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Schweiz Bauern spüren schlechtes Erntejahr

Weniger Ernte, weniger Erträge. Dafür stieg letztes Jahr das Einkommen der Bauern aus nicht landwirtschaftlichen Bereichen.

Wiese in der Schweiz mit Kühen
Legende: Einbussen bei Obst und Getreide, dank höherer Rindviehpreise aber stiegen die Erträge aus der Mutterkuhhaltung. Keystone

Das durchschnittliche Erntejahr 2012 hat sich bei den Einkommen der Bauern bemerkbar gemacht. Die Einkünfte aus landwirtschaftlicher Tätigkeit sanken um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich 56'000 Franken pro Betrieb.

Heute erwirtschaften Landwirtschaftsbetriebe in der Regel aber auch rund ein Drittel des Einkommens ausserhalb der Landwirtschaft. Dieses stieg leicht auf 26'800 Franken. Das Gesamteinkommen betrug deshalb im Mittel 82'700 Franken, wie die Forschungsanstalt des Bundes, Agroscope, mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von 3500 Franken oder 4 Prozent.

Wie in der Schweizer Landwirtschaft üblich, unterscheiden sich die Einkommen regional. Am stärksten sanken die landwirtschaftlichen Einkommen in der Talregion (-7,9 Prozent), da dort auch die Kosten am stärksten stiegen. In der Hügel- (-4,9 Prozent) und Bergregion (-1,2 Prozent) gingen die Einkommen weniger stark zurück.

Betriebe immer grösser

Trotz gesunkenem Einkommen stieg 2012 der durchschnittliche Verdienst pro Vollzeit-Familienarbeitskraft leicht von 43'500 auf 43'700 Franken. Der Grund für diese gegenläufige Entwicklung: Bauernbetriebe mussten wegen der tiefen Zinsen weniger Mittel für die Eigenkapitalverzinsung aufwenden.

Der durchschnittliche Umsatz der Betriebe lag 2012 bei 259'800 Franken. Obwohl die Betriebe grösser geworden sind, veränderte sich der Umsatz somit im Vergleich zu 2011 kaum. Während im Pflanzenbau deutliche Abschläge (-8,2 Prozent) zum sehr starken Vorjahr resultierten, zog der Ertrag aus der Tierhaltung unter anderem dank höherer Preise an (+1,4 Prozent).

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Na ja der Bund wirds schon richten. Es gibt viele tausend Selbständige in diesem Land, jedoch die müssen selbst schauen wie sie über die Runden kommen. Die haben keine Lobbys in Bern wie die Bauern und sprechen Subventionen. Der ganze Markt ist liberalisiert und dabei bleiben tausende Selbständige auf der Strecke, da hilft keine Politik. Nein die belasten die selbständigen Schweizer immer mehr um den Kosten gerecht zu werden.
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