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Schweiz China birgt Hoffnung für die Schweizer Milchbauern

Das Freihandelsabkommen der Schweiz mit China eröffnet den Schweizer Milchbauern einen riesigen Absatzmarkt. Der Durst der Chinesen nach Milch wächst stetig und Schweizer Produkte geniessen in China einen guten Ruf.

Legende: Video Schweizer Bauern setzen auf chinesischen Markt abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.12.2013.

Der Schweizer Milchwirtschaft könnte sich ein neuer Markt mit grossem Potential öffnen. Man werde versuchen diesen Markt zu erschliessen, sagt der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, Markus Ritter, gegenüber der «Tagesschau».

Deshalb eruieren sowohl der Bauernverband als auch die Milchbranche Exportwege und Distributionszweige für den Vertrieb von Schweizer Milch in China.

Export würde billiger

Heute muss die Schweizer Milchbranche noch rund 30 Prozent des Literpreises als Handelszoll an China bezahlen. Stimmt das Parlament dem Freihandelsabkommen mit China zu, wird auch dieser Handelszoll für Milch innerhalb der nächsten zehn Jahre ganz wegfallen.

Der Import ausländischer Milch boomt in China, auch wenn sie teuer ist. Ein Liter ausländische Milch kann im Supermarkt bis zu 4 Franken kosten. Skandale um verschmutzte chinesische Babymilch haben das Vertrauen der Bevölkerung in die einheimische Milchwirtschaft erschüttert.

Der Milchimport ist im letzten Jahr von 180 Tausend Tonnen auf 200 Tausend angestiegen 2014 soll er gar auf 250 000 Tonnen wachsen.

Grosse Chance für Schweizer Milchwirtschaft

Lion Zung von der chinesischen Handelskammer in Peking spricht von einer grossen Chance für die Schweizer Milchwirtschaft. «Die Nachfrage nach Exportmilch ist riesig – so viel Milch kann die Schweiz nie exportieren. Es reicht wenn die Schweiz eine bestimmte Region in China anvisiert. Schweiz – steht hier für Qualität und Sauberkeit. Es gibt genug Menschen hier die bereit sind viel Geld für Milch zu bezahlen», so Zung gegenüber der Tagesschau.

Dennoch sei es noch zu früh die Milchproduktion in der Schweiz hochzufahren, sagt Markus Ritter. Der Preis dürfe nicht nur für die Verarbeiter, sondern müsse auch für die Bauern stimmen. Dann seien die Schweizer Bauern bereit mehr zu produzieren.

Der Bundesrat hat das Freihandelsabkommen mit China bereits im Sommer unterzeichnet. Nun muss noch das Parlament zustimmen. Am Montag debattiert der Nationalrat als erste Kammer über das Abkommen.

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