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Schweiz Autonomisten werben für Jura-Vorlage

Am 24. November stimmen der Berner Jura und der Kanton Jura darüber ab, ob sie einen gemeinsamen Kanton gründen wollen. Die Juraabstimmung stand auch ganz im Mittelpunkt des «Fête du peuple», des Festes des jurassischen Volkes an diesem Wochendende.

Mehrere Personen der Autonomiebewegung Mouvement autonomiste jurassien werben mit Plakaten fürn ihre Anliegen.
Legende: Anlässlich der «Fête du Peuple» wurde für ein JA zur Jura-Vorlage geworben. Keystone

Soll der Berner Jura und der Kanton Jura zu einem gemeinsamen Kanton fusionieren? Über diese Frage entscheiden die Bewohner der beiden Kantone am 24. November an der Urne. Anlässlich des am Wochenende stattfindenden «Fête du peuple», hat die Autonomiebewegung «Mouvement autonomiste jurassien» MAJ nochmals mächtig die Werbetrommel für ein Ja gerührt. Dabei wurde auch vor Neckereien gegenüber den politischen Gegnern kein Halt gemacht.

MAJ-Generalsekretär Pierre-André Comte meinte während einer Ansprache in Dielsberg, die berntreue Seite ziehe leere Ideologie einer echten Reflexion über die politische Zukunft des Kantons vor.

Er übte Kritik am Entscheid der Gruppe «Force démocratique» vor der Abstimmung keine Debatte zu führen. Die sei «unverantwortlich» und schaffe ein Klima des Zweifels und der Unruhe.

Neuer Kanton soll entstehen

Sollten die Stimmberechtigten im Jura und im Berner Jura im November mehrheitlich ein Ja in die Urne legen, können die Regierungen ein Verfahren zur Gründung eines neuen Kantons einleiten.

Die separatistische Jugendorganisation «Béliers» hat die Pro-Kampagne am Samstag mit einer Aktion in Bern unterstützt.

Die «Fête du peuple» geht am kommenden Freitag weiter. Dann wird ein Gedenkanlass für Roland Béguelin und Roger Schafter stattfinden. Die beiden verstorbenen Politiker gelten als Väter des Kanton Jura.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Das Kanton Bern ist sowieso zu gross und hat erst noch keine Kohle, weshalb also sollten die Jurassier nicht zum Kt.Jura gehen? Die haben zwar auch keine Kohle, aber immerhin, sie sind Jurassier, wenn man ja schon alles hat, was es zu einem Kanton braucht, macht es auch Sinn, für etwas mehr Leute im Kanton zu sorgen. Eigentlich ein typisch Schweizerisches MultiKulti-Problem, für uns, die wir doch gegen Aussen, gerade in dieser Frage, so 'grosszügig' scheinen wollen, ein schier unlösbares Problem
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Da frage ich mal unterwuerfigst an: Warum integriert ihr denn den Rest des Kantons Bern nicht auch noch, kommt billiger als alle paar Jahre ein neues Kantonsgebilde zu gruenden.. Ach sooo, das ist wegen der Festivitaeten.! Spass beiseite, wohnhaft am Thunersee habe ich immer die Ausfluege ins Jura und Berner Jura genossen, speziell die warmherzige Gastfreundlichkeit und die feinen kalten Plaettli! Dass DIE naeher zusammenruecken wollen verstehe ich, sie bleiben ja wohl weiterhin gute Schweizer?
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