Dargebotene Hand wird immer öfter angenommen

Die Nachfrage nach Hilfe der Dargebotenen Hand steigt. Letztes Jahr wählten täglich rund 620 Schweizerinnen und Schweizer die Nummer 143.

Frau mit Kurzhaarschnitt am Bürotelefon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die freiwilligen Mitarbeitenden der Dargebotenen Hand mussten letztes Jahr wieder mehr Hilfesuchende beraten. Keystone

Die Schweizer Bevölkerung wählte 2014 immer häufiger die Nummer des öffentlichen Sorgentelefons. Die Dargebotene Hand erhielt täglich rund 620 Telefonanrufe. Das ist ein Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Thema der meisten Gespräche waren seelische Leiden oder Beziehungsprobleme. Angerufen haben erneut mehr Frauen als Männer.

Nicht genügend Freiwillige

Von den über 226'000 Anrufen konnten die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dargebotenen Hand letztes Jahr jedoch nur rund 163'000 sofort entgegennehmen. In mehr als 40'000 Fällen, mussten die Anrufenden gebeten werden sich später wieder zu melden. Dies ist auf Engpässe beim freiwilligen Personal zurückzuführen.

Beratung auch über das Internet

Jüngere Menschen nutzen die Seelsorge per Telefon seltener als Erwachsene. Dafür wird verstärkt das Online Angebot der Dargebotenen Hand per Chat und per Email in Anspruch genommen. Die vorherrschenden Themen sind bei Jugendlichen vor allem Suizid, Sexualität oder Gewalt.

Suizid-Präventionskampagne mit der SBB

Seit vergangenem Herbst unterstützt die SBB das Sorgentelefon mit einer gemeinsamen Kampagne. Das Bahnunternehmen setzt auch bei der eigenen Suizidprävention auf Informationstafeln der Dargebotenen Hand. Auf diesen werden Menschen in Notlagen aufgefordert Tel. 143 zu wählen. Die Präventionstafeln sind in diversen Bahnhöfen in der ganzen Schweiz angebracht.