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Wann kommt der Impfstoff für Kinder?
Aus Tagesschau vom 03.04.2021.
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Covid-19-Impfungen Sollten auch Kinder gegen Corona geimpft werden?

Auch unter 18-Jährige müssten geimpft werden, sagen Infektiologen. Das sei wesentlich, damit schnellstmöglich eine Herdenimmunität erreicht werden kann.

Ein kleiner Pieks und schon ist Alejandra aus den USA geimpft. Es fühle sich sogar gut an, sagt die Neunjährige. Sie nimmt als eines von mehreren Dutzend Kindern an einer Pfizer-Impfstoffstudie teil. Ihre Mutter Susanna Naggie – selbst Ärztin – hat sie dazu ermutigt: «Dies ist eine Chance für uns: Einerseits bekommen unsere Kinder so Zugang zur Impfung. Anderseits können wir dazu beitragen, dass es rascher geht, bis sich alle Kinder impfen lassen können.»

Auch Kinder und Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen, ist laut Experten zentral. Und zwar wegen der Herdenimmunität: Falls sie erreicht werden kann, ist das Coronavirus «besiegt». Dafür müsste ein Grossteil der Bevölkerung gegen das Virus immun werden.

Klinische Studien laufen derzeit

Ursprünglich gingen Forschende davon aus, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, um Covid-19 den Garaus machen zu können. Doch wegen der Virusmutationen ist dieser Wert gestiegen. Mindestens 80 Prozent der Bevölkerung müssten laut Experten zur Erreichung der Herdenimmunität über die entsprechenden Antikörper verfügen.

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Legende: Falls eine Herdenimmunität erreicht werden kann, ist das Coronavirus «besiegt». Neu gehen Experten davon aus, dass dafür 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 immun sein müssen. SRF

Christoph Berger ist selber Kinderarzt und Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF). Er ist überzeugt: Ohne Impfungen bei Kindern und Jugendlichen ist es unmöglich, die Herdenimmunität zu erreichen: «Nicht alle Erwachsenen lassen sich impfen. Dann ist die Frage, ob wir das erreichen können. Wenn wir die Kinder dazunehmen – die machen einen wesentlichen Anteil an der Bevölkerung aus – ist das einfacher zu erreichen.»

Es kann sein, dass das ganz kleine Kind bezogen auf das Körpergewicht oder die Grösse mehr Impfstoff braucht, um zu reagieren.
Autor: Christoph BergerPräsident der Kommission für Impffragen

Derzeit testen alle grossen Hersteller in klinischen Studien ihre Impfstoffe an Kindern und Jugendlichen. Minderjährige reagieren anders auf Impfungen als Erwachsene, betont Berger: «Es kann sein, dass das ganz kleine Kind bezogen auf das Körpergewicht oder die Grösse mehr Impfstoff braucht, um zu reagieren. Auf der anderen Seite braucht das Schulkind oder der Teenager unter Umständen weniger als der Erwachsene, weil das Immunsystem eben anders ist und sich entwickelt.»

Im Fall der Neunjährigen Alejandra aus den USA verlief die erste Impfung soweit problemlos. Noch sind weitere solcher Tests nötig, bis Corona-Impfstoffe für Kinder markttauglich sind. Laut Heilmittelinstitut Swissmedic ist eine Zulassung in der Schweiz frühestens in einem halben Jahr zu erwarten.

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Impfexperte Christoph Berger: «Mit Impfungen bei Kindern und Jugendlichen ist das Ziel einfacher zu erreichen»
Aus News-Clip vom 03.04.2021.
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Tagesschau, 03.04.2021, 19:30 Uhr

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96 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Schmid  (Edwin Schmid)
    So einem Arzt sollte man die Approbation entziehen.
  • Kommentar von Patrick Umbach  (P-Umbach)
    Der Impfstoff für Kindermuss jetzt in grosser Menge bestellt werden, damit er - sobald zugelassen - auch verfuegbar ist. Wir - insbesondere unser Kind - wollen spaetestens im Herbst 2021 ans Meer, ohne Risiko, dann in einem auslaendischen Quaranraenehotel festgesetzt zu werden, weil der ohne Impfung wohl sonst noetige Test vor dem Rueckflug (falsch) positiv sein koennte.
    1. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      Wie Sie recht haben. Auch den Kindern soll kein Leiden zugemutet werden.
      Der CH Impfplan sieht das vor. Danke
  • Kommentar von Werner Vetterli  (KlingWe)
    Wir sind verwöhnt mit unserer Schulmedizin. Der Grossteil kennt solche Neuerkrankungen nicht mehr. Aber man ist versiert und googelt alle möglichen Visionen. Dabei stellt ma sich immer schützend vor die Kinder, mehrheitlich zum Schutz der eigenen Unwissenheit.
    Oder glauben Sie wirklich Polio (Kinderlähmung) hätte man ohne Schuttimpfung der Kinder, je besiegen können.
    Bedenken Sie, auch damals war alles neu.
    Sie haben nie erlebt dass Menschen 20 Jahre gelähmt ans Bett gefesselt waren.
    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Polio kann zu schwerwiegenden, bleibenden Lähmungen führen. Überwiegend sind Kinder im Alter von drei bis acht Jahren betroffen, nur gelegentlich erkranken auch Erwachsene. Deswegen heisst die Krankheit „Kinderlähmung“. Dem gegenüber überstehen Kinder eine Infektion mit Covid meist symptomfrei, und erkranken auch kaum schwerer als an einer anderen Atemwegserkrankung. Das kann man beim besten Willen nicht mit Kinderlähmung vergleichen!