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Legende: Audio Zecken können überall sein abspielen. Laufzeit 02:24 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 10.05.2019.
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Bisher weniger Stiche als 2018 Wie schlimm wird das Zecken-Jahr?

Das aktuelle Jahr verläuft nicht wie das Zecken-Rekordjahr 2018. Wegen des ungemütlichen Wetters sind weniger Menschen draussen.

2018 war ein Zecken-Rekordjahr: Es gab so viele Stiche wie noch nie, und die Fälle der von Zecken übertragenen Enzephalitis nahmen deutlich zu. Inzwischen gilt fast die gesamte Schweiz als Zeckengefahrengebiet.

Jetzt, im Frühling, ist wieder Zeckenzeit. Sie sitzen im Unterholz oder auf Grashalmen – und warten auf Nahrung. «Die Zecken sind jetzt da, sie sind bereit und müssen Blut haben», sagt der Zeckenexperte Werner Tischhauser. Blut brauchen die Tiere mindestens dreimal in ihrem Leben, damit sie sich gut entwickeln können.

Nasser Zeckenfeind

Besonders aktiv sind die Zecken im Frühling – so wie am Osterwochenende im April. Das Wetter war schön und die Leute waren viel draussen. Deshalb gab es sehr viele Zeckenstiche.

So viele wie im Rekordjahr 2018 waren es insgesamt aber nicht. Das liege am Wetter, so Tischhauser. Den Zecken sei der Regen zwar egal, aber die Menschen würden sehr stark auf die Witterung reagieren. «Wenn es feucht ist, geht man weniger freudig nach draussen in die Natur, und man trägt eher lange Hosen, wenn es nur zehn oder zwölf Grad warm ist», so der Experte.

Legende:
Fälle von Zeckenenzephalitis FSME (Schweiz und Fürstentum Liechtenstein) Die FSME-Fälle sind von 2014 bis 2018 kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 2019 gab es bisher 17 Fälle (Stand: 7. Mai 2019). BAG

Im vergangenen Jahr sei es um die gleiche Jahreszeit schon so mild und freundlich gewesen, dass viele Leute schon mit kurzen Hosen und kurzen Ärmeln unterwegs gewesen seien.

Zecken gibt es nicht nur im Wald

Es geht also nicht nur darum, wie viele Zecken es gibt, sondern auch darum, wie oft der Mensch draussen ist. Zecken gibt es inzwischen überall. «Ich muss nicht im Wald unterwegs sein, um auf Zecken zu stossen», warnt Tischhauser, das passiere auch im privaten Garten.

Die Zecken sind inzwischen nicht nur überall, es kommen Tischhauser zufolge auch neue Zeckenarten dazu. Dabei spiele auch der Klimawandel eine Rolle. Dank höherer Temperaturen fühlen sich plötzlich auch Zeckenarten aus dem Mittelmeerraum in der Schweiz wohl.

Impfempfehlung für fast die ganze Schweiz

2019 ist also mit weniger Zeckenvorfällen gestartet als das letzte Jahr. Eine Prognose für den weiteren Verlauf zu wagen, sei jedoch schwierig. Werner Tischhauser vermutet, dass es zwar nicht nochmals ein Rekordjahr gibt, aber doch ein Jahr mit überdurchschnittlich vielen Zeckenvorfällen.

Der Bund hat inzwischen eine Impfempfehlung für fast die ganze Schweiz ausgesprochen. Und tatsächlich lassen sich immer mehr Leute gegen die von Zecken übertragene Enzephalitis impfen.

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Legende:Impfempfehlung des BAGSeit 2019 gilt fast die ganze Schweiz als Zecken-Risiko-Gebiet.SRF
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10 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Feierabend  (Quantenmechanik)
    Liebes SRF Team wo sind die beliebtesten Orte der Geburtsorte der zecken. Sagt’s mir und ich werde ein Besuch abstatten.
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  • Kommentar von Rolf Bosshart  (R. Bosshart)
    Da die Zecken gegenwärtig so präsent sind: Zecken stechen nicht, sie beissen!
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Das ist nicht korrekt. Sie besitzen ein Stechrüssel und beissen sich nicht mit Zähen fest.
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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Also, unser Kater bringt massenhaft von diesen Biestern nach Hause. Vollgesaugt bis zum Bersten - Igitt. Ich frage mich, ob man nicht mit genetisch manipuliertem Erbgut diese Viecher ausrotten könnte. Oder geht dann das Geheule von wegen Tierschutz und Biodiversität wieder los?
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    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Das könne man schon, nur was wären die Konsequenzen davon? Vielleicht erinnern sie sich was in Australien passiert ist als man Kaninchen dorthin brachte. Analoges passiert mit Kröten, die sich über alle Massen vermehrten. Auf Guam wurde in 40ger Jahren eine Schlangenart "importiert", nun gibt es keine Vögel mehr auf der Insel.
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    2. Antwort von Anita Rusterholz  (Anita Rusterholz)
      Empfehlung: Seresto Floh- und Zeckenhalsband mit Reflektorklips. S. > ein innovatives Katzenhalsband, welches bis zu 8 Monate gegen Flöhe und Zecken schützt. Seresto enthält die Wirkstoffe Imidacloprid und Flumethrin. Die Abwehrwirkung verhindert, dass Zecken sich von Ihrem Haustier ernähren und reduziert dadurch das Risiko von Zecken übertragene Erkrankungen. Kostenpunkt ca. Fr. 35.- > Bestellung >> Google einiges günstiger. Mit freundlichen Grüßen
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    3. Antwort von Markus Vogel  (goldamsel)
      Man könnte auch auf die Katzenhaltung verzichten. Katzen verbreiten Zecken und bringen sie in den Siedlungsraum, in Gärten und Parkanlagen. Katzen gefährden die Biodiversität, indem sie Vögel jagen und Eidechsen und Blindschleichen etc. zerbeissen. Sie versäubern sich auf Kinderspielplätzen (z.B. im Sandkasten), in Schrebergärten ... u.s.w.
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