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6-Spur-Ausbau Härkingen-Luterbach: Baubewilligung erteilt, Baustart unklar
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 23.12.2020.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 40 Sekunden.
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Breitere Autobahn Härkingen: Bund gibt grünes Licht für sechs Spuren auf der A1

  • Die A1 bei Härkingen in der Region Solothurn ist mit 87'000 Fahrzeugen pro Tag stark befahren. Tendenz steigend.
  • Der Bund plant schon lange den Ausbau von vier auf sechs Spuren. Nun gibt er grünes Licht und lehnt 181 Einsprachen ab.
  • Allerdings: Einsprecher könnten die Baubewilligung anfechten und vor Bundesverwaltungsgericht ziehen.
  • Zudem droht dem Bund Ärger aus dem Kanton Solothurn. Der Baustart im Jahre 2024 ist unrealistisch.

«Auf der A1, zwischen Luterbach und Härkingen, Stau nach einem Unfall» – diese Verkehrsmeldung ist oft am Radio zu hören. Ein Ausbau soll Abhilfe bringen. Der Ausbau von vier auf sechs Spuren kostet total 886 Millionen Franken.

Die über 180 Einsprachen hat das UVEK (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) in den wesentlichen Punkten abgelehnt. Das heisst, umweltrechtlich ist das Projekt für Landschaft und Fruchtfolgeflächen «recht- und zweckmässig.»

Trotzdem noch kein baldiger Baustart?

Das UVEK bezeichnet seine Genehmigung als Meilenstein: «Wir haben dort einen bedeutenden Engpass auf dem Nationalstrassennetz und nun haben wir die Baubewilligung», freut sich Richard Kocherhans vom Bundesamt für Strassen Astra.

Bald 100'000 Fahrzeuge am Tag

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  • Auf dem Abschnitt verkehren 87'000 Fahrzeuge pro Tag.
  • Das Bundesamt für Strassen rechnet damit, dass im Jahr 2030 pro Tag 100'000 bis 110'000 Fahrzeuge verkehren werden.
  • Der Abschnitt war in den Jahren 1966/67 eröffnet worden.
  • Total kostet der Ausbau von vier auf sechs Spuren 886 Millionen Franken.

Allerdings ist es ein Meilenstein mit einem doppelten «aber». Die Baubewilligung ist noch nicht rechtskräftig. Die Einsprecherinnen und Einsprecher können Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. Zudem verlangt das Solothurner Parlament, dass ein Teil der Strecke (rund 500 Meter) durch einen Tunnel führt. Die Solothurner Regierung muss deswegen noch mit dem Bund verhandeln.

Autobahn
Legende: Die Autobahn A1 bei Härkingen ist auch deshalb stark befahren, weil hier die A2 von Basel her einmündet. Keystone

Die Bemühungen des Kantons Solothurn zur Optimierung des Ausbauvorhabens könnten zu einer jahrelangen Verzögerung des 6-Spur-Ausbaus führen. Sollte der Kanton an seiner Tunnel-Forderung festhalten, müssten die Baupläne angepasst, wieder vom Bundesrat genehmigt und neu aufgelegt werden, wobei wieder Beschwerde dagegen geführt werden kann.

Wann die Autobahn A1 zwischen Härkingen und Luterbach auf 6 Spuren ausgebaut wird, steht deshalb trotz erteilter Baubewilligung in den Sternen. Ein Baustart 2024 scheint sehr unrealistisch.

SRF 4 News, 23.12.2020, 16:00 Uhr;

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Mehr Kapazität erzeugt einerseits mehr Nachfrage, und verlagert das Stauproblem an andere Stellen, die nicht ausgebaut wurden. Die positiven Effekte dieses Ausbaus werden rasch verpuffen. Nachhaltig ist es auf keinen Fall
  • Kommentar von Stefan Pfister  (Stefan Pfister)
    Einen Hoffnungsschimmer gibt es. Vielleicht haben wir vor dem definitiven Baustart (frühestens 2024) eine politische Mehrheit, die das Vorhaben abbläst und stattdessen mehr auf den Zug setzt.
    1. Antwort von Gianni Romagnoli  (GiRom)
      Die Hoffnung ist, dass die Bauerbeiten möglichst rasch beginnen und dadurch die Behinderungen markant reduziert werden können!
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Der Bund plant schon lange den Ausbau von vier auf sechs Spuren. Nun gibt er grünes Licht und lehnt 181 Einsprachen ab." Super! Wieder km2-weise bestes Agrar-Land vernichten und dann jammern wegen Biodiversität, Kulturlandverlust, Pestizideinsatz, Bauernsterben, Stress der Wildtiere, Zerschneiden der Wildwechsel usw. Jedoch - Irgendwann wird sich die Natur rächen, brutal.