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Schweiz Das ist die Schweiz der Zukunft

Wie sieht die Jugend der Schweiz ihr Land in der Zukunft? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, hat Bundesrätin Doris Leuthard im Frühling 2014 einen Ideenwettbewerb lanciert. Nun hat eine Jury einen Sieger erkoren.

Legende: Video Die Zukunft der Schweiz aus Sicht der Jugend abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 31.10.2014.

Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus, leben in dörflich geprägten Quartieren und haben Zeit, die Gemeinschaft und ihre Familiengärten zu pflegen. Ungefähr so sehen die Sieger des Ideenwettbewerbs «morgen? Die Schweiz» das Land im Jahr 2035.

Diesen hatte Bundesrätin Doris Leuthard im April lanciert und fünf Fachhochschulen zur Teilnahme eingeladen. Ziel war es, eine Vision für eine Entwicklung der Schweiz aus der Sicht von jungen Menschen zu entwickeln. «Wir planen für die nächste Generation, deren Wertvorstellungen müssen darin einfliessen», sagte Leuthard bei der Präsentation des Siegerprojekts vor den Bundeshausmedien.

Vision einer «besiedelten Landschaft»

Das Projekt stammt von der Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia). Das Projektteam hat die Wochenzeitung «Swisstopia» in der Ausgabe vom 15. September 2035 entworfen. Mit Artikeln, Fotos, Grafiken, Karten und Karikaturen wird die Entwicklung der Schweiz der vorangehenden 20 Jahre nachgezeichnet.

Eine Person wird vor einer Glaswand mit einer Urkunde fotografiert.
Legende: Vincent Huron ist einer der Studenten der Genfer Hochschule, die den Wettbewerb gewonnen hat. SRF

Entstanden ist die Vision einer «besiedelten Landschaft», wie Leuthard sagte: Die Natur hat auch in der Stadt ihren Platz, die Gemeinschaft hat einen höheren, die Arbeit einen etwas anderen Stellenwert. Der Verkehr ist nicht mehr allgegenwärtig. Eine Seite der Zeitung zeigt beispielsweise den heute notorisch verstopften Pont du Mont Blanc in Genf als historisches Foto und daneben das Bild einer breiten, begrünten Fussgänger- und ÖV-Brücke in 20 Jahren.

«Das Heft soll Lust machen, in der Schweiz von 2035 zu leben», erklärte Vincent Huron vom Projektteam. Es handle sich zwar um eine Vision, aber diese sei möglich. «Es ist an uns, aktiv zu werden», sagte der Student. «Wir wollen das tägliche Leben und den Austausch untereinander verbessern und einander näherbringen,» erklärt Huron in der «Tagesschau».

Zufriedene Jury-Präsidentin Leuthard

Ebenfalls am Wettbewerb mitgemacht haben die Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) Basel, die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), die Hochschule Luzern (HSLU) und die Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI).

Für Leuthard war der Ideenwettbewerb ein Erfolg. Den Prozess, den sie damit angestossen hat, will sie darum auch nicht gleich wieder abbrechen. Nächstes Jahr sollen alle Studenten, die am Wettbewerb teilgenommen haben, wieder zusammenkommen, um mit Städteplanern, Wissenschaftlern und Behördenvertreten die nun entstanden Ideen weiter zu entwickeln.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von P. Studer, Zug
    die Landschaftsschutzinitiative wurde 2012 vom NR zerpflückt. Das Bauzonen-Moratorium wurde von Rechts heftig bekämpft!! Das Widerliche daran: Die SVP hat kurz darauf die Schuld an der "Verbetonierung" der Schweiz mit der MEI den Ausländern in die Schuhe geschoben!!! Für solche TATSACHEN sind rechtsgeichtete Schreiberlinge hier BLIND! Die SVP löst keine Probleme, sie ist das Problem!
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  • Kommentar von Dominique Dörflinger, Genf
    Von mir aus darf es in den Städten gerne mehr Grünfläche geben.. Pflanzt von mir aus auch Palmenstrände auf die Hochhäuser, nur bitte überbaut nicht im Gegenzug die noch erhaltene Natur. Hauptsache unsererer Bundesrätin gefällts, mir jedenfalls nicht.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Schon hässlich genug die missratenen,antiquierten"Phallus-Symbole"in Zürich und Basel.Und jetzt auch noch diese Batteriehaltungs-Kisten.Trotzen nur so vor Ästhetik und beflügeln jegliches Lebensgefühl(Ironie).Synthetisch,tot,eintönig,seelenlos.Wohl ein Abbild des Geistes.Äussert sich zudem in den meisten(Prunk)Gebäuden der ganzen Welt.Lohnt sich über Gebäude- und Städte-Strukturen nachzudenken,sich in die Erbauenden und Bewohnenden hineinzuversetzen.Sagt viel über deren Geist aus.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Bitte Winterthur nicht vergessen @ A.Käser, Zürich. Was da die letzten 30-40 Jahre hingeklotzt wurde. Braucht nicht hoch zu sein, geht auch niedrig und hässlich. Bin gegen Batteriehaltung für Hühner und erst recht für Menschen. Auch arbeiten in Grossraumbüro Terrarien. Mit ein Grund, wieso ich 1998 in Oerlikon den Pickel warf. Sie haben schon Recht, dem Nachwuchs scheint dieses "Refrigerator-Kuschelgefühl" zu behagen. Sie kennen ja nichts anderes. Dafür "Mega-Cool". Nicht mein Stil.
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Thomas Käppeli, stimmt, den meisten Jungen gefällts, sie merken gar nicht, was ihnen fehlen muss. Dafür liegt die CH mit einer Heerschar Psychiater und ihren Symptombehandlungen europa-, wenn nicht weltweit an Spitzenposition.
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