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Aus SRF News vom 25.06.2020.
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Coronavirus So entwickeln sich die Fallzahlen in der Schweiz

Die wichtigsten Zahlen für die Schweiz

Was bewirkt die Maskenpflicht im ÖV? Wie schlagen sich die Superspreading Events auf die Statistiken nieder? Ist das nun eine zweite Welle – und wie hoch wird sie? Wie entwickelt sich die Situation in den einzelnen Kantonen? Um Antworten auf solche und andere Fragen zu erleichtern, veröffentlicht SRF auf dieser Seite eine Reihe von Grafiken, die konstant aktualisiert werden, sobald es neue Daten gibt. Die Quellen und die Methodik hinter den Grafiken finden Sie am Ende des Artikels. Die gängigsten Fragen dazu werden im FAQ beantwortet.

Sie interessieren sich mehr für die weltweite Situation? Vergleichen Sie die Kurven der einzelnen Länder in unserem Artikel mit unseren interaktiven Grafiken zur internationalen Lage.

Zur aktuellen Lage in der Schweiz

Um die aktuelle Lage in der Schweiz einschätzen zu können, lassen sich verschiedene Datenpunkte heranziehen. Oft werden dafür die täglich gemeldeten Neuinfektionen zitiert. Auf den Tag herunter gebrochen sind sie aber wenig aussagekräftig, da sie starken Schwankungen unterworfen sind – und oft noch Fälle nachgereicht werden. So meldet das BAG täglich weitere Fälle für die Vortage nach. SRF empfiehlt deshalb, den Fokus auf den 7-Tages-Schnitt zu richten. Dieser zeigt einen klareren Trend, wie sich die Infektionszahlen entwickeln.

Um Infizierte zu finden, muss man testen. Die verfügbaren Daten zu den Tests zeigen: Die kantonalen Behörden liessen über Monate ein konstantes Test-Regime laufen, mit durchschnittlich mehr als 5'000 Tests an Wochentagen. Seit Mitte Juni wurde diese Zahl nochmals hochgeschraubt.

Trotzdem bleibt der Anteil der positiven Test an allen durchgeführten Test, die sogenannte Positivrate, weiterhin tief. Das gibt einen Hinweis darauf, dass die gemeldeten Neuinfektionen ein gutes Abbild der Lage abgeben.

Wie viele Personen ein Infizierter im Schnitt tatsächlich angesteckt hat, zeigt der Reproduktionswert R. Forscherinnen und Forscher der ETH berechnen diesen Wert mit einer Verzögerung von zehn Tagen, Link öffnet in einem neuen Fenster. Ist der Wert über 1, bedeutet das eine exponentielle Zunahme an Fällen. Der neuste Wert gilt für den 26. Juni und steht bei 1.76. Das bedeutet, dass hundert Neuinfizierte im Schnitt 176 Personen anstecken. Aber weil nachweislich viele Neuinfizierte keine weiteren Personen anstecken – weil sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten – überträgt sich Covid-19 in der Schweiz zurzeit vor allem durch sogenannte Superspreading-Events: Ein Einzelner steckt viele an.

Wenn die Neuansteckungen exponentiell zunehmen, nehmen rund zwei bis drei Wochen später auch die Hospitalisierungen zu. Im Moment ist die Situation auf tiefem Niveau stabil.

Ein guter Kennwert für das Ende einer Welle ist die Abnahme von täglich gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Weil das BAG hier eine engere Definition führt als gewisse Kantone, werden hier die Zahlen der Kantone verwendet. Gemäss mehrer Kantonsärzte bilden diese die aktuelle Lage besser ab.

Die Lage in den Kantonen

Vorsicht: Die Datenlage ist zurzeit je nach Kanton unterschiedlich. Bitte geben Sie auf den Datenstand acht: Einzelne Kantone veröffentlichen nur noch selten Zahlen. Die Tabelle zeigt neben den kumulierten gemeldeten Infektionen und Verstorbenen auch die Entwicklung der täglich gemeldeten Neuinfektionen im jeweiligen Kanton. Die Ziffer am Ende der Linie gibt den Anstieg der Infektionen im Vergleich zum Vortag an.

