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Schweiz EDA rät von Reisen nach Kairo ab

Wie es in Ägypten weiter geht, ist ungewiss. Das Aussendepartement EDA hat deshalb seine Reisehinweise angepasst. Nur wer dringend muss, soll noch Kairo oder andere Städte in Ägypten besuchen. Auch die Reisebüros reagieren auf die Unruhen.

Ägypten ist beliebt, gegen 150'000 Touristen fliegen jährlich aus der Schweiz dahin. Nach dem Einbruch des Tourismus während der Massenproteste im Frühling 2011 konnte sich die Branche langsam wieder erholen. Dieses Jahr lief das Geschäft bisher gut. So etwa bei TUI-Reisen. Laut Mediensprecher Roland Schmid gab es auch letzte Woche noch einen Zuwachs der Buchungen.

Doch nun erhält der Ägypten-Tourismus einen Dämpfer. Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat das Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA reagiert und seine Empfehlung angepasst. Es mahnt zu grosser Vorsicht in allen Landesteilen von Ägypten und rät auf seiner Webseite von Reisen nach Kairo und anderen grösseren Städten ab. Touristen sollten am Roten Meer oder in den grossen Touristenorten bleiben.

Pyramiden sind vom Programm gestrichen

Bisher habe sich die unsichere Lage in Ägypten noch nicht ausgewirkt, sagt TUI-Sprecher Schmid. Zurzeit habe es noch keine Absagen oder Stornierungen gegeben. Die Änderung der Reisehinweise des EDA bedeute für TUI aber wenig. Bereits seit Ende der letzten Woche weilten keine Gäste mehr in den Grossstädten Ägyptens.

Ähnlich tönt es auch bei Kuoni. Ausflüge in Städte wie Kairo oder Alexandria wurden bereits letzte Woche abgesagt. Auch Exkursionen zu den Pyramiden von Gizeh sind gestrichen, sagt Kuoni Mediensprecher Peter Brun. Ausflüge nach Gizeh seien oft verbunden mit einem Besuch des ägyptischen Museums und das liegt am Tahrir-Platz. Die Logistik sei etwas problematisch, «wenn man mit dem Bus vom Flughafen durch die Stadt fahren sollte und Menschenmengen die Fahrt behindern.»

5 Kommentare

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  • Kommentar von albian ejupi, bern
    Ich fliege am Samstag nach Hurghada, kann mir jemand sagen wie die Lage dort ist.
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  • Kommentar von Bruno Vogt, Zürich
    Ich weiss ja nicht was sie auf Ihren Reisen in arabischen Ländern gemacht haben und ob sie etwas über den Islam dabei gelernt haben, aber den Islamismus mit den Unruhen in Verbindung zu bringen und damit eine Brücke zu schlagen das man sich nun nicht mehr in diesen Ländern aufhalten dürfe, kann für Ägypten zumindest nicht gelten. Hier geht es schlichtweg um eine Regierungskrise welche zwischen Anhängern und Gegnern auf offener Strasse ausgetragen wird. Etwas befremdlich Ihr Kommentar daher!
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Herr Vogt: Man gerät sehr schnell, schneller als man's merkt zwischen die Fronten. Das lässt sich vermeiden, in dem man erst gar nicht dahin geht und sich exponiert. Es ist eher befremdlich, zu glauben, dass man als sog. Ausländer überall ungeschoren durch kommt.
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    2. Antwort von Stefan Löffel, Bülach
      Die Leute da wollen Macht. Der Islamismus wird nur vorgeschoben. Das ist wie damals mit den Katholiken und Protestanten. Unreligiöse Demokratie würde helfen. Touristen bringen Geld. Aber Touristen sind auch Ziel von Machtdemonstrationen. Deshalb ist ein Tourist Target One für Entführer und Erpresser. Die Katze beisst sich in den Schwanz. Ägypten ist ein wunderschönes Land. Ich wünschte ich könnte auch mal dahin als Tourist OHNE ANGST UND PARANOIA
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Als Vielgereiste in arabischen Ländern stimmt es mich schon etwas nachdenklich und traurig, dass in diesen Ländern Krieg und Gewalt dermassen zugenommen haben. Vorbei also die Zeiten, als man in diesen Ländern in Frieden herumreisen und liebenswürdige Menschen kennenlernen durfte. Schade, dass der extreme Islam, der Islamismus sich immer mehr ausbreitet und so einen Aufenthalt in diesen Ländern aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist.
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