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Schweiz Deutlich weniger Asylgesuche im letzten Jahr

Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz ist im letzten Jahr im Vergleich mit dem Vorjahr um einen Viertel zurückgegangen. Dafür verantwortlich sind vor allem rasche Entscheide über Anträge, die von Personen aus Ländern mit wenig Aussicht auf Asyl stammten.

Legende: Video Ein Viertel weniger Asylgesuche abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.01.2014.

Entgegen dem europäischen Trend haben im letzten Jahr in der Schweiz viel weniger Menschen um Asyl gebeten als im Jahr zuvor.Die Behörden erhielten noch 21'465 Gesuche, wie das Bundesamt für Migration (BFM) bekanntgab. Das ist ein Viertel weniger als 2012.

Damit entfielen auf die Schweiz nur noch knapp 5 Prozent aller in Europa eingereichten Asylgesuche. Im Vorjahr hatte der Schweizer Anteil noch 8,2 Prozent betragen.

Gesuche rasch erledigt

Den starken Rückgang begründet das BFM mit den raschen Entscheiden über Gesuche von Personen aus Ländern mit einer tiefen Anerkennungsquote.

Die Wirkung der raschen Behandlung von Anträgen durch die Behörden zeigt sich etwa bei den Gesuchen aus Nigeria und Tunesien: So gab es 2013 über einen Drittel weniger Anträge von Menschen mit Herkunftsland Nigeria; bei Tunesien betrug der Rückgang gut einen Fünftel.

Die Anträge von Personen aus Serbien und Mazedonien gingen um je über 80 Prozent zurück, beim Herkunftsland Bosnien und Herzegowina betrug der Rückgang fast 60 Prozent.

Mehr Leuten Asyl gewährt

Steigend ist dagegen die Zahl der gutgeheissenen Anträge: 3167 Personen erhielten letztes Jahr in der Schweiz Asyl; der Status wurde somit gut ein Viertel mehr verliehen als im Vorjahr. Insgesamt lag die Anerkennungsquote bei 15,4 Prozent.

Legende:
Asylgesuche seit 2000 Bundesamt für Migration

Die Behörden erledigten 23'966 Asylgesuche in erster Instanz, wie die Statistik des BFM zeigt. Das waren 975 weniger als im Vorjahr. 6404 Gesuche wurden abgelehnt.

Viel mehr Gesuche aus Syrien

Um mehr als die Hälfte zugenommen hat die Zahl der Asylgesuche von Syrierinnen und Syrern: In 1901 Anträgen wurde 2013 das Bürgerkriegsland als Herkunftsort angegeben. Noch mehr Anträge gab es einzig von Eritreern: Die Behörden erhielten 2563 Anträge mit dem ostafrikanischen Staat als Herkunftsland; das ist jedoch ein Rückgang von gut 40 Prozent.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Ist doch klar, senden wir Signale wie: hier lässt sich nicht so einfach gratis leben, Wirtschaftsflüchtlinge müssen umgehend wieder zurück, so sinken die Zahlen rapide. Das weiss man aber schon seit Jahren. Nur unsere mit Holzperlen behangenen Gutfrauen wollten das nicht einsehen und behaupteten (falsch wie fast immer) natürlich das Gegenteil. Nun haben wir die Verfahren massiv verkürzt, et voila: es spricht sich rum! Falsche Signale töten Menschen, siehe EU, Bootsflüchtlinge.
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  • Kommentar von Samuel Bendicht, Bern
    Hier wird wieder gelogen, dass sich die Balken biegen und warum machen gewisse Kreise, die dauernd behaupten die Schweiz sei das beste Land der Welt, unsere schöne Schweiz, ihre Politik und die Regierung, aus rein parteipolitischen Überlegungen, dauernd so schlecht, dass man meinen könnte, hier sei die Hölle auf Erden? Diese "Das Boot sei voll" Lügen haben einfach kurze Beine, auch wenn man sie zehntausendfach wiederholt und ich weiss, das Schweizer Volk durchschaut diese defätistische Taktik!
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  • Kommentar von Edi Steinlin, 8903 Birmensdorf
    Das Boot ist voll, vor allem ist es auch voll für die vielen Gutmenschen und linken und grünen. Der beste Sache in den vergangenen Jahrzehnten "Die linken und die netten.
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