Demonstranten fordern Rücktritt von Winterthurs Polizeivorstand

Einige hundert Personen haben in Winterthur gegen den Polizeieinsatz der Kundgebung vom 21. September demonstriert. Die Teilnehmer fordern nicht nur personelle Konsequenzen, sondern auch mehr Freiräume für Jugendveranstaltungen.

Tanz-dich-frei-Demo in Winterthur vom 21. September. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Freiräume statt Albträume» – so das Motto der jüngsten Kundgebung als Reaktion auf die Demo vom 21. September (Bild). Keystone

Vor drei Wochen artete die «StandortFUCKtor»-Kundgebung in Winterthur aus – es kam zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Bilanz: 93 Teilnehmer wurden verhaftet, elf Personen verletzt. Eine Demonstrantin erlitt eine schwere Augenverletzung, ein Polizist erlitt wegen einer Knallpetarde auf einem Ohr einen totalen Hörverlust.

Gegen den Polizeieinsatz haben nun mehrere hundert Personen demonstriert. Die Kundgebung war im Gegensatz zur ersten bewilligt. Die Forderung der Organisatoren: Polizeivorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) und Polizeikommandant Fritz Lehmann sollen ihre Plätze räumen. Zudem müsse der Fall lückenlos und von externer Stelle untersucht werden.

Darüber hinaus verlangen sie, das Bewilligungsverfahren für Jugendveranstaltungen aufzuheben. Nyima Tsering, Präsident der Juso Winterthur und Mitorganisator, sagte angesichts siebenseitiger Bewilligungen und Kosten von 600 Franken könne man nicht von Freiräumen sprechen.

Laut der Polizei verlief die Kundgebung friedlich.