Die OECD empfiehlt der Schweiz: Seid produktiver

Laut OECD hat die Schweiz habe die Wirtschaftskrise besser überstanden als andere Länder. Frankenstärke und die Begrenzung der Einwanderung würden der Wirtschaft aber schaden. Die OECD gibt der Schweiz deshalb Empfehlungen..

Die Schweizer Wirtschaft wächst seit 2008 schneller als in den meisten anderen Ländern. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bewertet dies als sehr positiv. Sie weist aber darauf hin, dass nun Reformen nötig seien, um die Lebensqualität in der Schweiz zu erhalten.

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Immobilienblase?

In einem Punkt sei die Schweiz riskante Spitzenreiterin: Die Summe aller Immobilien-Hypotheken übersteige hierzulande das Bruttoinlandsprodukt BIP um 20 Prozent. Die Immobilien-Preise seien dadurch rasant gestiegen. Die OECD empfiehlt deshalb, Massnahmen zu ergreifen.

Thema Frankenstärke

Der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken habe der Schweizer Wirtschaft geholfen, bilanziert OECD-Chefökonomin Catherine Mann. Da dieser aufgehoben wurde, brauche es nun neue Anstrengungen. In einem Bericht empfiehlt die OECD der Schweiz, sich dabei auf ihre Produktivität zu konzentrieren.

Obwohl die Schweiz bereits verhältnismässig tiefe Staatsausgaben hat, sollen die staatlichen Betriebe noch effizienter arbeiten. Weil die Bevölkerung immer älter wird, würden die Kosten für die Pflege jedes Jahr steigen und gleichzeitig die Einnahmen aus den Steuern sinken. Mehr Wettbewerb im Telekommunikations- und Energiesektor und die Privatisierung der Swisscom seien weitere Möglichkeiten um die Produktivität zu steigern.

Die OECD rechnet ausserdem damit, dass die Masseneinwanderungsinitiative 2017 umgesetzt wird und damit die Einwanderung beschränkt wird. Dies könne das Wirtschaftswachstum hemmen. Mehr Kinderbetreuung und eine Besteuerung von Einzelpersonen statt Familien sollen deshalb mehr Frauen erlauben, zu arbeiten.