Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Bundesrat mahnt zu Vorsicht in der «Cloud»

Wer Daten in einer Datenwolke speichert, muss damit rechnen, dass diese an ausländische Behörden gelangen. Das hält der Bundesrat fest. Die Datenbeschaffung ohne das Wissen der betroffenen Personen gehöre zum üblichen Vorgehen von Nachrichtendiensten.

In der sogenannten «Cloud» gespeicherte Daten sind nicht sicher. Das hält der Bundesrat in seiner Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss fest.

Nationalrat Jean Christophe Schwaab (SP/VD) erkundigte sich über das US-Gesetz Fisa (Foreign Intelligence and Surveillance Act). Dieses erlaubt US-Behörden, von Unternehmen wie Google, Facebook oder Twitter die Herausgabe von Personendaten aus der Datenwolke von Bürgern anderer Staaten zu verlangen.

Verantwortung liegt beim User

Der Bundesrat erinnert daran, dass eine Datenbeschaffung ohne das Wissen der betroffenen Personen zum Modus Operandi von Nachrichtendiensten gehöre. Es treffe aber zu, dass sich durch neue Technologien Überwachungsmöglichkeiten «in grossem Ausmass» ergäben, namentlich durch das dezentrale, ortsunabhängige Speichern und Bearbeiten von grossen Datenmengen beim «Cloud Computing».

«Wer soziale Netzwerke benutzt, muss sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein», schreibt der Bundesrat. Dazu gehörten der Kontrollverlust über einmal ins Netz gestellte Informationen sowie die fehlenden Einflussmöglichkeiten der Schweizerischen Behörden.

Legende: Video Eigene Daten in fremden Wolken abspielen. Laufzeit 07:49 Minuten.
Aus ECO vom 22.04.2013.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wichtige Dateien gehören auf eine externe Festplatte oder auf ein Sicherungsmedium (kein USB Stick), komplett getrennt vom Netz. Die Cloud ist schön und gut um ein paar Bilder, Videos usw. drauf zu laden. Wer sich aber da kein Backup zieht, ist selber Schuld. Sensible Dateien gehöre weder auf einen Webserver noch in die Cloud. Kauft euch eine (oder besser zwei) USB Festplatten und sicher regelmässig eure Dateien dort drauf.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Interessant in diesem Zusammenhang finde ich, dass selbst Steve Wozniak (der Apple Mitgründer) vor "Clouds" warnt und seine Daten nicht auf solche Plattformen hochlädt!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Lieber Bundesrat, es stimmt, man sollte nichts Unverschluesselt in die Cloud speichern, doch sind leider viele User sehr Fahrlaessig, siehe alleine den Social Service: Facebook, was da alles zu Lesen ist, ist Schlimm. Und die, welche ohne die noetigen Sicherheitsvorkehrungen Private- und Geschaeftsdaten in eine oeffendliche Cloud speichern, sollte man wegen Fahrlaesigkeit verhaften, doch fuerchte ich das wir nicth genug Platz haben dafuer. Deshalb Verschluesselt eure Daten!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen