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Schweiz Bulgarien und die Schweiz bekämpfen Menschenhandel

Die Schweiz und Bulgarien wollen im Polizeibereich enger zusammenarbeiten und stärker gegen Menschenhandel vorgehen. Dies haben Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der stellvertretende bulgarische Premierminister und Innenminister Tsvetlin Yovchev in Sofia bekräftigt.

Legende: Video Engere Polizeiarbeit mit Bulgarien abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.07.2014.

Noch in diesem Jahr starten die Schweiz und Bulgarien ein Projekt, mit dem die Zusammenarbeit gegen Menschenhandel intensiviert und die Rolle der staatlichen Akteure in Bulgarien gestärkt werden soll.

Das Projekt sieht vor, dass beide Länder zur Weiterbildung Experten austauschen, um Opfer besser identifizieren und schützen zu können. Unter anderem sollen in Sofia auch zwei Zentren zur Aufnahme von Opfern eingerichtet werden, eines für Erwachsene und eines für Minderjährige. Betrieben werden die beiden Zentren von der Nationalen Kommission gegen Menschenhandel.

Menschenhandel bekämpfen

Bulgarien gehört neben Rumänien und Ungarn seit einigen Jahren zu den wichtigsten Herkunftsländern von Frauen, die sich in der Schweiz prostituieren. Gut zehn Prozent aller Dossiers im Bereich Menschenhandel, welche die Bundeskriminalpolizei 2013 bearbeitete, hatten einen Bezug zu möglichen Opfern oder mutmasslichen Tätern aus Bulgarien.

Sommaruga traf sich in der bulgarischen Hauptstadt Sofia auch mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen zu einem Austausch über Asyl- und Migrationsfragen.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der bulgarische Innenminister Tsvetlin Yovchev
Legende: Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der bulgarische Innenminister Tsvetlin Yovchev gehen auf Tuchfühlung. Keystone

Asylströme verfolgen

Sie machte sich ausserdem im Südosten des Landes ein Bild von der Lage an einer der Haupt-Migrationsrouten in Bulgarien, wo auch Angehörige des Schweizer Grenzwachtkorps im Einsatz stehen. In der Region kämpfen die bulgarischen Behörden gemeinsam mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gegen illegale Migration, Schlepperei und andere Formen grenzüberschreitender Kriminalität.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    PFZ abschaffen = Menschenhandel extrem eindämmen.
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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Wieder so eine Abmachung, die nicht das Papier wert ist auf dem sie geschrieben wird - und schlussendlich wird die ganze (unnütze) Übung sowieso von der Schweiz (sprich Steuerzahler) berappt.
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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Ja, Menschenhandel!! Ich staune immer wieder über die Detaillliebe im Bearbeiten der dringendsten Probleme. Auch den periphersten Kleinproblemen wird mit viel Liebe, Aufwand und Reisebudget nachgegangen. Auch dann, wenn gar keine Aussicht auf Besserung oder Erleichterung in der Schweiz besteht, da hier die Gesetzeslage dies von vornherein nicht zulässt oder bestehendes Gesetz nicht angewandt wird (zwingendes Völkerrecht, Schengen oder alles miteinander!).
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