ist widerlich, viele flüchten nach RU. Da fällt mir der 30-jährige Syrer ein, der 2013 nach einer Schiesserei in einem Bordell in Zizers 3 Geiseln genommen hatte. Dafür wurde er zu 4,5 Jahre Knast verurteilt. Der kann dann widerum nicht ausgeschafft werden, wegen Krieg in der Heimat. Und die Eritreer sind allesamt Wirtschaftsmigranten und leben von der SH
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Solche "Beispiele" werden sich häufen! Solches "ERZWINGEN" (Verweigern von rechtsstaatlichen Entscheide im BFM), sind richtige Einladungen zu NACHAHME-Handlungen! Solange die eigentlichen Fakten und die Lebensweise dieser "Asylanten-Familie" (sind wirklich ALLE Sozialhilfe-Empfänger oder können sie (wie die Schweizer!) mit Arbeiten, Steuern zahlen oder Eigenverantwortung, selbstständig als Familie leben? Erst wenn diese Fragen klar sind, können wir Leser(innen) positiv oder negativ urteilen!
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    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Sehr geehrter Herr Bolliger, Solcher Beispiele gibt es bereits hundertfach, nur wurden die von unseren "unabhängigen" Medien eben nicht publiziert. Dass dieser Fall sich in die Öffentlichkeit verirrt hat ist schon erstaunlich.
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