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Schweiz Basel zieht positive Bilanz nach der OSZE-Konferenz

Die baselstädtischen Behörden zeigen sich zufrieden mit der Durchführung der Konferenz – trotz der Ausschreitungen an der Anti-OSZE-Demonstration. Gemäss Regierungspräsident hat Basel sogar gezeigt, dass es auch für künftige Konferenzen der richtige Austragsort ist.

Altes Tram vor dem Zunftlokal
Legende: Die Basler sind froh über den Verlauf der OSZE-Konferenz. Auch das Abendessen im Zunftlokal sei kein Problem gewesen. Keystone

Die Bilanz über die OSZE-Ministerratskonferenz fällt im Gastgeberkanton Basel-Stadt positiv aus. «Wir können stolz sein auf den Beitrag, den wir zum Gelingen dieser Konferenz geleistet haben», sagte Regierungspräsident Guy Morin.

Basel-Stadt habe das Ziel, sich als Austragungsort für künftige internationale Konferenzen zu positionieren, erreicht, hiess es an der Medienkonferenz. Dass es nach Abschluss der zweitägigen Konferenz zu Scharmützeln zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen war, wurde als unschön und unnötig bezeichnet.

Dank an die Bevölkerung

Von vielen Delegationen und auch Aussenministern aus den 57 OSZE-Teilnehmerstaaten habe er persönlich viele positive Rückmeldungen erhalten, sagte Regierungspräsident Morin.

Morin dankte dafür auch der Bevölkerung. Es sei nicht selbstverständlich, dass diese die Einschränkungen wohlwollend hingenommen habe. Allerdings habe es auch Reklamationen gegeben, räumte Morin ein – dies namentlich, weil Trams und Busse nicht wie üblich fuhren.

Dass sich die hohen Gäste in Basel offensichtlich wohlfühlten, belegte Staatsschreiberin Barbara Schüpbach-Guggenheim mit Beispielen. So ging der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier im «Globus» einkaufen, und sein ukrainischer Amtskollege Pawlo Klimkin genoss einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

Polizei und Armee arbeiteten Hand in Hand

Während der Konferenz standen an den beiden Tagen in Basel rund 1000 Polizisten aus der ganzen Schweiz und 2700 Armeeangehörige im Einsatz. Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen, sagte Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr.

Die bewilligte Demonstration mit rund 500 Teilnehmenden durch die Innenstadt verlief friedlich. Diverse Fassaden wurden jedoch verschmiert. Nach dem Ende der Kundgebung am Claraplatz kam es dort und in der weiteren Umgebung zu Scharmützeln zwischen Demonstranten und der Polizei. Letztere setze Gummischrot und Tränengas ein.

Legende: Video Aufstände nach OSZE-Treffen abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.12.2014.

Gewaltbereite aus Süddeutschland

Die Polizei zählte laut dem Kommandanten rund 100 bis 150 gewaltbereite Kundgebungsteilnehmer, die nicht nur aus der Region Basel, sondern auch aus Zürich, Bern und dem süddeutschen Raum stammten.

Sie bewarfen die Polizisten mit Leuchtpetarden, Flaschen und anderen Gegenständen. Zwei Polizisten zogen sich leichte Verletzungen zu. 19 Personen wurden von der Polizei zur Kontrolle abgeführt. Die Staatsanwaltschaft eröffnete Ermittlungen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller, Neuberg
    Ich glaube nicht das "alle Basler" froh sind über den Verlauf. Zumal wenn die Polizei ihre Geschäfte wegen eines Abendessens für 2 Tage Zwangsschließt. Oder kommt die Stadt für den Verdienstausfall auf?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    1000 Polizisten und 2700 Armeeangehörige brauchte also in einem neutralen, friedlichen Ländchen, um eine internationale Tagung (OSZE) mehr oder weniger gefahrlos durchführen zu können! Dass trotzdem eine "Strassenschlacht" zwischen vermummten Vandalen und der Polizei stattfand, gibt meinen besorgten Gedanken noch den Rest: Wie weit sind wir auf der "völlig globalisierten" Welt gekommen! Sind das "Berufs"-Chaotenpack einerseits und die "hohe ethnische Vermischung" der Basler Bevölkerung schuld?
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    1. Antwort von vinc buff, oetwil a.d.l
      ich finde die tatsache, dass Sie zusammenhangslos gegen eine multikulturelle bevölkerung (die den anlass ruhig über sich ergehen liess) schiessen, tragisch. ich gehe davon aus, dass Sie hier einfach ihren Frust und abneigung gegenüber anderen Ethnien loswurden. eigentlich das falsche thema, der falsche ort. Viel spass mit ihrem groll gegenüber friedlichen Basler Bürgern.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Wer sich Fragen stellt, warum heutzutage alle Tagungen, an denen hohe Politiker teilnehmen, einen dermassen massiven Sicherheitsaufwand betreiben muss, wird also umgehend selektiv zum fremdenfeindlichen Zeitgenossen! Herr "vinc buff", warum sollte ich einen Frust gegen andere Ethnien in mir tragen? Sie gehören eher zu den Menschen, die ALLES aus einer völlig einseitigen Optik sehen und andere aus selektiven Teil-Meinungen sofort einseitig wahrnehmen und urteilen! Was nicht sein darf, ist nicht!?
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  • Kommentar von Hedi Wyler, Kt. Zürich
    Es ist nicht gut so Treffen in der Schweiz machen von internationalen Sachen, wesswegen die Schweiz selbständig ist und nicht mit dem Ausland etwas zu tun hat in dem Sinn seit Mariniagno (600 Jahrjubiläum!) Aber die SozialistenSP hohlt immer wieder solche Gruppen ins Land trotz dass die Schweiz neutral ist! Hört auf mit sich an der EU nähern und anderen (OECD, OPEC, NATO etc.), wir sind neutral und müssen es bleiben für immer! Das verrückte ist einfach das die Rotgrünen es nicht begreiffen!
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    1. Antwort von Vreni Müller, Chur
      Jawohl, Hedi Wyler, die Schweiz soll sich einigeln, einen Schutzwall rings ums Land bauen und sämtliche Verbindungen zur OECD, OPEC, NATO, EU, OSZE, USA , UNO kappen,, bis sie so tanzen wie die Schweiz will!
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Gerade die Schweiz als neutrales Land ist für solche Treffen hervorragend geeignet. Und war es nicht der linke Block, der dagegen protestierte? Also werden es wohl eher nicht die Sozialisten gewesen sein, welche "solche Gruppen" ins Land holt.:-) Und da unser BR. D. Burkhalter 2014 Präsident der OSZE, welche eine internationale Vereinigung ist, ist es verständlich, dass die Schweiz als Gastgeber-Land auftritt.
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