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Bundesrat verzichtet auf weitere Öffnungen
Aus 10 vor 10 vom 19.03.2021.
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Coronamassnahmen Lockert der Bundesrat am falschen Ort?

Kaum Lockerungen: Der Entscheid des Bundesrats zur Corona-Pandemie bewegt die SRF-Community.

Aufgrund der epidemiologischen Lage verzichtet der Bundesrat auf grössere Lockerungsschritte. Einzig die Beschränkung für Treffen im Familien- und Freundeskreis in Innenräumen wurde von fünf auf maximal zehn Personen erweitert. Der Entscheid führt zu angeregten Diskussionen in der SRF-Community.

Ansteckungsrisiko bei privaten Treffen

Die Lockerung der bisherigen Fünfer-Regel auf zehn Personen wird kontrovers diskutiert: So ist es gemäss SRF-User Urs Dupont gerade diese Regel, welche am meisten Sinn ergibt, da in privaten Innenräumen die meisten Infektionen stattfinden. Auch für Selina Weg ist dieser Entscheid nicht nachvollziehbar: «Es hiess doch, die grössten Übertragungsorte seien im Familien- und Freundeskreis zu vermelden.»

Andere User begrüssen den Entscheid des Bundesrats. So schreibt Simon Mathys: «Wie Bundesrat Berset zu Recht sagt, ist die eigene Wohnung der Kern der Privatsphäre. Zudem kam diese Regel für gewisse Familien einem Besuchsverbot gleich.» SRF-Userin Conny Hasler weist zudem darauf hin, dass man ja nicht gezwungen sei, nun mehr Menschen zu treffen. Klar ist für sie jedoch, dass weniger Kontakte auch das Ansteckungsrisiko reduzieren.

Das familiäre Umfeld als Hauptansteckungsort

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Gemäss den Angaben des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster ist der Hauptansteckungsort durch das Coronavirus mit 27.2 Prozent das familiäre Umfeld. Ansteckungen am Arbeitsplatz machen 8.7 Prozent aus, private Veranstaltungen 3 Prozent. Es gilt zu beachten, dass die Angaben des BAG zuletzt im August 2020 aktualisiert wurden und ein Grossteil der Ansteckungsorte nicht bekannt ist. Mehr Informationen zu Ansteckungsorten in Innenräumen finden Sie hier.

Der Terrassenstreit geht in die nächste Runde

Nicht nur die Journalistinnen und Journalisten an der Pressekonferenz beschäftigte die Frage nach der Terrassenöffnung von Restaurants: Auch die SRF-Community hinterfragt die verlängerte Schliessung der Terrassen, während nun im privaten Bereich gelockert wird.

SRF-Userin Chantal Pfeiff-Taschner äussert ihr Unverständnis dazu auf Instagram: Für sie sei nicht nachvollziehbar, wie sich nun im Privaten wieder zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen dürfen, aber vier Personen auf einer Terrasse nicht, schreibt sie. Auch für Tim Lüthi ist das nicht zu verstehen. Er schlägt vor, die Aussenbereiche der Restaurants zu öffnen, dafür private Treffen auf zwei Haushalte beschränken.

Zu viert auf der Gartenterrasse eines Restaurants ist nicht erlaubt. Kein Problem, machen wir eben ein Treffen mit zehn Personen zu Hause. Wie widersprüchlich ist denn das?
Autor: Brigitte MüllerSRF-Userin Facebook

SRF-User Rinaldo Del-Grande hingegen unterstützt den Entscheid des Bundesrats und fügt an, dass die steigenden Fallzahlen auch keine weiteren Lockerungen zulassen würden. An der Pressekonferenz begründete Bundesrat Berset den Entscheid wie folgt: «Eine Begrenzung zu fünft zu Hause ist eine massive Beschneidung der Grundrechte. Das ist nicht okay. Wir wollen das daher nun aufheben. Es braucht aber weiterhin grosse Vorsicht in der aktuellen Lage, um die Kontrolle nicht zu verlieren.»

Was halten Sie von der Entscheidung des Bundesrats? Schreiben Sie es uns in den Kommentaren.

Heute Morgen, 19.3.2021, 6 Uhr

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88 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Was mich langsam aufregt sind die ewigen Stänkerer.
    Kritisieren ist leicht Bessermachen ist schwerer.
  • Kommentar von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
    Diese Öffnungen sind ein Witz da die meisten sich sowieso nicht an die 5 Personen Regel hielten.
    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Überall fordert man doch die Selbstverantwortung, nur der Nachweis fehlt nach wie vor, dass die Leute bereit sind, diese auch wahrzunehmen.
  • Kommentar von Philipp Notter  (Phil1)
    Der Tunnelblick und die undifferenzierten, kollektiven Massnahmen spalten immer mehr die Gesellschaft. Das macht mir mehr Sorgen als ein Corona-Virus.
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Es braucht Massnahmen, die auch rigoros eingehalten werden, um das Virus einzudämmen. Das Meckern wegen den Massnahmen eliminiert kein Virus. Ja es gibt viele die unter den Massnahmen leiden ich selbst gehöre auch dazu, aber es ist mir immer noch lieber als keine Massnahmen zu ergreifen.