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Schweiz Die Durchmesserlinie ist komplett

Mehr als acht Jahre wurde rund um den Bahnhof Zürich an der so genannten Durchmesserlinie gebaut. Jetzt ist es soweit: Die zweite Etappe des Riesenbauwerks ist offiziell eröffnet worden. Damit können nun auch Fernverkehrszüge auf der West-Ost-Achse den Zürcher Hauptbahnhof umfahren.

Legende: Video Durchmesserlinie offiziell eröffnet abspielen. Laufzeit 1:04 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.10.2015.

Mit viel Prominenz ist die offizielle Eröffnung der zweiten Etappe der Zürcher Durchmesserlinie (DML) gefeiert worden. Damit können sich nun auch Fernverkehrszüge auf der West-Ost-Achse das Ein- und Ausfädeln in den Kopfbahnhof HB sparen.

S-Bahn auf einer Brücke stehend, Personen mit Schutzwesten
Legende: Teil der Durchmesserlinie: Die Letzigrabenbrücke ist mit knapp 1200 Metern die längste Eisenbahnbrücke der Schweiz. Keystone

Nun folgt die Testphase

An der feierlichen Eröffnung nahmen unter anderem die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, Peter Füglistaler, sowie SBB-CEO Andreas Meyer teil.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird die zweite Etappe des SBB-Projektes den ordentlichen Betrieb aufnehmen. Bis dahin unternimmt die SBB noch zahlreiche Testfahrten über die Viadukte.

Bauwerk ist komplett

Über zwei Viadukte queren die Züge von Oerlikon beziehungsweise Altstetten auf der Fahrt in den oder aus dem unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse das Gleisfeld vor dem Zürcher Hauptbahnhof. Damit entfallen die Zickzack-Fahrten über die Weichen des Gleisfeldes. Die Züge müssen nicht mehr in den Sackbahnhof ein- und später mit einer Lokomotive am anderen Ende wieder ausfahren.

Mit der Eröffnung der zweiten Etappe ist das Riesenbauwerk DML nun komplett. Bereits im Juni 2014 wurde die erste Etappe mit dem Durchgangsbahnhof Löwenstrasse als Herzstück eröffnet. Die Züge, die den Bahnhof Löwenstrasse benutzen, unterqueren in einem 4,5 Kilometer langen Tunnel die Stadt Zürich. Insgesamt misst die DML 9,6 Kilometer und kostet voraussichtlich 2,068 Milliarden Franken.

13,2 Milliarden

Von 2017 bis 2020 sollen rund 13,2 Milliarden Franken in die Eisenbahnstruktur fliessen. Das sind 2,3 Milliarden mehr als in der laufenden Periode. Das zusätzliche Geld ist nötig, um die immer stärker belastete Infrastruktur erhalten zu können.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Fohler (Thimas Fohler)
    Geht mir genau gleich. Ich dachte dass ich auf der Strecke Bern - Romanshorn etwas einsparen werde, ist aber nicht so. Die Fahrzeit ist genau gleich lang. Ich hoffe da wird sich für diese vielen Millionen in den nächsten Jahren noch etwas tun.
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  • Kommentar von Toni Koller (Tonik)
    Im SRF-Text heisst es: "Die Züge müssen nicht mehr in den Sackbahnhof ein- und später mit einer Lokomotive am anderen Ende wieder ausfahren." Das ist Unsinn: Die allermeisten Züge sind heute mit einem Steuerwagen ausgestattet. Es braucht also längst keinen Lokwechsel, keine "Lokomotive am andern Ende" mehr. Nur der Lokführer muss seine Position wechseln. Deshalb wohl ist mit der Durchmesserlinie auch der Zeitgewinn auf der West-Ost-Achse nur gering.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Tja und die meiste Zeit mussten die Reisenden aus Luzern (Zentralschweiz!!) auf Gleis 54 aussteigen und gut 5 Minuten zu Fuss in den Bahnhof laufen. Nie wurde abwechslungsweise der Zug aus Chur betroffen, obwohl beide Züge ab Thalwil die gleiche Strecke nach Zürich HB fahren.,
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