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Schweiz CVP als Treiber bei der Rentenreform?

Der Bundesrat möchte die Altersvorsorge grundsätzlich reformieren. Die Vorschläge dazu wurden in dieser Woche präsentiert. Versicherungen und Parteien reagierten pikiert auf die angedachten Änderungen. Doch es gab und gibt auch Ausnahmen.

Christophe Darbellay ist so eine Ausnahme. Und mit ihm die CVP. Er und seine Partei unterstützen die Reformpläne rückhaltlos, so Parteichef Darbellay in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Er finde das gut und sehe sich und seine Partei bei diesem Thema in einer wichtigen Rolle.

Freundliche Worte findet der CVP-Präsident für SP-Bundesrat Alain Berset. Es sei richtig, dass der Bundesrat ein Gesamtpaket für die Rentenreform präsentiert habe, und eben nicht nur einzelne Elemente. «Das ist eine neue Gangart.» Aber nur so habe man eine Chance, sagt Christophe Darbellay in der «Samstagsrundschau».

Reform: Alles auf einmal oder besser in Etappen?

Rentenalter 65 für Frauen, eine höhere Mehrwertsteuer und ein tieferer Umwandlungs-Satz bei den Pensionskassen – so will der Bundesrat die Altersvorsorge sichern.

Die grössten Parteien sind sich nicht einig, ob die Reform als Gesamtpaket oder in Etappen angegangen werden soll. Der Schweizerische Versicherungsverband nennt die avisierte Umsetzung voreilig. Gewerkschaften monieren die Senkung des Umwandlungssatzes.

CVP: Keine Alternative zu vorgeschlagener Reform

Das Gesamtpaket sei ausgewogen, findet der CVP-Präsident. Allerdings müsse man jetzt noch viel Überzeugungsarbeit leisten. «Im Moment ist nur die CVP für dieses Paket.»

Nicht einmal die SP, die Partei von Bundesrat Berset, bekenne sich klar zu den Reformvorschlägen, kritisiert Darbellay. Es gebe aber keine Alternative, wenn man langfristig ein finanziell gesundes Rentensystem wolle.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von R.käser, Zürich
    Bevor irgend etwas gross geändert werden soll, muss mit den Altlasten aufgeräumt werden. Die privatwirtschaftliche BVG Lösung welche vor rund 30 Jahren eingeführt wurde ist für Banken und Versicherungen ein Jahrtausend Geschäft. Diese bereichern sich auf unverschämte Art an den Versicherten. Wir erhalten darauf 1.5 (neu 1.75)% Zinse. Die investieren in Immobilien mit 5-10% Rendite! Wir wurden von CVP, FDP verschaukelt und die SP ist aufgelaufen! Das war auch der BR empfiehlt.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Auf gut Deutsch: wie schieben wir den Bürgern unter, dass es bald weniger Rente geben wird! Das Politiker ausgefuchste Schlitzohren sind, wissen wir ja schon lange. Das aber die schweizer Bürger so naiv und gutgläubig sind, tut schon fast weh! Leiden tun dann eh diejenigen, die eh schon nichts mehr haben. Reiche und Bonzen lachen über uns, die haben ausgesorgt. Das gerade eine CVP solch ein Treiben forciert, passt so gar nicht in ihr "christliches" Weltbild! Oder doch? Verlogen wie eh und je?
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Ich empfehle ihnen, den Artikel im Regional GR zur Pensionierungspolitik des Kaders der GKB zu lesen. Es sind nicht immer die Politiker schuld.
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  • Kommentar von E.Waeden, H
    Lieber Herr Darbellay ist es nicht so, dass Politiker wie Sie es sind, nach ein paar Jahren in der Politik eine "fette" Rente erhalten werden. Vorher gibt es noch eine "dicke" Abfindung & ein Verwaltungsrat-Pöstchen, wo noch ein wenig Kleingeld in den schon prall gefüllten Geldbeutel gespült wird? Und Rentnern, die ein Leben lang geschuftet haben sollen noch länger arbeiten & die schon jetzt kleinen Renten werden munter weiter gekürzt.
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    1. Antwort von Peter Escher, Naters
      Rentenalter erhöhen ..., Rente anpassen ... alles Gut und Recht; DOCH, man sollte Wunschdenken und Realitätsbewusstsein nicht zu weit auseinandertrifften lassen..
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