Bericht über Erdbebengefahr der AKW-Standorte verzögert sich

Sämtliche AKW wurden aufgefordert, eine Studie zur Erdbebengefahr an ihren jeweiligen Standort zu erstellen. Die Auswertung der Daten erfordert jetzt aber mehr Zeit, als ursprünglich geplant.

Spielplatz vor AKW-Kühlturm. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie gross ist die Erdbebengefahr an den AKW-Standorten? Die Antwort auf diese Frage verzögert sich. Keystone

Die Atomaufsichtsbehörde Ensi benötigt mehr Zeit, den Schlussbericht der Schweizer AKW-Betreiber über die Erdbebengefährdung der Nuklearanlagen zu prüfen. Die Stellungnahme wird erst im Laufe des kommenden Jahres vorliegen, wie die Aufsichtsbehörde mitteilte.

Mit der Stellungnahme will das Ensi gleichzeitig die Gefährdungsannahmen für jeden einzelnen AKW-Standort neu festlegen. Diese Gefährdungsannahmen sollen als Grundlage für neue Erdbebennachweise dienen.

«Die Überprüfung ist langwieriger als erwartet», lässt sich Ralph Schulz, Leiter des Fachbereichs Sicherheitsanalysen, auf der Ensi-Website zitieren. Daher werde die abschliessende Beurteilung nicht wie geplant Ende dieses Jahres vorliegen.

Ende 2013 hatten die AKW-Betreiber den Schlussbericht ihrer Erdbebenstudie («Pegasos Refinement Project») bei der Aufsichtsbehörde in Brugg AG eingereicht. Das Projekt Pegasos wurde 2001 gestartet, das «Pegasos Refinement Project» 2008.

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