Bremgarten bekommt eine Asylunterkunft

Die Pläne für eine Asylbewerber-Unterkunft des Bundes auf dem Waffenplatz im aargauischen Bremgarten konkretisieren sich. Das Bundesamt für Migration und die Stadt Bremgarten haben sich offenbar in den meisten Punkten geeinigt.

Die 150 Asylbewerber, die in Bremgarten maximal untergebracht werden, entsprechen der Zahl jener Personen, die innerhalb von zwei Tagen in der Schweiz um Asyl bitten. Dies sagte Urs von Daeniken, Leiter Asylunterkünfte beim Bundesamt für Migration (BFM), an einer Informationsveranstaltung in Bremgarten.

Die Eröffnung der Unterkunft im Truppenlager des Bremgartner Waffenplatzes ist für den 5. August geplant. Zuerst würden nur etwa 20 bis 25 Personen einquartiert, später durchschnittlich 120, erklärte von Daeniken weiter. Und er versprach: Die Unterkunft werde keinen Tag länger als drei Jahre in Betrieb sein.

Klare Auflagen für die Bewohner

Der Betrieb in solchen Zentren sei strikt geregelt, betonten die Verantwortlichen weiter. Es gebe eine Hausordnung und eine Ein- und Ausgangskontrolle sowie diverse Sperrzonen. Urs Winzenried, der Aargauer Polizeikommandant ad interim, versprach zudem eine verstärkte Polizeipräsenz in der Region Bremgarten.

Die Unterbringung von Asylbewerbern in der Nähe von rege benutzten Schiessplätzen sei problematisch, kritisierte der Bremgarter Stadtammann Raymond Tellenbach. Das Projekt Bremgarten sei mit der Stadtregierung über mehrere Monate hinweg vorbereitet worden, erwiderte BFM-Direktor Mario Gattiker. Zudem habe das BFM viel Erfahrung mit der Umnutzung von Militäranlagen.