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Coronaimpfung im Herbst
Aus Tagesschau vom 05.10.2022.
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Covid-Impfkampagne Das Wichtigste zur Coronaimpfung im Herbst

Die Fallzahlen steigen derzeit stark. Wer soll sich erneut impfen lassen, ab wann und welche Impfstoffe schützen vor Omikron? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wieder impfen – wieso ist das notwendig? Über 97 Prozent der Bevölkerung haben bereits Antikörper gegen Sars-CoV-2 entwickelt. Doch der Impfschutz gegen schwere Krankheitsverläufe lässt vor allem bei älteren Personen mit der Zeit nach. Die Booster können den Schutz bei gefährdeten Personen wiederherstellen. «Auch wer kein besonderes Risiko hat, kann das Risiko einer Ansteckung mit einer Impfung etwas senken und schafft sich auch einen gewissen Schutz vor Long Covid», erklärt SRF-Wissenschaftsredaktor Daniel Theis.

Wem wird die Auffrischimpfung empfohlen? Der Bund empfiehlt die erneute Coronaimpfung ab dem 10. Oktober allen Personen ab 16 Jahren. Ausdrücklich zur Impfung raten das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) besonders gefährdeten Personen. Dazu gehören alle, die 65 Jahre oder älter sind, sowie alle ab 16 Jahren, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben – etwa aufgrund einer chronischen Vorerkrankung, eines geschwächten Immunsystems oder einer Schwangerschaft.

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Archiv: Wer sich diesen Herbst erneut impfen lassen soll
Aus Tagesschau vom 09.09.2022.
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Muss ich das selber bezahlen? Jeder, der sich diesen Herbst erneut gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann dies gratis tun. Alle vom BAG und der Ekif empfohlenen Impfungen sind für die Bevölkerung kostenlos.

Wann und wo kann ich die Impfung auffrischen? Auffrischimpfungen sollen gemäss Empfehlung des BAG frühestens vier Monate nach der letzten Coronaimpfung oder Genesung erfolgen. Die Impfung kann in allen Kantonen aufgefrischt werden; in Apotheken, Impfzentren, Spitälern und bei Hausärztinnen und -ärzten.

Schützen die Vakzine auch vor Omikron? Das BAG empfiehlt die Auffrischimpfung mit den mRNA-Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna oder dem Proteinimpfstoff Novavax. Bivalente mRNA-Impfstoffe – also solche, die gegen mehrere Varianten des Coronavirus wirksam sind – sollen bevorzugt verabreicht werden. Ende August hat das Heilmittelinstitut Swissmedic den angepassten Booster-Impfstoff von Moderna, der auch gegen die Omikronvarianten BA.1 und BA.4/5 wirkt, zugelassen. Pfizer hat zwei Zulassungsgesuche für an Omikron angepasste bivalente Vakzine eingereicht. Der Begutachtungsprozess befinde sich auf der Zielgeraden, teilt Swissmedic auf Anfrage mit.

Welche Impfstoffe werden bereits eingesetzt?

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Legende: KEYSTONE/Laurent Gillieron

In der Schweiz sind aktuell Impfstoffe von vier Herstellern zugelassen. Den derzeit bestmöglichen Schutz vor einer schweren Erkrankung bieten laut BAG die mRNA-Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna. Für Erwachsene sind zudem der Vektorimpfstoff von Janssen und der Proteinimpfstoff von Novavax zugelassen. Damit können sich auch Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen, die aus medizinischen Gründen keinen mRNA-Impfstoff erhalten können.

Soll ich nicht lieber auf den Impfstoff warten, der gegen mehrere Varianten wirkt? Das BAG verneint und schreibt auf Anfrage: «Sowohl die bisherigen monovalenten als auch die angepassten bivalenten Impfstoffe schützen vor schweren Krankheitsverläufen. Zum Impfstart am 10. Oktober stehen neben den bisherigen Impfstoffen ausreichende Mengen des angepassten, bivalenten mRNA-Impfstoffs von Moderna zur Verfügung.» Auch Wissenschaftsredaktor Daniel Theis bestätigt, dass laut Studien der Unterschied beim Impfschutz bei mono- und bivalenten Vakzinen nicht gross ist. «Die ab 10. Oktober verfügbaren Doppelimpfstoffe schützen mehrere Wochen gut vor Ansteckungen und sicher für den ganzen Winter vor einem schweren Verlauf.»

Gibt es nun einen Run auf die Impfzentren? Die Zahl der Corona-Ansteckungen und Hospitalisationen steigt derzeit markant an. Das BAG hat am 4. Oktober 25'134 Neuinfektionen innert der letzten sieben Tage gemeldet. Das ist ein Anstieg von rund 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die steigenden Fallzahlen dürften für viele auch die Dringlichkeit einer weiteren Auffrischimpfung legitimieren.

Das glaubt auch Karin Faisst, Leiterin des Amtes für Gesundheitsvorsorge im Kanton St. Gallen. Ab dem 10. Oktober, wenn die Auffrischimpfung für alle ab 16 Jahren empfohlen wird, rechnet sie mit viel mehr Anmeldungen. «Wir gehen aber nicht davon aus, dass wir wie im letzten Jahr überrannt werden.»

SRF 4 News, 04.10.2022, 18 Uhr;

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