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Schweiz Die Kaserne Moudon dürfte dem Rotstift zum Opfer fallen

Verteidigungsminister Maurer hat entschieden, welche Kasernen, Armee-Standorte und Flugplätze aus Spargründen reduziert oder geschlossen werden. Betroffen ist offenbar unter anderem die Kaserne in Moudon/VD. Die Details werden heute bekannt.

Maurer mit verschränkten Armen vor einem Armeefahrzeug, ihm gegenüber ein Armeeangehöriger.
Legende: Maurer hat entschieden – heute wird das Ergebnis kommuniziert. Keystone

Am Montagabend hat Verteidigungsminister Ueli Maurer die Militärdirektoren der Kantone über seine Pläne, was Kasernen und Flugplätze angeht, informiert. Durchgesickert ist erst wenig: Offenbar soll die Kaserne im waadtländischen Moudon schliessen, aber erst per 2020. Möglicherweise wird die Kaserne dann zum Asylzentrum.

Entschieden ist offenbar auch, dass die grösseren Standorte im Kanton St. Gallen erhalten bleiben, ebenso das Rekrutierungszentrum Mels. In Sitten/VS dagegen zeichnen sich Veränderungen beim Militär-Flugplatz ab. Allerdings ist noch unklar, ober er bloss reduziert oder ganz geschlossen wird.

Mehr Geld – weniger Schliessungen

Maurer hatte im Sommer 2012 angekündigt, es müssten aus Spargründen «mit Sicherheit einige Standorte» geschlossen werden. Später sprach der Bundesrat von mehrere Flugplätzen, «bis zu einem Dutzend Kasernen», einem Rekrutierungszentrum und zahlreichen kleineren Standorten, die dem Rotstift zum Opfer fallen sollten.

Als die Kantone protestierten, machte Maurer – der Taktiker – klar: Wenn er mehr Geld erhalte für die Armee, dann müsse er auch weniger Standorte schliessen. Genau das trat dann auch ein, denn vor einem Monat stockte der Bundesrat das Armeebudget auf fünf Milliarden Franken auf. Maurer bestätigte daraufhin, dass nun weniger Kasernen geschlossen würden.

Wo genau welche Standorte betroffen sind, gibt Bundespräsident Maurer heute bekannt. Dabei sind heftige Reaktionen vorprogrammiert, denn es geht um zahlreiche Arbeitsplätze.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Die Gemeinde kündigte an, alles zu unternehmen, um ein Bundeszentrum für Asylbewerber zu vermeiden" Aufgrund des weiterhin auf hohem Niveau anhaltenden Zuzuges von angeblichen Flüchtlingen dürfte langfristig auch diese Gemeinde nicht daran vorbeikommen Asylbewerber aufzunehmen wie andere Gemeinden auch.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    Schluss mit dem Taktieren. Wer es mit 5 Mrd SFR nicht schafft die gesamte Infrastruktur der Armee zu erhalten, der hat seinen Job nicht gemacht. BR Maurer setzt die falschen Prioritäten. Statt Informatik würde besser in die Basis-Infrastruktur investiert werden !!!
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Laufende Kosten, notwendige Reparaturen/Unterhalt, Ersatz von Material, Ausrüsunt; Betriebskosten (Sprit, Strom, Nahrungsmittel)... Ach ja, ich vergass: schweizer Soldaten brauchen weder Essen, Heizung, Ausrüsung noch eine Unterkunft. Kennen Sie Dieter Nuhr? "Wenn man..." 5Mrd sind nicht viel Geld, es gibt in der Schweiz Kantone, die haben 5Mrd-Budgets für ihre kantonalen Polizeikorps!!
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    2. Antwort von Markus Guggisberg, Busswil
      @M. Keller: Sie haben ja recht, der Unterhalt kostet. Aber ... seit BR Schmid haben wir nur noch die Leier vom Abbau der Armee gehört. Damit muss jetzt Schluss sein. Es kann nicht sein, dass Jahr für Jahr das Budget nicht verwendet wird und dann plötzlich aus Kostengründen Standorte geschlossen werden sollen. Jeder Standort hat Potential. Nicht teuere Technologie ist gefragt, sondern eine nachhaltige, regionale Entwicklung !!!
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