Übersterblichkeit in der Schweiz und in den Kantonen

Welchen Schaden hinterlässt Covid-19 in der Schweiz? Vom wirtschaftlichen Schaden und den Langzeitschäden der Überlebenden abgesehen, liefern vor allem die Todesfälle ein Indiz, wie schlimm die Schweiz betroffen ist. Die von den Kantonen gemeldeten Verstorbenen haben aber ihre Schwächen. In gewissen Kantonen werden Verstorbene in betroffenen Alters- und Pflegeeinrichtungen nicht dazugezählt, wenn die Verstorbenen nicht auf das Virus getestet wurden – in anderen aber schon.

Eine bessere Möglichkeit, das Ausmass der Coronakrise zu erfassen, ist der Blick auf die Übersterblichkeit. Dabei werden alle Verstorbenen eines gewissen Zeitraumes gezählt – egal, woran sie gestorben sind – und mit dem Durchschnitt der vergangenen Jahre verglichen. Sterben zum Beispiel während einer Woche deutlich mehr Menschen als in denselben Wochen in den Jahren zuvor, spricht man von Übersterblichkeit. Wie die untenstehende Grafik zeigt, zeichnet sich im Jahr 2020 für die Aprilwochen eine deutliche Übersterblichkeit ab. Sie wird jeweils Dienstagabend erneuert.

Quellen und Methoden

Änderungen an diesem Artikel

  • 6. Juli: Statt den gemeldeten Neuinfektionen des Vortags werden im Zähler unter "Neu gemeldet" die Summe der Neumeldungen inklusive Nachmeldungen gezeigt.
  • 2. Juli: Neuer Zähler mit Vorwochen-Trend eingebaut. Redesign der Neuinfektionen-Grafik. Wechsel der Datenquelle für die Neuinfektionen von den Kantonen, Link öffnet in einem neuen Fenster zum BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster auf Empfehlung von OpenDataZH, Link öffnet in einem neuen Fenster. Entfernung der Quarantäne/Isolations-Grafik, weil Datenlage zu unklar ist. Einsetzen der Hospitalisierten-Grafik, weil bessere Daten der Kantone verfügbar sind.
  • 25. Juni: Entfernung der Hospitalisierten-Grafik, weil Datenlage zu unklar ist.

Tagesschau, 22.03.2020.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Es gibt meiner Meinung nach ein Grund warum Europa zum Epizentrum wurde oder wird. Verglichen mit Asien, streiten wir uns immer nach dem Warum, wieso, weshalb, dürfen die das, ist das rechtens, hat der BR richtig gehandelt???? Und und und !!! Der Virus fragt nicht, er macht. Asien fragt nicht, sie machen.
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  • Kommentar von Patrick Rey  (PRey)
    Tolle Arbeit, führen Sie die unbedingt weiter! Zwei Vorschläge: 1. Teilen Sie doch die Werte für China in die Gebiete Hubei und Rest auf. 2. Fügen Sie Staaten wie Taiwan und Singapur hinzu.
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Vielen Dank für die umfänglichen Daten und überhaupt für die intensive Berichterstattung. Zur Einordnung würde mich nur interessieren: Leichte Fälle werden ja nicht mehr getestet, muss man jetzt davon ausgehen, dass die erfassten Fälle schwer Erkrankte sind? Und wie sieht es bei der Relation "genesen/noch nicht genesen" aus (von geheilten kann man ja nicht sprechen, da keine Therapiemöglichkeiten bestehen)? Sind die fast 50% nicht Genesenen auch "schwere Fälle"? Vielen Dank für die Info.
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    1. Antwort von SRF News-Redaktion (SRF)
      @Eva Werle Vielen Dank für das Lob! Ihre Frage können wir leider nicht beantworten, ohne in Spekulation zu verfallen. Möglicherweise könnte Ihnen aber die Infoline Coronavirus des BAG weiterhelfen. Liebe Grüsse, SRF News-Redaktion
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