Deutlich mehr freie Wohnungen

In der Schweiz stehen so viele Wohnungen und Einfamilienhäuser leer wie seit rund 15 Jahren nicht mehr. Über 56’000 Wohnungen waren am 1. Juni unbesetzt.

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Bildlegende: In der Stadt Zürich stehen vor allem Wohnungen im gehobenen Preissegment zur Verfügung. Keystone/Symbolbild

Aktuell stehen in der Schweiz deutlich mehr Wohnungen und Einfamilienhäuser leer als noch letztes Jahr. Laut Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) waren am Stichtag der Leerwohnungszählung, dem 1. Juni, über 56'000 Wohnungen zu haben.

Die so genannte Leerwohnungsziffer ist damit mit 1,3 Prozent so hoch wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Im Vergleich zum Vorjahr standen etwas über 5400 Wohnungen mehr leer, was einem Anstieg um 11 Prozent gleichkommt.

Am wenigsten leere Wohnungen im Kanton Zug

Die höchste Leerwohnungsziffer war mit 3,63 Prozent im Kanton Appenzell Innerrhoden zu beobachten, gefolgt von jener des Kantons Solothurn (2,62 Prozent). Die tiefste meldete der Kanton Zug (0,34 Prozent), eine nur wenig höhere wiesen die Kantone Basel-Stadt (0,42 Prozent), Genf (0,45 Prozent) und Basel-Landschaft (0,47 Prozent) aus.

Die Zahl der leer stehenden Einfamilienhäuser stieg um knapp 2 Prozent. Bei den unbesetzten Neuwohnungen gab es eine Zunahme um 14 Prozent. Insgesamt standen am Stichtag knapp 8800 Neuwohnungen leer. Laut BFS ist dies ein Wert, der zuletzt Mitte der 1990er-Jahre zu beobachten war.

Auch bei den leer stehenden Mietwohnungen gab es einen markanten Anstieg: rund 45500 unbewohnte Mietwohnungen sind der höchste Wert seit 1999. Dagegen blieb die Zahl der leer stehenden und zum Kauf angebotenen Wohnungen mit rund 11'000 stabil.

Nur bei Grosswohnungen mit sechs und mehr Zimmern verknappte sich das Angebot. Die meisten leer stehenden Wohnungen haben drei oder vier Zimmer.