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Legende: Video Wie stark belasten Feuerwerke die Umwelt? abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus SRF News vom 31.07.2019.
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CO2 und Feinstaub Wie schädlich ist Feuerwerk?

Mit Blick auf den Umweltschutz sagen dieses Jahr mehrere Städte und Gemeinden ihre 1.-August-Feuerwerke ab. Doch bringt das etwas?

Raketen, Kracher, bengalische Feuer oder Vulkane – fast 2000 Tonnen werden jedes Jahr in der Schweiz gezündet. In Klosters aber bleibt es dieses Jahr ruhig. «Das Ziel wäre eine feuerwerksfreie Gemeinde zu werden», sagt Gemeindepräsident Kurt Steck.

Klosters hat das klassische Feuerwerk mit einer Lasershow ersetzt. Fantastische Effekte, ohne Feinstaub und Lärm: Steck ist überzeugt, dass das klassische Feuerwerk ausgedient hat.

Mehrere Feuerwerke abgesagt oder ausgedünnt

Mit dieser Meinung ist er nicht alleine. Olten zum Beispiel verzichtet «mit Blick auf den dringend erforderlichen Klimaschutz» auf ein Feuerwerk, die Gemeinde Gland am Genfersee zeigt eine Lichtshow statt Knallkörper. Andere Städte haben ihre Feuerwerke zwar nicht abgesagt, aber verkürzt oder ausgedünnt. Auch Detailhändler ziehen sich zurück: Die Migros verkauft in mehreren Filialen keine Feuerwerke mehr.

Basel-Stadt hingegen hält am klassischen Feuerwerk fest, sagt Sabine Horvarth vom Basler Standortmarketing. Das Feuerwerk sei zu beliebt und man wolle die 100'000 Menschen, die jedes Jahr ans Rheinufer pilgern, nicht enttäuschen.

Das heisst: Während 20 Minuten werden 2000 Knaller gezündet. Doch Horvath schliesst nicht aus, dass nächstes Jahr Anpassungen vorgenommen würden. Man nehme die Diskussionen ernst und beobachte alternative Ansätze wie Lasershows mit Interesse.

Für den Klimaschutz vernachlässigbar

Doch was bringt die neue Zurückhaltung gegenüber Feuerwerken der Umwelt wirklich? In der Schweiz werden durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern jedes Jahr 78 Tonnen CO2 freigesetzt – das entspricht 0.0002 Prozent der Schweizer CO2-Emissionen und ist weniger, als 50 Kühe pro Jahr ausstossen.

Etwas höher sind die Werte beim Feinstaub: 320 Tonnen pro Jahr werden durch die Feuerwerke verursacht, das entspricht 2 Prozent der Schweizer Feinstaubemissionen. Rund um Silvester oder 1. August werden die Grenzwerte für Feinstaub aber für kurze Zeit überschritten.

Punkto CO2 und Feinstaub sind Feuerwerke für Klima- und Umweltschutz also vernachlässigbar – aber sie produzieren Lärm, Rauch und Abfall. Das hält Herr und Frau Schweizer aber nicht davon ab, den Schweizer Nationalfeiertag mit brennenden Vulkanen und knallenden Raketen zu feiern. Die grossen Schweizer Detailhändler sind mit den Feuerwerks-Verkaufszahlen sehr zufrieden – ein Rückgang sei nicht zu beobachten.

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